Wilmersdorf : Ideenwerkstatt für das Schoeler-Schlösschen

Seit Jahren steht das älteste Haus Wilmersdorfs an der Wilhelmsaue leer. Am 4. Mai wird über mögliche neue Nutzungen diskutiert.

Im Dornröschenschlaf. Das Schoeler-Schlösschen ist das älteste erhaltene Wohnhaus in Wilmersdorf.
Im Dornröschenschlaf. Das Schoeler-Schlösschen ist das älteste erhaltene Wohnhaus in Wilmersdorf.Foto: Cay Dobberke

Die Veranstaltung beginnt am Montag, 4. Mai, um 18 Uhr im Gemeindesaal der Auenkirche (Wilhelmsaue 118 a, Eintritt frei). Zu der „Ideenwerkstatt Schoeler-Schlösschen“ lädt Stadträtin Dagmar König (CDU) ein, die für Kultur und bezirkseigene Immobilien zuständig ist.

„Unter einer externen Moderation“ wolle man Nutzungsvorstellungen sammeln und diskutieren, heißt es. Eine Auftaktveranstaltung hatte es im November gegeben.

Wie berichtet, strebt König ein sozio-kulturelles Zentrum an. Dazu könnte ein Café gehören, das von einem sozialen Träger betrieben wird. Außerdem geht es um Ausstellungsräume für eine Schau über die Geschichte des Ortsteils, Räume für den Heimatverein Wilmersdorf, eine Anlaufstelle für alte und demenzkranke Bürger sowie einen Trausaal des Standesamts für Eheschließungen zwischen Menschen mit Behinderungen.

Einen überarbeiteten Antrag auf Lottomittel möchte die Stadträtin für die nächste Stiftungsratssitzung der Berliner Lottostiftung im Sommer stellen. Frühere Anträge hatte das Gremium unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vertagt.

König hofft, beim jetzigen Senats- und Stiftungsratschef Michael Müller (SPD) mehr Gehör zu finden. Wegen der angestrebten sozialen Nutzungen wird es auch auf die Haltung von Sozial- und Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) ankommen. Zuletzt hatte Kulturstaatssekretär Tim Renner das brach liegende Baudenkmal besucht. Es war teilweise von der Stiftung Denkmalschutz Berlin saniert worden, bis dieser das Geld ausging. CD

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