Buchhandlung verlängert Mietvertrag : Hugendubel bleibt in Charlottenburg

Zwei Filialen in Berlin hat die wirtschaftlich angeschlagene Buchhandelskette Hugendubel geschlossen, doch in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße geht es weiter: Der Mietvertrag wurde um mehrere Jahre verlängert.

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Stabiler Standort. Hugendubel an der Wilmersdorfer Straße, Ecke Goethestraße
Stabiler Standort. Hugendubel an der Wilmersdorfer Straße, Ecke GoethestraßeFoto: Cay Dobberke

Deutschlands zweitgrößter Buchhändler „bekennt sich klar zum stationären Handel“, teilte die Hugendubel-Geschäftsführung mit. Im Rahmen einer neuen Filialstrategie habe man die bald auslaufenden Mietverträge für die Standorte an der Wilmersdorfer Straße in Berlin sowie in Erfurt und Ulm „um bis zu neun Jahre verlängert“.

Um welchen Zeitraum es in Charlottenburg genau geht, blieb offen. Die Filiale hatte 2004 eröffnet.

Als stadtweit erfolgreichste Filiale gilt die Buchhandlung an der Steglitzer Schlossstraße. Diese wurde offenbar nur nicht in der Erklärung erwähnt, weil der Mietvertrag dort ohnehin noch eine Weile läuft.

Außerdem ist Hugendubel in Berlin in vier Karstadt-Warenhäusern vertreten, darunter am Kurfürstendamm, sowie im KaDeWe und in den Neucölln-Arcaden.

Dagegen hatte der größte Standort in der Stadt an der Tauentzien-, Ecke Rankestraße im März 2013 geschlossen.

Vom Medien- zum Modehaus. Textilketten verkaufen im Haus der ehemals größten Berliner Hugendubel-Filiale an der Tauentzienstraße.
Vom Medien- zum Modehaus. Textilketten verkaufen im Haus der ehemals größten Berliner Hugendubel-Filiale an der Tauentzienstraße.Foto: Cay Dobberke

Inzwischen verkaufen die Modeketten „Forever 21“ und „Pull & Bear“ in dem Baudenkmal gegenüber dem Breitscheidplatz, das 1955 als Deutsches Familienkaufhaus (Defaka) entstanden war.

Im Januar 2014 wurde auch die Filiale in den Potsdamer-Platz-Arkaden ersatzlos aufgegeben.

Darüber hinaus schließt Hugendubel in Stuttgart im April 2015 eine seiner größten Buchhandlungen. Deutschlandweit gibt es 90 Filialen. Ein neues Konzept zeige aber „erste Erfolge“, heißt es.

Der Artikel erscheint auf dem Ku'damm-Blog, dem Online-Magazin für die westliche Innenstadt.

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