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Halensee : Keine Discountmärkte hinter „Bauhaus“ am Ku'damm

Aldi und weiterer Lebensmitteldiscounter wollten Filialen hinter dem Baumarkt neben dem S-Bahnhof Halensee eröffnen. Das aber verhindert der Bezirk nun mit einer Veränderungssperre.

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Bestandsschutz. Auf dem Gelände an der Stadtautobahn hinter dem Bauhaus-Markt dürfen sich keine Supermärkte ansiedeln.
Bestandsschutz. Auf dem Gelände an der Stadtautobahn hinter dem Bauhaus-Markt dürfen sich keine Supermärkte ansiedeln.Foto: Cay Dobberke

Um das Gelände der Ende 2013 eröffneten „Bauhaus“-Filiale zwischen dem Kurfürstendamm, dem S-Bahnhof Halensee, der Stadtautobahn und der Paulsborner Straße wurde jahrelang gerungen – vor allem, als zuvor die Möbelkette Lutz-Neubert drei Möbelhäuser geplant hatte. Anwohner aus der Umgebung und Händler aus der Westfälischen Straße protestierten.

Schließlich genehmigte der Bezirk die Ansiedlung des Baumarkts unter anderem, weil Werkstätten und andere kleinere Betriebe auf ein Grundstück südlich davon umziehen konnten.

Schutz für die Mittelständler

Jetzt sieht sich das Bezirksamt gezwungen, deren Standort neben der Stadtautobahn durch eine Veränderungssperre zu sichern. Die Vorlage zur Beschlussfassung steht am Donnerstag auf der Tagesordnung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Die Discountmärkte seien „städtebaulich bedenklich“, weil sie „geeignet sind, das Planungsziel, diesen Bereich langfristig für die Entwicklung kleingewerblicher Nutzungsstrukturen vorzuhalten, zu verhindern“, heißt es.

Darüber hinaus wäre ein „als kritisch zu betrachtender zusätzlicher Zielverkehr mit Auswirkungen auf die Verkehrsströme auf der Schwarzbacher Straße und die Knotenpunkte am Kurfürstendamm und den Auf- und Abfahrten der A100“ zu befürchten, verbunden mit mehr Lärm in nahen Wohnhäusern wie an der Schwarzbacher Straße.

Laut Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) gehört das Areal einem dortigen Brennstoffhändler, der es „Aldi und einem weiteren Discounter“ angeboten habe. Der Bezirk will aber die mittelständischen Betriebe erhalten. Wir hatten darüber bereits im September 2014 berichtet.

Den ansässigen Firmen soll es erlaubt bleiben, eigene Produkte zu verkaufen. Diese Regelung ist beispielsweise für die Marmor- und Granitwerkstatt gedacht.

Der Artikel erscheint auf dem Ku'damm-Blog, dem Online-Magazin für die westliche Innenstadt.

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