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Kreuzberg : Demo gegen Polizeikongress - befürchtete Krawalle blieben aus

Eine unangemeldete Demo gegen den Europäischen Polizeikongress verlief am Samstagabend in Kreuzberg ohne nennenswerte Zwischenfälle. Im Vorjahr hatte es aus gleichem Anlass schwere Krawalle gegeben.

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Foto: dpa/Archiv

Etwa 200 Mitglieder der linken Szene versammelten sich am Samstagabend am Lausitzer Platz in Kreuzberg versammelt, um gegen den „Bullenkongress 2014“ zu protestieren. Gemeint war der Europäische Polizeikongress, der am Dienstag und Mittwoch in Berlin stattgefunden hatte und gegen den im Internet mobilisiert worden war. Die befürchteten Krawalle blieben allerdings bis 22 Uhr aus.

Die Demonstration war nicht angemeldet worden, darauf hatten die Autonomen schon im Vorjahr bei gleichem Anlass verzichtet, um flexibler zu sein. Damals hatte es schwere Ausschreitungen gegeben, viele Schaufenster und Autos waren beschädigt, Barrikaden und ein Auto angezündet worden. Allerdings war es den Beamten recht schnell gelungen, den Aufzug zu stoppen und in Kleingruppen zu zerstreuen.

Diesmal war die Mobilisierung der Szene sehr viel geringer. Gegen 20.30 Uhr hatten sich die etwa 200 Teilnehmer auf dem Lausitzer Platz in Kleinstgruppen versammelt, die Polizei stand mit 350 Beamten bereit, zeigte sich anfangs aber nicht. Erst als der Zug auf der Eisenacher Straße in Richtung Köpenicker Straße loszog und dabei auch wenige Feuerwerkskörper gezündet wurden, stellten sich ihnen die Polizisten entgegen. Der Zug der Autonomen zerstreute sich in den Hinterhöfen der dortigen Neubauten. Auch in den Stunden danach blieb es ruhig, teilte die Polizei mit.

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