• Christina Schwarzer

    Christina Schwarzer

    , im Bundestag für Neukölln, CDU, Familien- und Digitalpolitikerin.

    Unter Nachbarn

    Das gefällt mir: Die vielen Ehrenamtlichen in unserem Neukölln, die sich für andere einsetzen, sei es bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Schülerhilfe oder beim Vereinssport. Jeder Ehrenamtliche ist extrem wichtig. Danke an alle! Das nervt mich: Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer – ich sag immer, dass es in Neukölln eine eigene Straßenverkehrsordnung zu geben scheint. Jeder macht was er will – damit muss endlich Schluss sein. Das empfehle ich: Den Gutshof Britz – einfach mal im Museum Neukölln vorbei schauen und anschließend den Tieren einen Besuch abstatten oder ins Konzert gehen. Erholung pur.

    Wollen Sie sich hier vorstellen, oder kennen Sie jemanden, der in dieser Rubrik vorkommen sollte? Schreiben Sie mir eine Mail an leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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Sabrina Markutzyk. von Sabrina Markutzyk tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Neukölln,

wie sagte Bertolt Brecht? “Wäre es nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein neues?” Ein wenig fühlt man sich an diesen Spruch erinnert, wenn man das Verhalten von SPD, Grünen und Linken in der Neuköllner BVV beobachtet. Klar, sie mögen die AfD nicht, das ist ihr gutes Recht. Sie kritisieren deren Stadträte als teils rechtsradikal – auch das ist okay. Was nicht geht: Sie weigern sich, den AfD-Kandidaten Bernward Eberenz (der bisher keineswegs durch radikale Umtriebe aufgefallen ist) in das Amt des Umweltstadtrats zu wählen. Die Linken wollen nicht mal mit ihm reden. Und das aus rein ideologischen Gründen, nicht etwa, weil es Vorbehalte gegen den Kandidaten gebe. Das ist, bei aller Kritikwürdigkeit dieser Partei, undemokratisch. Dürfen wir daran erinnern, dass die AfD mit 12,7 Prozentpunkten in die Neuköllner BVV gewählt wurde? Nur nebenbei bemerkt: Die Linken bekamen 12,2 Prozent. Wann lernen die Parteien endlich, dass man Rechtspopulisten nicht mit Verweigerung, albernem Aktionismus und T-Shirt-Sprüchen begegnen sollte, sondern mit Fakten und Argumenten? Dann entlarven sie sich meistens schnell als Sprüchemacher ohne Hintergrund. Das sehen auch die Wähler. Auch in Neukölln wird das so sein – und die Regierung muss sich kein neues Volk wählen…

Sabrina Markutzyk ist in Urlaub. Für sie schreibt Arno Makowsky aus der Tagesspiegel-Redaktion. Wenn Sie Anregungen für Leute in Neukölln haben, Kritik, Wünsche, Tipps, schreiben Sie bitte eine E-Mail an leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de. Twitter: @wienervig

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Sabrina Markutzyks Tipp für Sie

Shtetl Neukölln. Shtetl waren kleine jüdisch geprägte Städte in Zentral- und Osteuropa, mit ganz eigener Kultur und Lebensgefühl. Heute ist davon fast nichts mehr übrig, aber ihre Musik lebt weiter. In Neukölln lebt seit ein paar Jahren auch wieder ein Hauch von jüdischer Kultur auf – geprägt durch junge Israelis, die es nach Berlin zieht. Bis Sonntag feiert Shtetl Neukölln jetzt die jiddische Kultur dieser Stadt. Mit Workshops, und vor allem: mit Musik. Die Veranstaltungen finden hauptsächlich in der Werkstatt der Kulturen statt, aber auch Bars wie das Oblomov machen mit.
Höhepunkt: Der Klezmer Dance Ball am Samstag. Die Tagessessions sind umsonst, die Abendkonzerte kosten 10 Euro Eintritt. Alle Infos zum Programm gibt es hier.