Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Wilmersdorf : Schutztunnel bleibt noch bis 2019

Das Provisorium an der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hält herabfallende Platten aus 60 Metern Höhe aus. Das denkmalgeschützte Hochhaus wird ab 2017 saniert.

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Der Fußgängertunnel vor der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Württembergischen Straße in Wilmersdorf.
Der Fußgängertunnel vor der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Württembergischen Straße in Wilmersdorf.Foto: Cay Dobberke

Das Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Württembergischen Straße in Wilmersdorf wird generalsaniert. Mit der Planung ist das Berliner Architekturbüro Kahlfeldt betraut worden. Die Bauarbeiten in dem betagten 18-stöckigen Hochhaus mit 700 Büros können aber erst 2017 beginnen, wenn die Mitarbeiter ausgezogen sind. Die Sanierung soll zwei Jahre dauern. Nach Tagesspiegel-Informationen wird mit Kosten von rund zehn Millionen Euro gerechnet.

Ein Baugerüst vor den Fenstern? Nicht zumutbar

Vor Kurzem machte das Gebäude Schlagzeilen, weil für rund 200.000 Euro ein provisorischer Fußgängertunnel errichtet worden war. Das sei eine „präventive Maßnahme, um Fußgänger zu schützen“, erklärte die Berliner Immobilien-Management (BIM). Die Fassadenplatten an dem 1957 errichteten denkmalgeschützten Gebäude könnten wegen Korrosion herabfallen. Weil den Senatsmitarbeitern ein Baugerüst vor den Fenstern auf Dauer nicht zuzumuten sei, entschied sich die Verwaltung für den massiven Tunnel mit Spezialdecke.

Steuerzahlerbund kritisierte den Tunnel

Die Decke wurde in einem Experiment auf Stabilität getestet. Man ließ eine Platte aus 60 Metern Höhe herabfallen. Der Steuerzahlerbund kritisierte das teure Tunnelprovisorium und bezweifelte, dass die Konstruktion wiederverwendbar sei. Ob die Fassade noch verwendbar ist, muss jetzt das Büro Kahlfeldt klären. Rund 80 Prozent der Fenster sind klassische Holzkastendoppelfenster. Sie sollen entweder „energetisch ertüchtigt oder erneuert“ werden.

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