Berlin-Kreuzberg : Postbote und Wirt löschen zwei Brände

Zwei mutige Männer haben am Mittwochmorgen gleich zwei Brände in Mietshäusern gelöscht und damit Schlimmeres verhindert. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

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Der 50-jährige Postbote war gegen 9 Uhr dienstlich am Kottbusser Damm unterwegs. Als er den Flur eines Mietshauses betrat, schlug ihm laut Polizei starker Rauch entgegen: Unbekannte hatten einen im Flur abgestellten Kinderwagen angezündet. Zusammen mit dem 52-jährigen Wirt eines Imbisses aus der Nachbarschaft löschte er das Feuer.

Die Männer waren gerade fertig, als sie bemerkten, dass es im Hinterhof eines angrenzenden Hauses ebenfalls brannte. Hier stand ein Mülleimer in Flammen. Die Männer löschten auch dieses Feuer - und retteten so die Bewohner beider Häuser vor einer möglichen Brandkatastrophe. Gegen den oder die unbekannten Täter wird nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt.

Erst vor vier Tagen war in der Siegfriedstraße in Neukölln ebenfalls ein Kinderwagen angezündet worden. Aufmerksame Mieter verhinderten, dass sich der Brand über das Treppenhaus hinaus ausbreiten konnte. Am 19. April brannte ein Kinderwagen in der Danziger Straße in Prenzlauer Berg - auch hier riefen Anwohner gerade noch rechtzeitig die Feuerwehr.

Nicht immer geht es so glimpflich aus: Im Jahr 2011 starben in der Sonnenallee in Neukölln drei Menschen, weil Gerümpel im Hausflur angezündet wurde. Der schlimmste Brand der letzten fünfzig Jahre - im Jahr 2005 kamen neun Menschen in der Ufnaustraße in Moabit um - wurde ebenfalls durch einen brennenden Kinderwagen ausgelöst.

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