Bongo vom Schuster in der Bergmannstraße : Bekannt wie ein bunter Hund

Seit elf Jahren ist Bongo ein waschechter Kreuzberger und fester Bestandteil der Bergmannstraße. Der kleine Rauhaardackel sitzt Tag für Tag in seinem Bastkorb vor der Schuhmacherei und lässt sich vom Trubel drumherum nicht beeindrucken.

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Mein Korb, mein Kiez. Der „Bongo vom Schuster“ ist ein elfjähriger Rauhaardackelrüde, der in der Kreuzberger Bergmannstraße zur Welt kam, wo er bis heute lebt. Foto: Kai-Uwe Heinrich
Mein Korb, mein Kiez. Der „Bongo vom Schuster“ ist ein elfjähriger Rauhaardackelrüde, der in der Kreuzberger Bergmannstraße zur...Foto: Kai-Uwe Heinrich

Bekannt wie ein bunter Hund und dabei nur saufarben, also graubraunschwarz. Aber das sind Äußerlichkeiten. Darüber hinaus ist Bongo im aktuellen In-Viertel Kreuzberg eine alteingesessene Berühmtheit: der „Bongo vom Schuster“  nämlich. Sein Revier, das ist der östlichste Teil der Bergmannstraße, Ecke Südstern. Da steht mit Arbeitsbeginn des Schusters sein Bastkorb vor der Schuhmacherei, darin eine karierte Wolldecke und darauf in der Regel Bongo.

Elf Jahre ist er alt, ein feinhaariger Rauhaardackel. Und zum Glück der Nachbarn ein ruhiger Vertreter seiner Art, es sei denn ein anderer Rüde tappst unvorsichtigerweise in sein Revier. Dann kann Bongo sehr ungemütlich werden und lauter, als man denken würde bei so einem kleinen Hund.

Geboren wurde er drei Häuser weiter, als vor elf Jahren eine Hundebesitzerin kurzzeitig unachtsam war und – schwupps – aus ihren zwei Dackeln neun wurden. Wohin bloß mit den vielen Welpen?, jammerte sie auch dem Schuster vor, da nahm er zwei. Einen für seine Eltern, einen für sich. Bongo war als letzter zur Welt gekommen und der kleinste.

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Wenn Bongo mal nicht in seinem Körbchen liegt, liegt er im Eingang der Schuhmacherei im Weg oder mitten auf dem Gehweg, den oft auch Touristen- oder Schülergruppen entlangkommen. Die würden dann, sagt der Schuster, wie Wasser einen Fels den kleinen Bongo umspülen, der sich keinen Millimeter von der Stelle rührt. Ein cooler Hund also, ganz so wie sich auch die menschlichen Kreuzberger gern sehen.

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