• Unter Nachbarn

    Wo liegt das Glück dieser Erde? Für viele am Ende der Mahlsdorfer Grunowstraße. Gabriela Lyck-Piehl (50) hat sich dort nach der Wende den Traum vom eigenen Reiterhof erfüllt. Sie pachtete ein altes Armeegrundstück, zimmerte mit Freunden Boxen zusammen, baute Koppeln und Reitplätze und kaufte ein paar Pferde. Inzwischen leben auf dem idyllischen Gelände mitten im Wald 50 Rösser, dazu Hühner, Tauben, Katzen und Hunde. Sogar zwei wilde Rehböcke haben hier ihr Zuhause. Vor allem aber ist der Hof die Heimat des Vereins Reitsportzentrum Waldesruh. Gabriela Lyck-Piehl ist selbst erfolgreich in der Dressur.

    Ihr Mann Wolfgang Piehl (66) war Ende der 60er Jahre Springreiter im DDR-Kader für die Olympischen Spiele, brach sich dann aber zwei Wirbel und musste die Profikarriere aufgeben. Stattdessen wurde er Automechaniker und Fernfahrer. Nach der Vereinigung kaufte er sich dann doch wieder ein Pferd, lernte dadurch seine Frau kennen und startete erfolgreich bei internationalen Turnieren. Heute bildet er junge Pferde aus und bringt Schülern aller Altersklassen das Springreiten bei. Viele Mahldorfer Kinder verbringen auf dem Hof ihre ganze Freizeit. Gabriela und Wolfgang sind zwei echte Originale und können wie kaum jemand anderes „einen vom Pferd“ erzählen.

    Foto: Christine Pudelko

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-i.salmen@tagesspiegel.de.

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von Ingo Salmen tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Marzahn-Hellersdorf,

geht es Ihnen auch manchmal so, dass Sie einfach abschalten wollen? Raus aus Berlin, raus aus Deutschland? Habe ich im Urlaub einfach mal gemacht. Zuletzt ein paar Tage in Bayern. Doch keine Sorge, Marzahn ist überall. Am Ammersee zum Beispiel gab es in der Fischräucherei Apfelschorle aus der Wolfener Straße. Und wissen Sie, worüber München gerade diskutiert? Über eine Seilbahn! Die könnte über die Isar führen – als Teil des öffentlichen Nahverkehrsnetzes … Wenn auch Sie es gern bajuwarisch mögen, können Sie das ab Freitag zu Hause haben: Dann startet an der Ecke von Landsberger Allee und Blumberger Damm die Marzahner Wiesn. Es gibt kein Entkommmen.

Auch mit mir müssen Sie bis auf Weiteres wieder Vorlieb nehmen. Danke an Robert Klages, der mich im Urlaub vertreten hat. Wie ich gehört habe, hat er schon einige Fans gefunden.

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de

Ingo Salmens Tipp für Sie

Nach dem Auftaktwochenende mit dem Demokratiefest nehmen die Interkulturellen Tage mit vielen Programmpunkten jetzt erst so richtig Fahrt auf. Am Mittwoch zum Beispiel laden „Kiek in“ und der Verein „weltgewandt“ um 14 Uhr auf „1001 Wort“ ins Stadtteilzentrum Marzahn-Nordwest, Rosenbecker Straße 25/27 – zu einem Gesprächscafé für Alt- und Neu-Berliner. Am selben Tag gibt es um 15 Uhr im Stadtteilzentrum Hellersdorf-Ost, Albert-Kuntz-Straße 58, schwedische Märchen und Köttbullar für Kinder. Im Frauentreff HellMa, Marzahner Promenade 41, referiert gleichzeitig die Historikerin Beate Neubauer über das Thema „Berlin war schon immer Zuwanderungsstadt“ und erinnert etwa an Böhmen und Hugenotten (wir denken an einen abgeschafften Finanzsenator). Am Freitag ist um 15 Uhr ein gemeinsamer Kiezspaziergang mit Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft Wittenberger Straße geplant, um den Marzahner Norden zu erkunden. Auf mehrere Termine verteilt sind auch die sechs Kurzfilme des Projektes „Wir sind Marzahn!“ der Volkssolidarität in Stadtteilzentren und der „Klinke“ zu sehen. 33 Menschen haben darin ihre Flucht- und Migrationsgeschichten verarbeitet. Das komplette Programm der Interkulturellen Tage mit vier Dutzend Veranstaltungen ist hier zu finden.

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