„Essbarer Bezirk“ : In der City West soll Obst und Gemüse wachsen

Die BVV fordert essbare Pflanzen in öffentlichen Grünanlagen. Am Donnerstag gibt es einen Informations- und Diskussionsabend.

von
Eine Birne für den Weg? In Parks der City West sollen Obstbäume zum kostenlosen Snacken einladen.
Eine Birne für den Weg? In Parks der City West sollen Obstbäume zum kostenlosen Snacken einladen.Foto: imago

Früchte naschen oder Kräuter pflücken in Parks und anderen Grünanlagen – nach dem Willen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) soll das künftig in der westlichen Innenstadt möglich sein. Der Beschluss ging auf einen Antrag der Grünen-Fraktion zurück. Für Donnerstag, 24. September, lädt das Bezirksamt nun zum Workshop „Der essbare Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf“ ein (18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 3. Etage, Eintritt frei).

Laut Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) „taucht in der Diskussion um öffentliche Grünflächen immer häufiger die Idee auf, bei Neupflanzungen von Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen bewusst auch essbare Arten, wie zum Beispiel Obstbäume und Beerensträucher, einzusetzen“.

Eine entsprechende Anwohner-Initiative gibt es bereits am Nikolsburger Platz in Wilmersdorf, wo Bürger seit dem Sommer 2013 das Grün pflegen, aber auch Tomaten, Kartoffeln, Möhren, Rote Beete, Erdbeeren, Kräuter, Paprika und Bohnen anbauen.

In Berlin sind Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow die Vorreiter, auch dort war die Initiative von den Fraktionen der Grünen ausgegangen.

Das Vorbild ist Andernach in Rheinland-Pfalz. Dort gedeihen Rote Bete und Kohl neben Altglascontainern, Hühner legen Eier im Burggraben. Die Stadtverwaltung lässt im öffentlichen Raum Gemüse, Obst und Kräuter anbauen, jeder Bürger darf jäten und ernten.

Der Charlottenburger Workshop soll mit kurzen Referaten beginnen; dazu werden Fachleute des bezirklichen Grünflächenamts, der Johannesschule Berlin, des Grünflächenamts Friedrichshain-Kreuzberg und des Vereins „Südost Europa Kultur“ erwartet. Anschließend ist eine Diskussion geplant.

16 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben