• Hönicke

    Unter Nachbarn

    Kevin Hönicke, 32 (Weitlingkiez) gelernter Kfz-Mechaniker und angestellter Lehrer in Berlin für die Fächer Physik und Mathematik. Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Lichtenberg und Kandidat der SPD Lichtenberg zur Bundestagswahl. Das wurde erst am Samstag entschieden: Hönicke erhielt gegen die zwei Mitbewerber Andreas Köhler und Alexander Woskanjan 37 von 50 Stimmen. „Es ist mein Anspruch, dass politisches Handeln den Alltag der Menschen konkret verbessert und einfacher macht“, sagte Hönicke. Als Beispiele führte er Reformen bei der Agenda 2010 und eine bessere Unterstützung für Alleinerziehende an. Hönicke ist seit 2011 Bezirksverordneter in Lichtenberg und Vorsitzender der SPD-Fraktion. Hönicke weiter: „Gerechtigkeit bedeutet zuvorderst gleiche Chancen für alle. Eltern – gerade Alleinerziehende – müssen sicher sein können, dass sie einen Kitaplatz bekommen, wenn sie ihn brauchen. Gute Bildung darf nicht von der Herkunft oder vom Wohnort abhängen. Menschen müssen von einer Vollzeitstelle ohne Aufstockung ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Dafür will ich mich im Bundestag einsetzen.“

    Das gefällt mir: Lichtenberg hat sich in den letzten Jahren vielfältig und in vielen Bereichen positiv entwickelt. Mir gefällt, dass der Bezirk aus den unterschiedlichsten Kiezen mit ihrem eigenen Charme besteht. Lichtenberg ist nie langweilig und ich bin gerne im Bezirk unterwegs. Die Mischung aus Großstadtlage, vielen grünen Freiflächen, in manchen Bereichen auch Dorfgefühl und viele Angeboten in den Kiezen macht diesen Bezirk lebenswert. Es gibt keinen Tag, an dem Lichtenberg langweilig wäre. Ein  Ausbrechen aus dem Großstadtfeeling im Landschaftspark Herzberge oder das Erholen  an einem unserer Seen in Lichtenberg gefällt mir immer.

    Das stört mich: Dass die Arbeit, welche viele Menschen ehrenamtlich für diesen Bezirk in den unterschiedlichsten Bereichen täglich bewältigen, zu wenig im öffentlichen Bewusstsein vorhanden sind und bewusst gemacht werden. Es ist schwierig deutlich zu machen, was im Bereich Kultur, Gesellschaft, sozialer Arbeit und Politik durch viele engagierte Personen erreicht wird. Dabei sind es Menschen, welche für dieses Engagement ihre Freizeit neben Beruf und Familie nutzen. Dabei kommt auch zu oft die Familie und die Freunde zu kurz. Diesen Menschen sollte im Alltäglichen mehr gedankt werden. Lichtenberg ist halt ein Bezirk der Arbeiterinnen und Arbeiter. Ob im Job, im Ehrenamt, zu Hause oder auch im Kleingarten. Dafür sollten wir mehr danken!

    Das empfehle ich: Gerne meckern, aber dass den Politikerinnen und Politikern auch mitzuteilen. Viele Dinge sind komplex und leichte Antworten auf schwierige Fragen sollten immer kritisch hinterfragt werden. Ich nehme mir gerne die Zeit für die Anliegen, Sorgen und Wünsche der Menschen und lasse mich gerne auch zu Gesprächen einladen. Ich suche gerne das Gespräch mit den Menschen in unserem Bezirk. Daher empfehle ich, die Möglichkeiten des Gesprächs zu nutzen. Ich würde mich freuen.

    Es kann auch sein, dass Ihnen Kevin Hönicke eine Postkarte in den Briefkasten geworfen hat. Mehr dazu in den Macher-Meldungen.

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von Robert Klages tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Lichtenberg,

Im Rechtsstreit um Berlins größtes Proberaumareal hat sich der Besitzer des Gebäudes, Shai Scharfstein, zum ersten Mal öffentlich geäußert. Über 1000 Musiker*innen fragen sich derzeit, ob sie weiterhin im Rockhaus arbeiten können. Scharfstein hat dem Betreiber Dirk Kümmele gekündigt, der Gerichtsstreit könnte sich noch Jahre hinziehen. Kultursenator Klaus Lederer und weitere Politiker*innen setzen sich für den Erhalt des Hauses aus. Scharfstein ist auch weiterhin nicht an einem Vermittlungsgespräch oder einen „Runden Tisch“ interessiert. Kümmele hatte zuletzt gefordert, Scharfstein solle sich klar und eindeutig zum Erhalt des Hauses bekennen. „Kein Musiker soll das Rockhaus verlassen“, heißt es nun in einem Brief von Scharfstein an die Künstler*innen. Er habe das Vertrauen zu Kümmele verloren, bietet den Mieter*innen aber an, sich über eine E-Mail-Adresse bei ihm zu melden. „Alle Musiker, die einen Vertrag mit dem Rockhaus haben, sollen bleiben können, wenn das gerichtliche Verfahren abgeschlossen ist.“ Man werde Vorschläge zur Verbesserung des Rockhauses entgegennehmen und einen neuen Betreiber finden. Am Donnerstag fand auch eine Mieter*innenversammlung im Rockhaus statt. Lesen Sie weiter in den Macher-Meldungen.

Alle Musiker*innen vom Rockhaus oder generell aus Lichtenberg sind auch herzlich eingeladen, sich und ihre Bands in diesem Newsletter vorzustellen. Dazu oder bei sonstigen Anliegen gerne eine Email an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Sie finden mich auch auf Facebook und Twitter

Unser Tipp für Sie

Die Ausstellung „In Farbe“ des in Berlin lebenden Künstlers Kai Schiemenz bildet den Auftakt der dreiteiligen Ausstellungsreihe „Glas“ im Mies-van-der-Rohe-Haus. Sie wird am Sonntag, den 2. April, um 16 Uhr in der Oberseestraße 60 eröffnet. Es spricht der Publizist und Kritiker Gerwin Zohlen. Die Ausstellung farbiger Glasskulpturen ist vom 2. April bis zum 25. Juni in dem Ausstellungshaus am Obersee zu sehen. berlin.dekaischiemenz.blogspot.de/