• Apotheke Hohenzollern

    Unter Nachbarn

    Schluss nach 117 Jahren. Die Apotheke Hohenzollern auf der Karl-Marx-Straße gibt auf. Mieterhöhung. „Meine Familie war diese Apotheke. Erst mein Großvater, dann mein Vater und nun ich“, sagt Dr. Sabine Göhr-Rosenthal. Bis zum 30. November noch, dann schließt die Tür zum letzten Mal. „Damit wird eine Ära zu Ende gehen. Nicht nur für mich, sondern auch für die Karl-Marx-Straße, in der es dann noch weniger Ärzte und Apotheken gibt“.

    Text/Foto: Karl Grünberg; Vorschläge: leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de

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Sabrina Markutzyk. von Sabrina Markutzyk tagesspiegel
Liebe Nachbar*innen aus Neukölln,

vergangenen Mittwoch stand an dieser Stelle: „Denkbar wäre freilich, dass das Ergebnis von ein paar ausgebuddelten Stolpersteinen Folgendes ist: Mehr Stolpersteine. Viel mehr. Kann passieren.“

Wird passieren. Bei der Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ kamen 1355 Euro an, beim Bezirksamt 1130 (Stand Mittwoch, 15.30 Uhr), bei der Berliner Koordinierungsstelle Stolpersteine 3300. Macht 5785 Euro aktuell. Ausschließlich von Privatpersonen, teilen das Büro des Stadtrats Jan-Christopher Rämer und das Museum Neukölln auf Nachfrage mit, Beträge zwischen 20 und über 200 Euro, und: „Wir erwarten noch mehr.“ Schließlich haben auch einige Parteien, Verbände etc. Geldspenden angekündigt (nicht vergessen!).

Da obendrauf kommt die Deutsche Wohnen, der ein Großteil der Häuser in der Hufeisen-Siedlung gehört. Die Wohnungsgesellschaft hat verkündet: Wir geben das Geld für alle gestohlenen Steine (beim Bezirksamt oder dem Museum Neukölln ist das allerdings noch nicht angekommen).

Heißt: Beinahe sämtliche Spenden können für neue Steine verwendet werden. Abzuwarten bleibt lediglich, wie viel die Neuverlegung der entwendeten Steine kosten wird – das übernimmt diesmal das Neuköllner Tiefbauamt – mit Betonfundament. Bis das geklärt ist: Einfach weitermachen.

Danke für die Aufmerksamkeit.

Bezirksamt Neukölln / Berliner Sparkasse / lBAN DE101005 0000 1410 0038 05 / Verwendungszweck: Stolpersteine

Der Autorin Sabrina Markutzyk auf Twitter folgen: @wienervig / instagram
E-Mail: leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de

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