Berlin-Charlottenburg : Schon wieder ein neuer Berliner Bär

Hat sich Eisbär Fritz im Tierpark Berlin zum Fasching schwarz verkleidet? Nein, hier sehen Sie den Nachwuchs der Lippenbären im Zoologischen Garten.

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Süße Schnute. Der noch namenlose kleine Lippenbär im Zoologischen Garten. Foto: Zoo Berlin / Frederic Schweizer
Süße Schnute. Der noch namenlose kleine Lippenbär im Zoologischen Garten.Foto: Zoo Berlin / Frederic Schweizer

Der Lippenbär wurde schon Heiligabend im Zoo geboren, wie Pfleger damals an leisen Saug- und Schmatzgeräuschen aus dem Gehege hörten. Um das achtjährige Muttertier Kaveri nicht zu stören, wagte sich in den ersten Wochen aber niemand in die Nähe. Der Vater des Bären ist der sechsjährige Rajath. Beide stammen aus Indien und waren im Sommer 2013 nach Berlin gekommen.

Jetzt war für den Nachwuchs der erste Tierarztbesuch überfällig, wie der Zoo mitteilte. Also besuchten Veterinär André Schüle und Tierpfleger Marko Röbke erstmals den kleinen Bären, um ihn mit einem Chip zu markieren und ihm eine Wurmkur zu verabreichen. Dabei kam auch heraus: Es ist ein Bärenjunge, ebenso wie der Eisbär „Fritz“ im Tierpark. Wie es heißt, „schlug sich das kleine, schwarze Bündel bei der Untersuchung tapfer und auch Mutter Kaveri blieb während der kurzen Trennung erstaunlich gelassen“.

Tierpate gesucht

Nun sucht Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem „einen würdigen Paten für den Kleinen, mit dem wir gemeinsam einen passenden Namen finden können“. Interessenten können sich per E-Mail melden (info@zoo-berlin.de). Die Patenschaft kostet Geld, eine bestimmte Summe nannte eine Sprecherin allerdings nicht. Grundsätzlich hänge der Betrag nicht nur von den Pflegekosten ab, sondern auch von der „Prominenz“ des jeweiligen Tieres.

In ihrer natürlichen Heimat haben es die Bären schwer

Lippenbären kommen nur auf dem indischen Subkontinent vor, also in Indien, Sri Lanka, Nepal, Bhutan und Bangladesch. Als größte Bedrohung für die schwarzen Bären gilt die Zerstörung ihrer Wälder durch das starke Bevölkerungswachstum und den Bau von Tee-, Eukalyptus- oder Teakplantagen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft Lippenbären als „gefährdet“ ein. Nach Angaben des Berliner Zoos gibt es auch in zoologischen Anlagen nicht viele der Tiere, weil die „Haltung und Nachzucht sehr anspruchsvoll“ sei. In Berlin leben neben dem Lippenbär-Baby und seinen Eltern noch die 20-jährige Bärin Sutra und ihr 14-jähriger Sohn Jürgen.

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