Berlin-Pankow : Pankower wollen Nachtfahrverbot für Güterzüge

Und ständig dieser Lärm: Anwohner fordern ein Fahrverbot für die lauten Züge zwischen 22 und 6 Uhr. Die Bahn hält davon wenig.

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Viele Anwohner stört der Lärm der nächtlichen Güterzüge. Symbolfoto: dpa
Viele Anwohner stört der Lärm der nächtlichen Güterzüge.Symbolfoto: dpa

Laute Güterzüge, vorwiegend mit Kesselwagen, sollen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht mehr auf der Stettiner Bahn durch Berlin-Pankow donnern. Messungen hätten ergeben, dass der Krach nachts bis zu 40 Mal 90 Dezibel überschreite. Eine Umfahrungsstrecke gebe es über den Außenring um Berlin herum.

Ein Nachtfahrverbot, analog dem Nachtflugverbot, ist nach Ansicht der Bahn nicht möglich, weil Bahnunternehmen die Trasse frei wählen können müssten. Die Initiative kämpft sein Jahren für einen Schutz vor dem Bahnlärm. Sie erwägt jetzt auch eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe.

Ansetzen müsse man hier vor allem bei der Technik der Lokomotiven und Wagen, sagte der TU-Experte Markus Hecht jetzt auf einem Parlamenarischen Abend des Pankower Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup (SPD). Dann reichten niedrige Lärmschutzwände aus.

Die S-Bahnlinie S7: 47 Kilometer Berlin - von West nach Ost
(Station 1: Potsdam. 1. April 1992 - endlich fährt die S-Bahn wieder nach Berlin (damals begann alles mit der S3 nach Erkner, die heute allerdings nicht nach Potsdam fährt, sondern zum Ostkreuz). Damals hieß der Bahnhof noch "Potsdam Stadt". Und der Hauptbahnhof lag woanders, nämlich im Wald - und ist heute weitgehend vergessen. Wir aber steigen ein in die S7 - hier die Fakten: 29 Stationen, 47 Kilometer, 74 Minuten Fahrzeit. Zurrrrrrückbleiben! Foto: ImagoWeitere Bilder anzeigen
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14.07.2015 10:57(Station 1: Potsdam. 1. April 1992 - endlich fährt die S-Bahn wieder nach Berlin (damals begann alles mit der S3 nach Erkner, die...

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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