• mutlu

    Unter Nachbarn

    Özcan Mutlu, 49, sitzt für die Grünen im Bundestag, wo er als Sprecher für Sport- und Bildungspolitik fungiert. Für Mitte will er im September als Direktkandidat wieder in den Bundestag einziehen. Über die Landesliste dürfte es eher schwierig werden.

    Herr Mutlu, was macht Mitte aus? Mitte ist Vielfalt. Hier sind Potsdamer Platz und Soldiner Kiez, Jung und Alt, Craft Beer und Pilsator, Urberliner und Menschen aus aller Welt. Diese Vielfalt macht Mitte so spannend und herausfordernd. Ich bin sehr dankbar, hier Politik gestalten zu dürfen. Ich mache gerne eine Tour durch den Bezirk, wenn ich ausländische Delegationen zu Gast habe – die Vielfalt von Mitte begeistert jeden und jedesmal entdecke ich etwas Neues.

    Was möchten Sie für Mitte im Bundestag erreichen? Für mich ist Bildung das wirksamste Instrument zur Integration. Daher müssen wir mehr in die Bildung investieren. Es kann nicht sein, dass in einigen Schulen ein Viertel der Schüler*innen keinen Abschluss macht. Manche Schultoiletten stinken so sehr, dass Schüler*innen aus Angst, aufs Klo zu müssen, den ganzen Tag nichts trinken. Das dürfen wir nicht hinnehmen! Für die Aufstiegschancen eines Kindes muss entscheidend sein, was es leisten kann – nicht was die Eltern sich leisten können. Daher will ich im Bundestag weiter für mehr Bildungsgerechtigkeit, gute Bildung für alle und das Ende des Kooperationsverbotes kämpfen. Deshalb möchte ich dieses Mal meinen Wahlkreis direkt gewinnen.

    Was sind Ihre Lieblingsorte im Bezirk? Nach einem stressigen Sitzungstag schätze ich in Mitte die Natur, die nur wenige Minuten vom Regierungsviertel zum Greifen nah ist. Gerne mache ich einen Spaziergang entlang der Panke oder im Volkspark Rehberge. Wenige Minuten mit der U6 und man ist mitten im Grünen – wenn Tegel endlich geschlossen ist, wird es hier noch schöner. Oder die vielfältigen Restaurants am Arkonaplatz, wo ich mit Freunden immer gerne bin.

    In den nächsten Wochen stellen wir hier auch die anderen Direktkandidaten aus Mitte vor.

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
Laura Hofmann. von Laura Hofmann tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Mitte,

spätestens an den vielen orangefarbenen Halstüchern, welche die Hälse beseelt lächelnder Menschen schmücken, werden Sie es gemerkt haben: Berlin ist Kirchentag! Zumindest an diesen fünf Tagen. Hoher Besuch in unserem Bezirk: Barack Obama hat gestern mit Angela Merkel vor dem Brandenburger Tor diskutiert, so richtig begeistern konnte er die Menge diesmal jedoch nicht. Genächtigt hat er übrigens wieder im Adlon. Meine Kollegen und ich begleiten den Kirchentag und das DFP-Pokalfinale auch morgen wieder im Liveticker.

Genervte Atheisten müssen noch bis Sonntag aushalten, dann ist unser Bezirk vom Kreuz auf der Straße des 17. Juni befreit und die Pfadfinder verlassen die Stadt. Apropos Straße des 17. Juni: Die Linke in der BVV Mitte hat eine Anfrage zu den Sondernutzungsgebühren für Veranstaltungen auf eben dieser Straße und in angrenzenden Bereichen für das Jahr 2016 gestellt. Das Ergebnis: Am teuersten war – keine große Überraschung – die Fanmeile zur Fußball-EM mit 91.386,02 Euro. Die Fashion Week im Januar hat 57.602,65 Euro Sondernutzungsgebühren gekostet. Am günstigsten schlug die Demonstration zum 1. Mai mit 1.274 Euro zu Buche.

Laura Hofmann ist beim Tagesspiegel in der Berlin-Redaktion und als Homepage-Managerin tätig. Im wilden Wedding war ihr erstes Berliner Zuhause, nach Abstechern nach Prenzlauer Berg fühlt sie sich nun in Mitte-Mitte Zuhause. Und sucht im Kiez rund um die Ackerstraße nach dem, was den Bezirk heute ausmacht. Auf Twitter können Sie ihr auch folgen. Oder Sie schreiben ihr eine E-Mail: laura.hofmann@tagesspiegel.de

Laura Hofmanns Tipp für Sie

Mein erstes Zuhause war eine Hinterhofwohnung in der Malplaquetstraße in Wedding. Die Straße ist toll, noch heute suche ich sie gerne auf, vor allem auch wegen der leckeren Scones im Café Largo. Früher hieß das großräumige Café „Tassenkuchen“, im Februar hat die Betreiberin gewechselt, die Karte, die Rezepte und das Personal wurden aber übernommen und ergänzt. Neben Scones gibt es auch Cupcakes, herzhafte Tarts und am Wochenende All-you-can-eat-Pancakes. Toll für ein süßes Frühstück, zum Arbeiten und auch für kleine Kinder. Vielleicht treffen wir uns mal dort. Café Largo, Malplaquetstraße 33, 13347 Berlin. Geöffnet täglich von 10:30 – 19 Uhr.

Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.