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Charlottenburg : Gedenktafel für Gräfin Lichtenau

Wilhelmine Enke, die spätere Gräfin Lichtenau, war die Mätresse von Friedrich Wilhelm II. und in Preußen auch künstlerisch einflussreich. Nun wurde eine Gedenktafel enthüllt.

Lasziv. Gräfin Lichtenau, porträtiert von Anna Dorothea Therbusch.
Lasziv. Gräfin Lichtenau, porträtiert von Anna Dorothea Therbusch.Foto: R. Handrick/SPSG

Am Spreeufer nahe der Schiffsanlegestelle Schlossbrücke ist eine Gedenktafel für die Gräfin Lichtenau (1753 bis 1820) enthüllt worden. Teilnehmer des Festakts am Mittwoch waren Bezirks-Kulturstadträtin Dagmar König (CDU) und BVV-Vertreter, die Leiterin des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf, Sabine Witt, sowie die Eheleute Franz und Sabine Hauk, die die Tafel gestiftet haben.

Dem Leben der unter dem bürgerlichen Namen Wilhelmine Enke geborenen Gräfin hatte das Museum im vorigen Jahr eine Sonderausstellung gewidmet.

Am Ort der Gedenktafel in der Nähe des Schlosses Charlottenburg stand ab dem Jahr 1777 das repräsentative Palais der Gräfin, die eine Lebensgefährtin und zeitweilige Geliebte Friedrich Wilhelms II. von Preußen war. Wie es heißt, führte hier sie mit den gemeinsamen Kindern und deren königlichem Vater ein „geradezu bürgerliches Familienleben“. Die Architektur, Innenraum- und Gartengestaltung sollen zum Modernsten und Besten jener Zeit gehört haben.

Die Gräfin hatte Einfluss auf die preußische Kunst und Kultur. Von ihr stammen unter anderem die Inneneinrichtungen des Schlösschens auf der Pfaueninsel und der Winterkammern im Schloss Charlottenburg sowie Teile des Interieurs im Potsdamer Marmorpalais. Außerdem förderte sie Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle. CD

Franz Hauk, Sabine Witt, Dagmar König und Sabine Hauk (v.l.n.r.) vor der Gedenktafel für Gräfin Lichtenau und deren Palais.
Franz Hauk, Sabine Witt, Dagmar König und Sabine Hauk (v.l.n.r.) vor der Gedenktafel für Gräfin Lichtenau und deren Palais.Foto: promo

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