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    Unter Nachbarn

    Kazim Akboga ist von uns gegangen. Seine Videos hat der Künstler in einer kleinen Neuköllner Erdgeschoss-Butze aufgenommen. „Akboga war einer dieser Künstler, die sich selbst ernster nehmen, als ihr Publikum es tut. Es war ihm alles andere als egal, was er tat. Hart im Urteil über sich selbst, stark zweifelnd daran, ob das, was er machte, seinen eigenen Ansprüchen genügte“, schreibt Doris Akrap in ihrem Nachruf für die taz. Er war niemals egal. In Erinnerung an ihn dieses „Fünf Minuten Stadt“ von Mehr Berlin vom 24. September 2016.

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Sabrina Markutzyk. von Sabrina Markutzyk tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Neukölln,

Geht plötzlich alles so schnell: Zwei neue Mileuschutzgebiete will Stadtrat Jochen Biedermann beschließen – die ersten ihrer Art südlich der Ringbahn. Die Voruntersuchungen für die Gegend um den Hertzbergplatz und Treptower Straße sowie das Areal zwischen Silberstein- und Glasower Straße laufen schon. Bei der Infoveranstaltung dazu haben sich Bewohner des ausgelassenen Zipfels an der Grenze zu Tempelhof beschwert – sie wollen auch.

Und dann auch noch gute Nachrichten von der Baustelle, die Verrückte macht: Die Karl-Marx-Straße bekommt den durchgängigen Fahrradstreifen – noch bevor die Baustelle fertig ist! Das ist trotzdem erst Anfang 2018. Da werde ich fast noch zum Radfahrer, also fast.

Sabrina Markutzyk ist Social-Media-Chefin beim Tagesspiegel und Mitgründerin des Online-Magazins neukoellner.net. Wenn Sie Anregungen für Leute in Neukölln haben, Kritik, Wünsche, Tipps, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de. Twitter: @wienervig

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Sabrina Markutzyk Tipp für Sie

Mit Kippa durch Neukölln laufen, und gucken, was passiert. Versuche dieser Art sind meist keine journalistischen Sternstunden. Mariam Lau von der Zeit hat es trotzdem getan. Mit Jeduah Teichtal, orthodoxer Rabbiner.

„… Zwei jüngere Männer gehen an ihm vorbei, der eine dreht an seiner Gebetskette. Sie sagen nichts. Doch ihre Blicke sind eisig. Ein Mann rempelt Teichtal an, eine Frau spuckt im Vorbeigehen auf die Straße – ob aus Versehen oder mit Absicht, ist beide Male nicht ganz klar. Leute hupen an der Ampel, grinsen ihn an, fühlen sich gedrängt, seine Gegenwart irgendwie zu kommentieren. Das hier ist sicher keine No-go-Area, niemand bedroht den Rabbiner mit physischer Gewalt. Aber es fühlt sich alles nicht gut an, nicht selbstverständlich ….“

„Unterwegs an der Front“ – hier der ganze Text.

Foto: Dominik Butzmann für „Die Zeit“