• Fasan

    Unter Nachbarn

    Meine Kollegin Ronja Ringelstein war in Lichtenberg. Für die Tagesspiegel-Serie „Berliner Schnauzen“ hat sie den Diamantfasan im Tierpark portraitiert. Hier ein Auszug: „Das Leben eines Topmodels ist ein hartes, das ist nicht erst seit Heidi Klums Frauen verramschender Castingshow klar. Schönheit hat ihren Preis, und schlimmer noch, Schönheit geht vorüber. Eitelkeit und Vergänglichkeit. Bisher bezogen sich diese elementaren Fragen über das Sein meist auf das des Menschen. Doch im Berliner Tierpark, vor dem Gitter eines Käfigs in der Fasanerie stehend, kann einem doch Andreas Gryphius einfallen, während man auf dieses nichtmenschliche Wesen da unten guckt. Es scheint nicht sein bester Tag zu sein. Offenbar ist auch dieses Phänomen auf die Tierwelt übertragbar: Bad Hair Day.“ Den ganzen Artikel lesen: tagesspiegel.de

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von Robert Klages tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Lichtenberg,

Frauen und Männer sollen immer abwechselnd zu Wort kommen – so stellen sich die Grünen in Lichtenberg Gleichstellung vor. Eine derartige „quotierte Redeliste“ wurde im Bezirksparlament auch tatsächlich in zwei Sitzungen angewandt – umgesetzt mithilfe von Linken und SPD. Immer abwechselnd redeten Politikerinnen und Politiker. Nur wenn sich nach einem Mann keine Frau zu Wort meldete, durfte wieder ein Mann reden. Nach nur zwei Sitzungen wurde die Redequote allerdings wieder abgeschafft.

Die Senatsverwaltung für Inneres sieht eine „Einschränkung des Rederechts“ und äußerte Bedenken. Das flexible und spontane Agieren der Bezirksverordneten werde eingeschränkt und das Instrument von Rede und Gegenrede beschränkt. So könne keine lebendige Sitzung entstehen. Im Gegenteil sei zu befürchten, dass sich Abläufe verkomplizieren würden. Die Redequote sei auf der Bezirksjuristenkonferenz Ende Mai erörtert worden. Ergebnis: Dass sich Politikerinnen prinzipiell weniger als ihre männlichen Kollegen an Plenardebatten beteiligen würden, sei eine „nicht empirisch nachgewiesene Vermutung“. Pankow hat derzeit als einziger Bezirk eine Redequote, allerdings wird diese dort anders angewandt. Was in Lichtenberg versucht wurde, bezeichnet man dort als „Irrsinn“: tagesspiegel.de

Robert Klages ist freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel und versucht in Vollmacht all seiner Kräfte und Befugnisse eine Gastautorin für diesen Newsletter zu gewinnen und die Frau-Mann-Autorenquote wenigsten punktuell auszubauen. Wenn ihr Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps habt, schreibt ihm bitte eine E-Mail an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Auf allen wichtigen Sozialen Kanälen wie Facebook und Twitter und Instagram und Tinder ist er auch, folgt ihm gerne. Mehr zu seinen literarischen Bemühungen findet ihr auf robert-klages.de 

Susanne Kippenbergers Tipp

Für ihre Hotelkolumne „In fremden Federn“ hat Susanne Kippenberger diesmal in Lichtenberg übernachtet. Hier ein kleiner Ausschnitt: „Oder essen gehen. Man sollte in Lichtenberg essen gehen. Das tut der Berliner auch. Nicht beim Burger King an der Kreuzung schräg gegenüber, sondern hoch oben im zwölften Stock des Hotelturms. Im Skykitchen vergisst man die irdische Ödnis sofort. Herzlich empfängt die Restaurantleiterin die Glücklichen, die einen Platz erwischt haben.“ Die ganze Kolumne lesen: tagesspiegel.de