Charlottenburg-Wilmersdorf : Deutsche Bank eröffnet Neubau für 2200 Mitarbeiter

Am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg tut sich derzeit einiges. Am Donnerstag eröffnete die Deutsche Bank ihren Neubau. Daneben laufen mehrere Wohnungsprojekte.

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Ganz in Weiß: Der siebenstöckige Neubau der Deutschen Bank in Charlottenburg.
Ganz in Weiß: Der siebenstöckige Neubau der Deutschen Bank in Charlottenburg.Foto: dpa/ Paul Zinken

Englisch ist die Arbeitssprache in dem am Donnerstag eröffneten Neubau der Deutschen Bank in Charlottenburg. Denn an der Otto-Suhr-Allee neben dem Ernst-Reuter-Platz gehören die rund 2200 Mitarbeiter 65 Nationalitäten an. Besonders groß ist die Vielfalt in Abteilungen wie dem "globalen Risikomanagement". Bei jungen Talenten habe Berlin einen guten Ruf, lobte Projektleiter Bernd Freitag. Das habe die Anwerbung in aller Welt stark erleichtert.

Überwiegend Deutsch gesprochen wird aber im Callcenter, wo 400 Angestellte rund um die Uhr mit Kunden telefonieren. Fünf Berliner Bürostandorte wurden in das siebenstöckige Gebäude verlagert. Den Begriff "Zentrale" meidet die Bank trotzdem, um ihre Repräsentanz Unter den Linden nicht abzuwerten. Bereits seit den 1960er Jahren gibt es neben dem Neubau ein 15-stöckiges Hochhaus des Geldinstituts. Dazwischen führt nun eine Passage von der Otto-Suhr-Alle zur Fraunhoferstraße. Draußen steht auch die in einem Wettbewerb ausgewählte Skulptur "2FREE SPACE" des Künstlers Dirk Bell – ein sechs Meter hoher roter Stahlwürfel, in dem Buchstaben zwei Mal das Wort "Free" bilden.

"2FREE SPACE" heißt die Skulptur des Künstlers Dirk Bell vor dem Bankgebäude.
"2FREE SPACE" heißt die Skulptur des Künstlers Dirk Bell vor dem Bankgebäude.Foto: Paul Zinken/dpa

Neben der Bank wird das Ex-Theater "Tribüne" zum Wohnhaus

Rund um den Ernst-Reuter-Platz tut sich noch viel mehr. Neben der Bank laufen drei Wohnungsprojekte, darunter der Umbau des Ex-Theaters "Tribüne". In dessen Hof entstanden auch zwei neue Häuser. Investor Dirk Germandi will die insgesamt rund 100 Wohnungen im Januar an die Käufer übergeben. Bis zu 80 Meter hoch kann der Unternehmer Christian Pepper bauen, der am Ernst-Reuter-Platz 6 ein neues Geschäftshochhaus plant. Dafür darf er das leer stehende alte Telekomgebäude abreißen. Und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher hält am Platz noch mehr Hochhäuser für möglich.

Außerdem hat sich die rot-grüne Zählgemeinschaft in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf zwei Ziele gesetzt. Radfahrer sollen den Kreisverkehr künftig in beiden Fahrtrichtungen umrunden können. Außerdem will man die Mittelinsel besser erreichbar machen, um trotz des starken Autoverkehrs die "Aufenthaltsqualität zu erhöhen".

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