Berlin-Charlottenburg : „Speisung der 4000“ geht weiter

Zusammen mit dem Hollywood Media Hotel setzt Juwelier Efram Tozman seine Hilfsaktion nach biblischem Vorbild fort – diesmal zugunsten von bedürftigen Kindern.

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Sie laden Kinder ein: Denise Meyer und Efram Tozman im Kinosaal des Hollywood Media Hotels am Ku'damm.
Sie laden Kinder ein: Denise Meyer und Efram Tozman im Kinosaal des Hollywood Media Hotels am Ku'damm.Foto: Cay Dobberke

Insgesamt 4000 Bedürftige möchte Efram Tozman vom Juwelierladen „Zeit & Zeitlos“ an der Knesebeckstraße im Laufe von zehn Jahren gratis verköstigen, sein Vorbild ist die biblische „Speisung der 4000“ durch Jesus. Schon im August hatte er mehr als 150 Obdachlose in der City Station der Berliner Stadtmission in Halensee zum Essen eingeladen. Nun geht es mit Kindern weiter. Dabei helfen das Hollywood Media Hotel am Kurfürstendamm und andere Partner.

Am 16. Dezember kommen 40 Kinder aus dem SOS-Kinderdorf Berlin in Moabit in das vom Filmproduzenten Artur „Atze“ Brauner gegründete Hotel. Laut Marketingchefin Denise Meyer wollen Mitarbeiter mit den Kindern Plätzchen backen, und als „Festmahl“ gibt es – wie vom Kinderdorf empfohlen – „Pasta in allen möglichen Variationen“. Das hoteleigene Kino zeigt den Film „Shaun das Schaf“.

Das Stadtrundfahrtenbüro Bex Sightseeing beteiligt sich mit einer Busfahrt zu weihnachtlich beleuchteten Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Die Basketballer von Alba Berlin spendieren 40 Freikarten für ein Heimspiel.

Hotelgäste werden zu Spenden aufgerufen

Das SOS-Kinderdorf wünscht sich auch Utensilien für seine Kreativwerkstatt in Moabit. Das Hotel will die Präsente im Steglitzer Laden „Werken Spielen Schenken“ kaufen, der Rabatt gewährt. Auch Hotelgäste sollen für die Geschenke spenden: In der Lobby steht ein Weihnachtsbaum, an dem Wertgutscheine baumeln; diese kann man abnehmen und bezahlen.

Am Gründonnerstag im März soll eine Aktion mit 60 Kindern folgen, im Herbst 2016 will Tozman im Zentrum am Hauptbahnhof der Stadtmission erneut Obdachlose bewirten.

„Gute Taten in Raten“

Der 53-Jährige ist Aramäer, gehört der syrisch-orthodoxen Kirche an und kam 1971 aus der Türkei nach Berlin. Er möchte sich dankbar zeigen und beweisen, dass „Wunder nicht nötig sind“, wenn man „gute Taten in Raten erbringt“. Tozman macht kein Geheimnis daraus, dass er so auch für seinen Familienbetrieb werben will. Für die 4000 Essen kalkuliert er mit Kosten von zehn Euro pro Person.

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