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    Unter Nachbarn

    Alexander Berlin, 35 Jahre, besitzt ein Grundstück in der sogenannten Stegesiedlung an der Schönholzer Heide.

    Was mich umtreibt: Seit mehr als zwei Jahren versuche ich eine Baugenehmigung zu bekommen, um mein Grundstück mit einem Haus für meine Familie bebauen zu können. Im Dezember 2015 haben wir den Bauantrag eingereicht. Mehr als ein Jahr später kam nach langem Hin und Her der ablehnende Bescheid. Nun bleibt nur noch die Klage.

    Warum ich nicht bauen darf: Für die Stegesiedlung gibt es keinen Bebauungsplan. Doch es gab hier immer Häuser, auch nach der Wende wurden weiter Baugenehmigungen erteilt. Die letzte im September 2015. Und obwohl auch auf unserem Grundstück schon früher Leute wohnten, heißt es jetzt, die Straßen der Siedlung, für die das Bezirksamt verantwortlich ist, seien teilweise zu schmal. Der Bezirk argumentiert, unser Vorhaben habe Vorbildwirkung für weitere Projekte. Warum das nach mehr als 150 gebauten Häusern gerade auf uns zutreffen soll, erschließt sich mir nicht und erscheint willkürlich.

    Was mich besonders ärgert: Im Zuge der Bauberatung wurde unser Grundstück vom Straßen- und Grünflächenamt angesehen. Dort kam man zu der Auffassung, mit einigen Auflagen sei die Erschließung gegeben und ein Bauantrag genehmigungsfähig. Wir bekamen auch eine Bescheinigung von der Stadtplanung für unsere Bank, in der bestätigt wird, dass es sich bei unserem Grundstück um Bauland handelt. Als sich der Bauantrag dann doch schwierig gestaltete, gab uns der frühere Baustadtrat Jens-Holger Kirchner zu verstehen, dass man uns entgegenkommen werde. Trotzdem wurde der Antrag abgelehnt. Als Bürger fühle ich mich da regelrecht verschaukelt.

    Die ganze Geschichte von Familie Berlin lesen Sie hier.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-u.scheffer@tagesspiegel.de

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von Ulrike Scheffer tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Pankow,

Schüler der Bornholmer Grundschule haben gestern die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gerockt. Ihre Schule in der Ibsenstraße soll erweitert werden, doch dafür muss möglicherweise der Schulgarten weichen. Mit Plakaten und einem selbst geschriebenen Protestsong marschierten Kinder, Lehrer und Eltern am Mittwoch in den BVV-Saal ein. In der Einwohnerfragestunde trugen die Grundschüler dann selbst Argumente für den Erhalt des Öko-Gartens vor. Ihr mutiger Auftritt wurde mit tosendem Applaus gefeiert.

Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU), der für das Bezirksamt antwortete, konnte einem fast etwas leidtun. Schließlich muss der Bezirk dringend neue Schulplätze schaffen. Er versprach aber, auch alternative Standorte für die Erweiterung zu prüfen. Vor 2020 steige man nicht in die konkrete Planung ein. Der Garten soll außerdem erhalten werden, er müsse aber eventuell verlegt werden, sagte Kühne. Die Kinder zogen halbwegs zufrieden ab – die BVV wurde so zu einer Lehrstunde in Sachen praktischer Demokratie.

Ulrike Scheffer lebt seit 16 Jahren im Bezirk und betreut das Pankow-Portal auf tagesspiegel.de. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-u.scheffer@tagesspiegel.de

Ulrike Scheffers Tipp für Sie

Am Wochenende findet das zweite Berliner „African Food Festival“ statt. Leider nicht in Pankow, sondern auf dem Gelände des ehemaligen Magdalena-Clubs in Friedrichshain (Alt-Strahlau 1). Mit dem Ataya Caffe (Heimatadresse: Zelterstraße 6 in Prenzlauer Berg) ist aber ein Pankower Lokal vertreten, das etwas ganz Besonderes zu bieten hat: vegane Gerichte mit senegalesischen und italienischen Einflüssen. Das schmeckt garantiert auch allen, die sich nicht vergan ernähren. Wer es nicht nach Friedrichshain schafft, kann aber auch im Savanna in der Sredzkistraße 26 sehr gut afrikanisch essen. Achtung Fleischliebhaber: Hier können Sie sogar Krokodil probieren. tagesspiegel.de

Foto: Kristina Rütten

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