Berlin-Charlottenburg : Noch mehr neue Cafés in der City West

Auf dem tristen Lehniner Platz will eine BVG-Tochterfirma bald das seit Jahren geplante Café bauen. Und am Savignyplatz kehrt „Einstein Kaffee“ zurück.

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Früher stand hier am Lehniner Platz ein Kiosk, Ideen für ein Café gab es lange. Jetzt sind die Pläne fertig.
Früher stand hier am Lehniner Platz ein Kiosk, Ideen für ein Café gab es lange. Jetzt sind die Pläne fertig.Simulation: Architektenbüro Die Brücke

Die Pläne für ein Café am Stuttgarter Platz (gleich rechts neben dem S-Bahnhof Charlottenburg) wurden vorige Woche publik, nun geht die Tortenschlacht weiter: Fünf Jahre nach der umstrittenen Neugestaltung des Lehniner Platzes gegenüber der Schaubühne wurden endlich Entwürfe für ein dortiges Café mit Sommerterrasse vorgestellt.

An gleicher Stelle stand früher ein Kiosk. Ursprünglich sollte dessen Betreiber das Café übernehmen, ihm ging aber das Geld aus. Nun will die BVG-Tochterfirma Urbanis bauen und einen Pächter suchen – ähnlich wie zuvor beim „Café Haberland“ am Bayerischen Platz. Nur wann genau die Arbeiten beginnen, kann BVG-Sprecherin Petra Reetz nicht sagen: „Wir haben noch keine Baugenehmigung.“ Im BVV-Stadtentwicklungsausschuss wurden die Entwürfe jedenfalls gelobt, nachdem die Architekten vom Berliner Büro „Die Brücke“ sie überarbeitet hatten.

Derzeit lädt der Lehniner Platz kaum zum Verweilen ein.
Derzeit lädt der Lehniner Platz kaum zum Verweilen ein.Foto: Cay Dobberke

Bücherbogen am Savignyplatz widmet Lagerfläche um

Kaffee und Kuchen gibt es außerdem bald im berühmten „Bücherbogen“ am Savignyplatz. Voraussichtlich Anfang Mai öffnet „Einstein Kaffee“ eine Filiale in einem bisherigen Lagerraum der Fachbuchhandlung. Für die Café-Kette bedeutet dies eine Rückkehr an den Savignyplatz, ein früherer Standort im dortigen Haus Nummer 11 hatte vor einiger Zeit schließen müssen – warum, wollte eine Mitarbeiterin der Unternehmens nicht sagen.

Im Bücherbogen geschieht noch mehr, vom 21. April bis zum 12. Mai gastiert dort der Berliner Regisseur Patrick Banush mit seiner Filmreihe „Mädchenkino“.

Und was wird eigentlich aus den drei anderen Läden, die im sogenannten Else-Ury-Bogen zwischen Bleibtreustraße und Savignyplatz schon seit mehr als eineinhalb Jahren leer stehen? Dazu teilte die Deutsche Bahn auf Nachfrage mit: „Die augenscheinlich leerstehenden S-Bahnbögen sind bereits vermietet.“ Im Bogen Nummer 605 eröffne bald eine Bar, für das zweite Quartal dieses Jahres sei auch die Wiedereröffnung des Bogen 597 mit einer gastronomischen Nutzung geplant. Dagegen bleibe der Bogen 604 „einer internen Nutzung vorbehalten“.

An den Schaufenstern des Bücherbogens kündigen Plakate die nahende Café-Eröffnung an.
An den Schaufenstern des Bücherbogens kündigen Plakate die nahende Café-Eröffnung an.Foto: Cay Dobberke

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