Zoologischer Garten Berlin : Neuer Streichelzoo in märchenhafter Landiydlle

Der umgestaltete Streichelzoo des Zoologischen Gartens Berlin ähnelt einem Bauernhof und heißt jetzt „Hans im Glück“.

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Mäh! Hier werden Ziegen von Kindern und Eltern im neuen Streichelzoo gefüttert.
Mäh! Hier werden Ziegen von Kindern und Eltern im neuen Streichelzoo gefüttert.Foto: promo / Zoo Berlin

Der Streichelzoo im nordwestlichen Teils des Zoologischen Gartens, nahe dem Löwentor am Charlottenburger Hardenbergplatz, war immer eine eine besondere Attraktion für Kinder und ihre Eltern. Die schlichte Gestaltung mit Gitterzäunen genügte dem Zoo Berlin aber nicht mehr. Deshalb wurden seit April 420.000 Euro in eine neue Anlage investiert, die seit Freitag besucht werden kann – und wie ein Stück bäuerlicher Idylle in der City West wirkt.

Das erklärte Ziel lautet, dass sich Besucher in einer märchenhaften „Bilderbuchszenerie“ wie bei einem kleinen „Urlaub auf dem Land“ fühlen sollen. Die alten Zäune wurden durch rustikale Holzbalustraden und traditionelle Staketenzäune ersetzt. Für die Tiere entstanden neue Klettermöglichkeiten und gemütlichere Ställe. Mit natürlichen Materialien „schaffen wir hier ein dörfliches Ambiente, nach dem sich so viele Großstädter immer wieder sehnen“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem.

Auf den Spuren der Gebrüder Grimm

Statt „Tierkinderzoo“ heißt die rund 3500 Quadratmeter große Anlage nun „Hans im Glück“ – nach dem Märchen der Gebrüder Grimm, in dem der namensgebende Hans einen Goldklumpen gegen ein Pferd eintauscht, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein und das Schwein gegen eine Gans, die er wiederum für einen Schleif- und einen Feldstein hergibt und beide dann versehentlich in einen Brunnen fallen lässt. Trotzdem sagt Hans am Ende des Märchens: „So glücklich wie ich, gibt es keinen Menschen unter der Sonne!“

Kühe und Schweine gibt es auch im neuen Innenhof des Streichelzoos, außerdem Schafe, Ponys und Ziegen. Das Gehege der Kaninchen und Meerschweinchen liegt unter bunten Riesenpilz-Skulpturen. Rundum stehen ein Fachwerkhaus, ein Brunnen, ein Mühlrad und ein Traktor. An vier Stationen werden Auszüge aus dem Märchen dargestellt.

Die Tiere können sich, wenn sie irgendwann genug von Streicheleinheiten haben, in einen Ruhebereich zurückziehen.

Eine ländliche Idylle mit Traktor und Fachwerkhaus.
Eine ländliche Idylle mit Traktor und Fachwerkhaus.Foto: promo / Zoo Berlin

Eine Elefantenbadestelle und der neue Löwentor-Eingang folgen

Die Gestaltungsidee stammt vom Landschaftsarchitekturbüro skp.berlin Gebäude & Landschaften, bei der Umsetzung halfen die Firmen Ingo Bauditz und Ulrich Paulig & Co. merry go round.

Erst Ende Juni hatte der Zoo sein neues Vogelhaus eröffnet. Darüber hinaus erhalten der Zoo und der Tierpark in in Friedrichsfelde jeweils annähernd 17 Millionen Euro aus einem Bund-Länder-Förderprogramn zur „Verbesserung der regionalen Infrastruktur“. Im Zoo fließt das Geld in die große Elefantenfreianlage, die auf dem Exklaven-Gelände am Landwehrkanal gebaut wird. Dort sollen die Dickhäuter auch schwimmen können. In den Sommerferien soll auch der neue Löwentor-Eingang fertig werden.

Weitere Informationen unter www.zoo-berlin.de


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