Flüchtlinge in Berlin : Zwei neue Flüchtlingsheime öffnen bald in Charlottenburg

An der Heerstraße nahe dem Theodor-Heuss-Platz und im früheren Familienbad am Olympiapark entstehen neue Unterkünfte für Asylbewerber.

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Quartier für rund 450 Flüchtlinge. Der Altbau an der Heerstraße 16.
Quartier für rund 450 Flüchtlinge. Der Altbau an der Heerstraße 16.Foto: Cay Dobberke

In die Einrichtungen sollen Asylbewerber umziehen, die bisher in Sporthallen an der Prinzregentenstraße in Wilmersdorf, an der Forckenbeckstraße in Schmargendorf und an der Wiesenstraße in Wedding wohnen. Einzelheiten nannte Sozial-Staatssekretär Dirk Gerstle am Mittwoch bei einem Informationsabend des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf.

Am 15. August soll eine Gemeinschaftsunterkunft für rund 450 Menschen im 75 Jahre alten Gebäude an der Heerstraße 16 eröffnen. Der Betreiber steht noch nicht fest. Laut Gerstle kommt es aber wohl noch in dieser Woche zur „Interimsvergabe“, die auf neun Monate befristet werde. Über den dauerhaften Betreiber werde erst später in der Auswertung einer europaweiten Ausschreibung entschieden. Das Bürgeramt im selben Gebäude bleibt bestehen.

Auf dem Gelände des Ex-Familienbads soll von August bis Dezember ein Containerdorf („Tempohome“) gebaut werden – zunächst als Notunterkunft für 500 Menschen. Später möchte die Sozialverwaltung die Bewohnerzahl auf 250 halbieren, um aus der Not- eine Gemeinschaftsunterkunft zu machen. Dann gelten höhere Standards, und die Bewohner können beispielsweise auch selbst kochen. Insgesamt soll der Standort drei Jahre lang genutzt werden.

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