• Stolperstein Eva Wolff OTFW

    Unter Nachbarn

    Nicht viel ist überliefert aus dem Leben von Eva Wolff. Geboren 1878, wuchs sie als eines von neun Kindern der Eheleute Tannenberg in Hessen-Nassau auf, kam vermutlich schon als junges Mädchen nach Berlin. Dort heiratete sie später Meier Wolff, der bei der Jüdischen Kultusvereinigung arbeitete. Gemeinsam lebten sie in Prenzlauer Berg. 1929 starb Meier Wolff an einer Nierenentzündung. Seine Frau zog einige Jahre danach in die Nentwigstraße 10 in Kaulsdorf. Ab 1939 wohnte Eva Wolff vermutlich nicht ganz freiwillig zur Untermiete in der Landsberger Straße 10 in Mahlsdorf. Sie lebte von der Pension ihres Mannes. Mit 64 Jahren wurde Eva Wolff am 13. Juni 1942 „ausgebürgert“. Das war der Nazi-Jargon für die Deportationen: Der „15. Osttransport“ brachte sie vom Bahnhof Grunewald nach Sobibór. Im Konzentrationslager Majdanek verliert sich ihre Spur.

    Meier Wolff ist auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee begraben. Die Gemeinde pflegt seinen Stein. Die Grabstelle neben ihm ist bis heute frei. An Eva Wolff erinnert seit 2012 jedoch ein Stolperstein in der Nentwigstraße 10 – ihrer letzten selbst gewählten Wohnadresse.

    Quellen: stolpersteine-berlin.de / berlin.de
    Foto: OTFW/Wikipedia

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von Ingo Salmen tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Marzahn-Hellersdorf,

ab jetzt ist offiziell Kurze-Hosen-Zeit. Denn auch die IGA hat ihr Sommerkleid angelegt. In den letzten Tagen haben 20 Gärtnereien aus elf Bundesländern 100.000 Sommerblumen für 10.000 Quadratmeter Schaubeete und Präsentationsflächen geliefert. Sie sollen in den nächsten zwei bis drei Wochen ihre volle Blüte entfalten. Da kriegen sich die Gartenschaumacher gar nicht mehr ein vor Begeisterung: Es sollen „stattliche Stauden-Stars“ und „internationale Pflanzenstars“ dabei sein, „exotische Elfenspiegel“, „blaublütige Männertreu“, „himmelblaue Prunkwinde“ und „exotisches Elefantenohr“. Und es geht immer weiter: „Mexikanisches Feuer entfachen Fuchsien, Duftnesseln und Dahlien.“ Geranien und Gerbera stehen für die „Vielfalt der Pflanzenwelt aus Südafrika“. Und ich hatte mich gerade noch daran erfreut, dass die Pfingstrosen auf meinem Tisch sich auch am vierten Tag noch ganz passabel in der Vase halten – oder ist das jetzt zu bescheiden?

Ingo Salmen ist Online-Redakteur beim Tagesspiegel. Und bei Twitter ist er auch zu finden. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-i.salmen@tagesspiegel.de.

Ingo Salmens Tipp für Sie

„Familienalbum“ heißt die aktuelle Platte, und von dieser Sorte ist auch das Musikprogramm, das die IGA-Besucher am kommenden Wochenende erwartet. Die Prinzen stehen für Unterhaltung für alle und jeden. Das kann man nun ein bisschen zu glatt finden, aber niemand kann bezweifeln, dass die Band seit mehr als einem Vierteljahrhundert feinsten A-Capella-Pop mit Rafinesse bietet. Die Jungs haben’s nun mal gelernt, ausgebildet beim Thomanerchor, und deshalb verwundert es nicht, dass es für das Konzert in der IGA-Arena an diesem Freitag, 23. Juni, um 20 Uhr nur noch Restkarten gibt. Und apropos Knabenchor: Das einfache IGA-Ticket genügt schon, um am Sonnabend, 24. Juni, den Dresdner Kreuzchor in der Arena zu erleben, der auf eine über 800-jährige Tradition zurückblickt. Das Konzert dauert von 17.30 bis 18.45 Uhr und bietet auch viel Familiäres: von McCartney über Brahms bis Gershwin.

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