Gemeinsame Sache in Pankow 2015 : Lauter Strolche machen sauber

In Pankow packten zu den Aktionstagen "Saubere Sache - Gemeinsame Sache" vor allem Kinder mit an. In der Flüchtlingsunterkunft in der Storkower Straße wurde außerdem eine Spende für Flüchtlingskinder übergeben.

von

Flüchtlinge und „Serve the City“ säubern Mauerpark

 Auch im Mauerpark wurde am Aktionstag Ordnung geschafft. Die Freiwilligen der Initiative „Serve the City“ waren gemeinsam mit 25 Flüchtlingen vor Ort und haben den Mauerpark vom Müll befreit. „Wir arbeiten seit einem halben Jahr mit der Berliner Stadtmission zusammen und unterstützen die Notunterkunft für Flüchtlinge am Hauptbahnhof“, sagt „Serve the City“-Gründerin Christine Thumm.

Flüchtlinge der Notunterkunft am Hauptbahnhof säubern gemeinsam mit Freiwilligen der Initiative "Serve the City" den Mauerpark. Foto: Serve the City
Flüchtlinge der Notunterkunft am Hauptbahnhof säubern gemeinsam mit Freiwilligen der Initiative "Serve the City" den Mauerpark.Foto: Serve the City

„Am Aktionstag waren wir auch bei der Traglufthalle am Hauptbahnhof und haben mit den Flüchtlingen Tischtennis und Fußball gespielt.“ Spontan sei dann die Idee gekommen, die Flüchtlinge mit zum Mauerpark zu nehmen. Die BVG-Tickets für die Fahrt zum Aktionsort hat die Initiative gesponsert. „Viele waren sofort bereit mitzukommen und haben anschließend tatkräftig beim Saubermachen mitgeholfen“, sagt Thumm. „Schließlich ist es wichtig, dass die Menschen nicht nur den ganzen Tag in der Notunterkunft sitzen, sondern sich auch am öffentlichen Leben beteiligen können.“ Nach getaner Arbeit wurde trotz Regen am Abend gemeinsam gegrillt.

Die beiden Mädchen haben Spaß an der Arbeit. Foto: Jessica Tomala
Die beiden Mädchen haben Spaß an der Arbeit.Foto: Jessica Tomala

Gemeinschaftsputz im Frühjahr wie im Herbst

Elisa hat mächtig Spaß. Gemeinsam mit ihrem Vater zerkleinert die Fünfjährige die zuvor abgeschnittenen, toten Äste und Zweige mit einem kleinen Häcksler. Rund 80 Eltern und Kinder sind zum Helfen gekommen und der Holzberg neben Elisa wird immer größer.

„Wir räumen auch den Schulgarten auf, jäten Unkraut, säubern die Abflussrohre und befreien die Straße vor der Schule vom Laub“, sagt Gisela Bloeck vom Förderverein der Elizabeth-Shaw-Grundschule in Pankow.

Das gemeinsame Saubermachen hat auf der Schule schon Tradition: „Auch im Frühjahr laden wir Eltern und Kinder immer zum Verschönern des Schulhofs ein“, sagt Bloeck. Ganz diszipliniert haben sich die Freiwilligen in Listen eingetragen, die auf dem Schulgelände aushängen.

Auf den Listen ist genau angeben, welche Arbeiten verrichtet werden müssen. „Im Anschluss haben wir für die fleißigen Helfer noch ein kleines Buffet vorbereitet“, sagt Förderverein-Vorsitzende Katrin Kahlbaum.

Sport-Jugend-Club tauscht Fußbälle gegen Besen

Sport mal anders: Fußball wurde beim Sport-Jugend-Club Buch am Aktionstag nicht gespielt, dafür haben sich zehn Jugendliche Besen und Kehrbleche geschnappt.

Die Jugendlichen des Sport-Jugend-Clubs Buch beim Saubermachen. Foto: Franziska Golüke
Die Jugendlichen des Sport-Jugend-Clubs Buch beim Saubermachen.Foto: Franziska Golüke

„Wir haben zusammen Müll und Flaschen aufgesammelt und die kleine Raucherecke auf unserem Gelände von Zigarettenstummeln befreit“, sagt Erzieherin Franziska Golüke. „Außerdem haben die Jugendlichen die Fußwegplatten vom Laub befreit, damit die Fußgänger nicht darauf ausrutschen.“ Zwölf vollgestopfte Müllsäcke konnte die BSR mitnehmen. „Als kleine Belohnung gab es im Anschluss eine kleine Grillparty“, sagt Golüke.

SPD-Abgeordneter Lehmann packt mit an

Die Röländerstraße in Karow liegt  fußläufig zum Wahlkreisbüro des SPD-Abgeordneten Rainer-Michael Lehmann. „Deshalb habe ich hier gleich angefangen zu Säubern“, sagt Lehmann. Schließlich sei es am besten, erstmal den Dreck vor der eigenen Haustür verschwinden zu lassen. „Erstaunlicherweise habe ich viele Flaschen gefunden.“ Dabei würden die Pfandflaschen doch sogar etwas Geld einbringen, wenn man sie abgeben würde.

Rainer-Michael Lehmann (SPD) fegt in seinem Wahlbezirk. Foto: Jessica Tomala
Rainer-Michael Lehmann (SPD) fegt in seinem Wahlbezirk.Foto: Jessica Tomala

Unterstützt wurde der 55-Jährige von zwei Mitarbeitern seines Büros, Freiwillige sind nicht dazugekommen. „Richtig wohl fühlt sich ja niemand, wenn alles vermüllt ist“, sagt Lehmann. „Projekte wie diese brauchen deshalb eine Kontinuität, damit irgendwann nicht nur an zentralen Freiwilligentagen, sondern an jedem Tag im Jahr mit angepackt wird.“

Schöne Sonnenblumen für die Kurt-Tucholsky-Oberschule

Eltern und Schüler der Kurt-Tucholsky-Oberschule sind bringen gemeinsam die zwei Schulhöfe auf Vordermann. Hier werden Büsche beschnitten, neue Blumen gepflanzt und viel Laub entfernt. „In diesem Jahr haben wir wirklich eine sehr große Resonanz“, sagt Detlev Nordmann, Mitglied des Fördervereins.

Schüler, Lehrer und Eltern kümmern sich gemeinsam um das Blumenbeet. Foto: Jessica Tomala
Schüler, Lehrer und Eltern kümmern sich gemeinsam um das Blumenbeet.Foto: Jessica Tomala

„Etwa 50 Leute sind gekommen, um uns heute zu unterstützen.“ Gerade das Blumenbeet kostet die Freiwilligen viel Arbeit. Damit die Sonnenblumen darin wieder zur Geltung kommen, muss eine Menge Unkraut gejätet werden. „Lehrer und Schüler können sich an diesem Aktionstag auch mal außerhalb des Unterrichts besser kennenlernen und sogar gemeinsam etwas schaffen“, sagt Nordmann.

Schwere Gießkannen am Blankenburger Pflasterweg

Einige Tagesspiegel-Leser sind der Vorberichterstattung über das Projekt „Freiobst Pankow“ gefolgt und haben sich auf den Weg zur Baumallee am Blankenburger Pflasterweg in Pankow gemacht. Fritz Liesel ist sogar mit dem Fahrrad aus Reinickendorf gekommen, um zu helfen. Über 100 Bäume hat das Projekt gepflanzt, 60 davon wachsen hier. Martha Schaaf ist eine von vielen Baumpatinnen: Ihren Baum hat sie zwar noch nicht gepflanzt, mithelfen wollte sie trotzdem.

Beim Projekt "Freiobst Pankow" muss erstmal Wasser aus einem Bach geschöpft werden. Foto: Jessica Tomala
Beim Projekt "Freiobst Pankow" muss erstmal Wasser aus einem Bach geschöpft werden.Foto: Jessica Tomala

„In Berlin und Umgebung gebe es viel zu wenige Obstbäume, deshalb finde ich dieses Projekt sehr unterstützungswürdig“, sagt Schaaf.  Und die Helfer müssen mitanpacken: Aus einem kleinen Bächlein schöpft Cordelia Koch, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in Pankow, mit Gießkannen Wasser. Da der Bach die einzige Wasserstelle vor Ort ist müssen die Gießkannen auch zum letzten Baum am rund 150 Meter langen Weg geschleppt werden. „Wir arbeiten gerade an einer neuen, mobilen Lösung für die Bewässerung“, sagt Koch.

          Gärtnerinitiative sorgt für drogenfreien Arnswalder Platz

„Wir freuen uns darüber, dass gerade so viele Kinder in diesem Jahr mitmachen“, sagt Ernst Martens, der seit einem Jahr Mitglied der Gärtnerinitiative Arnswalder Platz ist. Und viel zu tun gibt es überall: Rosen und Sträucher werden zurückgeschnitten, der Wildwuchs entfernt, die Wege geharkt und der Müll aufgesammelt. „Der Aktionstag wächst und wächst, darüber freuen wir uns sehr“, sagt Bezirksstadtrat Torsten Kühne (CDU), der auch am Arnswalder Platz vorbeischaut.

