• Michael Grunst

    Michael Grunst

    , die Linke, möglicherweise neuer Bürgermeister von Lichtenberg (wenn bei der Wahl am 15. Dez. nicht wieder irgendein Eklat passiert).

    Unter Nachbarn

    Das gefällt mir: Die Aufbruchstimmung in Lichtenberg. Lichtenberg hat eine gute Entwicklung genommen. Viele Menschen sind in den vergangenen Jahren zugezogen. Die Kultur- und Start up Szene entdeckt Lichtenberg. Familien werden gegründet. Das ist eine schöne Entwicklung. Wir brauchen aber auch mehr Kitas und Schulen. Lichtenbergerinnen und Lichtenberger fühlen sich wohl im Bezirk. Das gefällt mir nicht: Jedes dritte Kind in Lichtenberg lebt von Transferleistungen. Die Mietenentwicklung und die zunehmende Zahl an Grundsicherungsempfängern sind besorgniserregend. Viele Menschen können ohne staatliche Unterstützung nicht leben. Hier muss Landes- und bundespolitisch gegengesteuert werden. Zur wirksamen Bewältigung von Armut ist es notwendig, dass Menschen Arbeit haben, von der sie leben können. Dafür braucht es weiterhin dringend Arbeitsplätze nicht nur im Dienstleistungsbereich und im Öffentlichen Dienst, sondern auch im produzierenden Gewerbe. Der Schutz und die gleichzeitige Weiterentwicklung der Lichtenberger Gewerbegebiete ist deshalb ein wichtiges kommunalpolitisches Anliegen. Das empfehle ich: Ein Besuch bei Lichtenberg47 im Zoschke (und natürlich anderer Sportveranstaltungen im Bezirk), der Naturschutzstation Malchow, der Parkaue, den Tierpark, Parklandschaft um den Ober- und Orankesee (mit dem Mies van der Rohe Haus) und und und. Am besten einfach eine Radtour durch Lichtenberg.

    Wollen Sie sich oder jemand anderen in dieser Rubrik vorstellen? Haben Sie etwas Besonderes im Bezirk entdeckt? Oder ärgert sie etwas, und Sie wollen darauf aufmerksam machen? Dann schreiben Sie mir unter leute-r.klages@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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von Robert Klages tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Lichtenberg,

die AfD wurde mit fast 20 Prozent gewählt, doch welche Aufgaben werden der Partei mit der BVV-Wahl am 15. Dezember zugeteilt werden? Wenn es nach dem Kooperationsvertrag von den Linken und der SPD geht, ist die AfD zukünftig für die sogenannten “regionalisierten Ordnungsaufgaben” zuständig.

Im Vorfeld wurde viel spekuliert, auch die Abteilung “Schule, Jugend und Sport” stand kurzzeitig im Gespräch. Diese soll nun die CDU übernehmen.

Das Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben ist unter anderem zuständig für die Beseitigung von Fahrzeugen ohne gültige amtliche Kennzeichen, das Einfangen von entlaufenen Tieren und die ordnungsmäßige Straßenreinigung.

Einen Überblick über die Aufgaben finden Sie hier.

Die Grünen übrigens bekommen kein Amt und keine Aufgaben.

Die Linken sollen für die “Abteilung Personal, Finanzen, Immobilien und Kultur”, sowie die “Abteilung Bürgerdienste, Gesundheit, Umwelt und öffentliche Ordnung” zuständig sein. Die SPD übernimmt die Verantwortung für die “Abteilung Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit und Soziales”.

Dem Kooperationsvertrag zufolge wird Michael Grunst neuer Bürgermeister und Birgit Monteiro nicht etwa Bezirksstadträtin, sondern stellvertretende Bürgermeisterin. Der Posten der Bezirksstadträtin soll der Linken Katrin Framke zukommen.

Robert Klages ist freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel und hat in sieben Jahren Berlin in fünf unterschiedlichen Bezirken gewohnt. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Auf Facebook und Twitter ist er auch, folgen Sie ihm gerne. Jeden ersten Mittwoch im Monat organisiert er den dreisprachigen Literaturabend „Der Lesende Krake“ in der Neuköllner Buchhandlung Raum B in der Wildenbruchstraße 4.

Robert Klages' Tipp für Sie

Eis, Kaffee, Kuchen, Sand. Eigentlich unschön an einer Hauptstraße gelegen, ist das “TreBo“ wohl eines der gemütlichsten Cafés von Karlshorst. Nicht nur lecker Kuchen, sondern auch ein schöner Spielplatz mit Sand und Palme vor der Tür findet man hier. Zum Café gehört zudem ein liebevoll gestaltetes“Kindercafé“. Hier kann man auch Windeln für 50 Cent bekommen! TreBo, das ist auch eine Ableitung der Straßennahen Teskowallee und Bopparder Straße. Außerdem eine Anlehnung zur französischen Sprache. TreBo gesprochen, im Französischen très beau geschrieben, heißt auf deutsch soviel wie “sehr schön“. Und das passt.
cafetrebo.de