Hamburger-Wagen steht wieder in der City West : Bewährungszeit für „Burger de Ville“

Der hoch gelobte Imbiss im silbernen Wohnwagen rollt weiter durch die Innenstadt. Nach Stationen am Zoo und am Checkpoint Charlie sind die Hamburger-Brater von „Burger de Ville“ im Kranzler-Eck angekommen – und möchten dort bleiben.

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Wieder im Westen. „Burger de Ville“ verkauft im Neuen Kranzler-Eck.
Wieder im Westen. „Burger de Ville“ verkauft im Neuen Kranzler-Eck.Foto: Cay Dobberke

Der silbern glänzende „Airstream“-Wohnwagen mit eingebauter Burgerbratstube ist zurück in der City West: „Burger de Ville“, wo es nicht nur nach Meinung des Tagesspiegel-Gastrokritikers Bernd Matthies die besten Hamburger der Stadt aus Black-Angus-Beef gibt, hat überraschend einen Platz im Neuen Kranzler-Eck am Kurfürstendamm gefunden. Und wenn es nach Imbissbetreiber Jürgen Klümpen geht, bleibt es dabei.

Wo bekommt man Berlins beste Hamburger? Dazu gibt es verschiedene Meinungen – zur Spitzengruppe gehört „Burger de Ville“.
Wo bekommt man Berlins beste Hamburger? Dazu gibt es verschiedene Meinungen – zur Spitzengruppe gehört „Burger de Ville“.Foto: Cay Dobberke

Seit Donnerstag stehe man „zur Probe“ vor dem geschlossenen Laden von Strauss Innovation, sagt er.

Das Centermanagement habe einen Dauerstandort in Aussicht gestellt, falls sich keiner der Laden- und Büromieter rundum am Geruch störe. Denkbar sei auch, in eines der leer stehenden Geschäfte zu ziehen.

In Berlin hat Klümpen drei Vollzeit- und einen Teilzeitmitarbeiter, auch in Hamburg und Wien gibt es „Burger de Ville“.

Burger-Krieg am Zoo

Mehr als ein Jahr lang hatte der Imbiss vor dem Zoo-Palast und später am neuen Hotel „25hours“ gestanden. Doch als die Passage „Bikini Berlin“ im April öffnete, kündigte der Investor die Fläche. Denn neben dem Bikini-Haus siedelte sich die Hamburgerkette „Jim Block“ an – mit Konkurrenzschutzklausel im Vertrag.

Der Wagen parkte ab April am Stadtstrand „Charlie’s Beach“ am Checkpoint Charlie in Mitte. Dort sei die Saison vorbei, sagt Klümpen, das Areal solle auch bebaut werden. Außerdem war der Umsatz „erheblich geringer“. Stammkunden fehlten, der Wagen stand etwas versteckt, und aus Rücksicht auf die Bar durften keine Getränke verkauft werden.

Auf „Charlie's Beach“ am Checkpoint Charlie in Mitte hatte der Imbiss mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.
Auf „Charlie's Beach“ am Checkpoint Charlie in Mitte hatte der Imbiss mit Umsatzeinbußen zu kämpfen.Foto: Thilo Rückeis

Zuletzt „sind wir Nomaden geworden“, sagt der Chef. So gastierte man beim KPM-Sommerfest und am Tiergartener Kulturforum.

Den Weg ins Kranzler-Eck eröffnete das Lichtfestival „Berlin leuchtet“, das bis 19. Oktober läuft. Klümpens Frist endet sechs Tage früher. Sollte es dort nicht klappen, sieht er eine weitere Chance: Vor einer Bank an der Hardenbergstraße soll es einen möglichen Standort geben.

Auch „Superhahn“ lebt wieder auf

Übrigens erlebt ein weiterer beliebter Imbiss sein Comeback. Die rund 30 Jahre alte Chicken-Döner-Bude „Superhahn“, die erst dem Hochhausprojekt „Upper West“ an der östlichen Kantstraße weichen musste und später von der Schließung des Markts an der Gedächtniskirche betroffen war, hat nun einen Laden an der Kantstraße nahe der Ecke Wilmersdorfer Straße.

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