Eingeschränkter S-Bahn-Verkehr : Kein Chaos in Pankow

Der erste Arbeitstag ohne durchgehende S-Bahnverbindung in die Innenstadt lief in Pankow besser, als viele befürchtet hatten.

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Leer war es nur im S-Bahn-Tunnel, der mehrere Monate gesperrt sein wird.
Leer war es nur im S-Bahn-Tunnel, der mehrere Monate gesperrt sein wird.Foto: dpa

Auch das noch! Wer am Montagmorgen statt mit der S-Bahn mit den Auto zur Arbeit fahren wollte, der hatte ein echtes Problem: Frost. Eiskratzen war also zunächst angesagt, was wertvolle Zeit kostete. Auf Pankows Straßen lief es dann allerdings besser, als viele befürchtet hatten. "Voll, insgesamt aber im Rahmen", schrieb ein Pankow-Blog-Leser per SMS aus dem "ganz normalen" Montagsstau auf der Provinzstraße. Auch auf der Strecke über die Wollankstraße war es an diesem Morgen voller. Das ganz große Chaos blieb aber aus.

Stehen in der U 2

Und die öffentlichen Verkehrsmittel? Viele Pankower wichen offenbar auf die U 2 aus. Die Folge: "Ab Pankow mussten schon Leute stehen", schreibt ein Leser an den Pankow-Blog. Wirklich überfüllt sei die U-Bahn aber auch nicht gewesen.

Eine andere Leserin überlegte zunächst, es doch mit der S-Bahn zu versuchen. Mit der S 45 wollte sie bis Westkreuz fahren und dann in die S 7 nach Potsdam umsteigen. Doch neun Minuten Umsteigezeit am Westkreuz und eine Störung auf dem Ring erschienen ihr dann doch als Zumutung. "Ich habe mich daher für die 2. Option entschieden: U 2 bis zum Alex, dann RE 1 nach Potsdam", schreibt sie. Die Überraschung: Die Fahrzeit war sogar eine Minute kürzer als ihre übliche Verbindung. Die alternative Strecke gefiel ihr aber nicht sonderlich. Der Bahnhof am Alexanderplatz sei ungemütlich, die Menschen dort viel gestresster und gehetzter als an der Friedrichstraße. Ihr Fazit des ersten Tages ohne durchgehende S-Bahn-Verbindung: "Doof".

Freie Fahrradwege

Für alle, denen es ähnlich erging, hier noch ein Tipp eines Kollegen vom Tagesspiegel: "Bei ungefähr 0 Grad war der Radweg entlang der Schönhauser Allee angenehm leer. Kann ich nur empfehlen!"

Telefonische Hilfe: Wer seine optimale Ausweichroute durchs Nahverkehrsnetz noch nicht gefunden hat, kann sich unter Tel. 0 30/29 74 33 33 auch an das Kundentelefon der S-Bahn wenden.

 

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Autor

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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