• Nachbarschaft

    Ronny und Leroy Range, Vater und Sohn, haben am Wochenende mit einem starken Team den 14. Range-Bau-Cup organisiert.

    In der Sporthalle am Blumberger Damm fand zwei Tage lang Deutschlands größtes Hallenturnier für U17-Fußballer statt. Die Hütte war voll, die Stimmung klasse – und einige große Klubs spielten auch mit. Zecke Neuendorf führte als Trainer die Hertha-Jugend an und schaute auch mal, welche Kicker bei der Konkurrenz was drauf haben. Der Hamburger Sportverein und der VfL Wolfsburg schickten ihre Talentscouts. Carla Kammer hatte ihren besten Nachwuchsspieler schon gefunden – sie jubelte ihrem Enkel zu, der bei Union Berlin mitspielte. 110 Spiele à zwölf Minuten: „Wann kannst du sowas schon einmal in diesem Bezirk sehen“, schwärmte Zuschauer Danny Schönfeld. Den Pokal gewann in diesem Jahr RB Salzburg durch Elfmeterschießen gegen den HSV. Hertha wurde Dritter. Mein Kollege Ferdinand Moeck hat mal vorbeigeschaut. Lesen Sie hier seinen Bericht. Foto: Oliver Behrendt/Contrastphoto

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-i.salmen@tagesspiegel.de.

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von Ingo Salmen tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Marzahn-Hellersdorf,

die Nase, der Hals, die Bronchien: Nimmt der Frost Sie auch mit, fährt der eisige Wind Ihnen in die Glieder? Tragen Sie es mit Stolz, Sie liegen voll im Trend. Denn Marzahn-Hellersdorf wies zuletzt mit einer Quote von 6,2 Prozent den höchsten Krankenstand aller Berliner Bezirke auf. Ohnehin schrumpft diese Stadt erst mal unser Gehirn, wie mein Kollege Lars Spannagel in Erfahrung gebracht hat. „Auch unser Gehirn besteht aus vielen Bezirken, die sich stark unterscheiden und zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind“, schreibt er. „Wäre Berlin ein Hirn, würden jüngere Ortsteile wie Hellersdorf und Hohenschönhausen, Gropiusstadt und Märkisches Viertel, das Frontalhirn bilden. Dieser Teil des Gehirns hat sich im Laufe der Evolution erst spät entwickelt, hier spielen sich Wille, Ratio und Vernunft ab.“ Das Problem: Die Großstadt stresst uns dermaßen, dass genau diese Fassaden schon wieder bröckeln (und da hat der Kollege den Schneestress noch gar nicht einkalkuliert).

Da müssen wir uns kaum wundern, dass nun sogar auch noch einer der wichtigsten Mitarbeiter der Hellen Tierarche erkrankt ist. Bei „Josch“ hat am Freitag die Kupplung den Geist aufgegeben. Mit dem Pritschenwagen holen die Mitarbeiter immer die Futterspenden ab, sammeln die Strohvorräte ein und schaffen Heuballen heran für die Schafe, Ziegen und Wollschweine am Oschatzer Ring. 800 Euro soll die Behandlung in der Werkstatt kosten, schreiben sie bei Facebook, und die Rechnung dürfte noch steigen, weil weitere Reparaturen anfallen, um den kleinen Laster im Februar durch den Tüv zu bringen. Wer also eine günstige Werkstatt kennt oder den ein oder anderen Euro zum Wohl der Tiere spenden möchte, kann sich an den Verein Mensch-Natur wenden. Da muss doch was zu machen sein, wenn alle ihr Hirn anstrengen …

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de.

Ingo Salmens Tipp für Sie

Die Sachgeschichten in der „Sendung mit der Maus“, sagen manche, sind für Erwachsene die letzte Gelegenheit, das nachzuholen, was sie in der Schule verpasst haben. Ähnlich verhält es sich mit den „Young People’s Concerts“ der New Yorker Philharmoniker, denen der großartige Leonard Bernstein einst zu ungeheurer TV-Popularität verhalf. Warum ich Ihnen das jetzt erzähle? Weil es auch im Bezirk eine kleine, aber feine Veranstaltungsreihe gibt, die Erwachsenen einen Zugang zu einem Bereich der Hochkultur verschafft, der ihnen in der Kindheit genauso wie danach verschlossen blieb: Bei den „Marzahner Konzertgesprächen“ in der Mark-Twain-Bibliothek stellen regelmäßig Praktiker der großen Berliner Bühnen Werke des aktuellen Spielplans vor.

Bei der nächsten Ausgabe am Mittwoch, 24. Januar, wird Roman Reeger ab 19 Uhr die Oper „Salomé“ von Richard Strauss mit musikalischen Beispielen erläutern. Strauss griff für die biblische Geschichte auf eine Vorlage von Oscar Wilde zurück; die Erzählung vom erotischen Verlangen der Königstochter nach dem im Kerker schmachtenden Propheten Johannes begeisterte und verunsicherte zugleich bei der Uraufführung 1905 in der Semperoper. Reeger wirkt als Dramaturg an der Neuinszenierung von „Salomé“ an der Staatsoper mit. Um Anmeldung unter Tel. 030/54704142 wird gebeten, der Eintritt zum Konzertgespräch ist aber frei. Vielleicht sitzt dann ja noch ein Opernbesuch drin. Vom 4. März bis zum 17. März steht „Salomé“ Unter den Linden im Programm. staatsoper-berlin.de

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