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    Unter Nachbarn

    Jan Wagner, Lyriker und frisch gebackener Georg-Büchner-Preisträger

    Die „höchste und bedeutendste literarische Auszeichnung“ wurde dieses Jahr einem (ursprünglich Hamburger) Neuköllner zuteil. Jan Wagner erhielt den Georg-Büchner-Preis (Preisgeld: 50.000 Euro) für sein lyrisches Werk. Laut Kollege Gerrit Bartels schreibt Wagner Gedichte, die sich für Einsteiger in dem Gebiet eignen. Also für Leute, die eigentlich nicht so gerne Gedichte lesen. Daneben ist er auch Prosa-Autor und schreibt „beiläufig“ Texte über seine Erfahrungen, z.B. in Neukölln oder Kalifornien. Er lobt sich vor allem seine Sauklaue, der er einen „aufregenden Mehrwert“ zuspricht – nämlich zu erraten, was er denn so beiläufig hingekritzelt hat. Also aufgepasst: Auch mit Sauklaue lassen sich Georg-Büchner-Preise gewinnen! tagesspiegel.de

    Wer einen Vorschlag hat, welcher Mensch hier unbedingt vorgestellt gehört: Gerne mailen an leute-s.markutzyk@tagesspiegel.de

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Judith Langowski von Judith Langowski tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Neukölln,

wann mussten Sie das letzte Mal zum Facharzt in Neukölln? Wenn es Ihnen so ging, wie eine aktuelle Studie erhoben hat, mussten Sie wohl lange auf einen Termin warten, oder gleich in einem anderen Bezirk suchen. Denn die Lage in Neukölln ist – was die ambulante Ärzteversorgung angeht – berlinweit die zweitschlechteste. Auf 100.000 Einwohner kommen in unserem Bezirk nur knapp 60 Hausärzte. Nur in Lichtenberg sind es weniger (51,8). Daher haben die beiden Bezirke entschieden, die Situation selbst in die Hand zu nehmen. Nun sollen eigene, von den Bezirken betriebene Praxen entstehen. Mehr dazu in den Meldungen.

Judith Langowski lebt eigentlich in Schöneberg. Heute berichtet sie aus Neukölln, den Rest der Zeit redigiert sie die Tagesspiegel-Leute Newsletter. Sie können ihr auf Twitter folgen (@the_langow) oder eine Mail schreiben.

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Fatina Keilanis Tipp für Sie

Neuköllner Mischung, was fällt Ihnen dazu ein? Sperrmüll am Straßenrand, betrunkene Deutsche, PS-Stärke, Kriminalität, Gewalt, Multiproblemkiez garniert mit Hundekacke? Nein, die „Neuköllner Mischung“ ist etwas viel Lieblicheres. So heißt nämlich das Tütchen mit Blumensamen der Sorten „gefüllte Sonnenblume Teddybär“ sowie „Schmuckkörbchen, Cosmea“, die der Bezirk im Rahmen seiner Kampagne „schön wie wir“ verteilt.
„Neukölln blüht auf!“ steht auf dem Beutel, gepaart mit der Aufforderung, mitzumachen: „Jede Terrasse, jeder Balkon und auch jede Baumscheibe zählt!“ Anders als andere Bezirke fördert Neukölln das Urban Gardening (siehe auch: schoen-wie-wir.de). Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) ist in Aktion zu sehen, mit dem Besen in der Hand. Mitgemacht haben kopftuchtragende Stadtteilmütter genauso wie Grundschüler, Amtsgerichtsmitarbeiter, der Heimatverein Rudow, aber auch Firmen wie Gegenbauer, Wall, die Deutsche Bank und Kieser Training. Um zu säen, ist jetzt letzter Drücker – sonst blüht es nicht mehr auf. Es gibt laut Bezirksamt noch Tütchen. Also ran! Tütchen-Info unter Tel.: 90239-2285.