Die Helfer vom Arnswalder Platz. Foto: Jessica Tomala
Die Helfer vom Arnswalder Platz.Foto: Jessica Tomala

„Wir brauchen das bürgerschaftliche Engagement, denn wir als öffentliche Hand haben nicht die Ressourcen, um selber den öffentlichen Raum zu pflegen.“ Auch wenn der Bezirk nicht mit Geld oder Personal helfe, könne man wenigstens die Geräte zur Verfügung stellen. „Wir bemerken schon, dass die Stadt auch sehr dankbar für unsere Unterstützung ist“, sagt Ernst Martens. „Hier hat sich ja auch viel verändert. Der Arnswalder Platz ist kein Ort mehr, an dem wir so wie früher Drogen und Spritzen finden.“ Das sei vor allem auch der Arbeit der Gärtnerinitiative zu verdanken.

Orange wie die Profis im Brosepark unterwegs

Im Brosepark in Pankow ist der Saubermachtrupp in Anmarsch. In Zweierreihen tippeln die Dietzgenstrolche zum Spielplatz. Gut, dass die Kinder alle ihre orange leuchtenden BSR-Westen anhaben.

Kinder von der Kindertagesstätte "Dietzgenstrolche" reinigten den Brosepark in Pankow Foto: Jessica Tomala
Kinder von der Kindertagesstätte "Dietzgenstrolche" reinigten den Brosepark in PankowFoto: Jessica Tomala

Denn sobald sie ihre kleinen Besen und Zangen in der Hand halten, wuseln sie durch den Park. "Schau mal, ich hab eine Bananenschale gefunden", hört man aus dem Gebüsch. "Und ich ein Plastikstück", tönt es aus der anderen Ecke.

Gerade der Spielplatz, der von der Kindertagesstätte Dietzgenstrolche vor allem im Sommer für sportliche Aktivitäten genutzt wird, ist stark verschmutzt. "Wir waren mit den Kindern auch beim letzten Aktionstag dabei", sagt Pia Panig, die in der Kita ihre Ausbildung zur Erzieherin macht. "Das ist jetzt unser festes Ritual und die Kinder haben sich heute morgen richtig auf das Saubermachen gefreut.

Ordnung auf dem Schluchtenspielplatz

Der „Schluchtenspielplatz“ in der Seelowerstraße im Prenzlauer Berg gehört zu den Lieblingsspielplätzen der Tegner-Strolche.

Die Kita-Kinder waren begeistert von den orangen Warnwesten der BSR. Foto: Kita Tegnerstrolche
Die Kita-Kinder waren begeistert von den orangen Warnwesten der BSR.Foto: Kita Tegnerstrolche

„Deshalb liegt uns natürlich viel daran, dass der Spielplatz auch sauber ist“, sagt Erzieher Robert Kloppmann. „Wir wollen den Kindern auch ein Bewusstsein dafür vermitteln, dass man auf seine Umwelt achten muss.“

Die fleißigen Kinder füllten mehrere Abfallsäcke mit Laub und Unrat – und wollten die tollen orangen Westen gar nicht wieder ausziehen. „Alle haben ganz fleißig mitgeholfen“, lobt Erzieherin Nadine Hemme, als sich die Kinder nach getaner Arbeit wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Spielen, widmen.

60 Kinder gegen den Dreck im Schlosspark Pankow

Die Gärtner des Schlossparks an der Ossietzkystraße in Pankow haben ausnahmsweise viel Unterstützung. Rund 60 Kinder des Platanus-Kindergartens befreien gemeinsam mit ihren Erziehern die Grünflächen des Parks vom Unrat. Auch Kastanien werden nebenbei aufgesammelt: Die kleine Rosa präsentiert stolz ihren Schatz und lässt ihn schnell in der Jackentasche verschwinden.

6o Kinder vom Platanus-Kindergarten reinigten am Samstag den Schlosspark in Pankow. Foto: Jessica Tomala
6o Kinder vom Platanus-Kindergarten reinigten am Samstag den Schlosspark in Pankow.Foto: Jessica Tomala

"Wir sind mit den Kindern zu jeder Jahreszeit hier", sagt Wilja Richter, stellvertretende Leiterin des Kindergartens. "Im Sommer picknicken wir, und im Winter fahren wir Schlitten auf dem Katzenbuckel da hinten." Der Schlosspark wird jeden Tag gepflegt, deshalb haben die Kinder nicht viel Dreck gefunden. "Das macht ihnen aber nichts aus", sagt Richter. "Sie wollen einfach an der frischen Luft toben."

Hilfe für die Flüchtlingskinder in der Storkower Straße

Die Schüler der Elinor-Ostrom-Schule in Prenzlauer Berg frühstücken gemeinsam mit 30 Jugendlichen aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft in der Storkower Straße. Anschließend spielen die jungen Erwachsenen gemeinsam Tischtennis und Volleyball. "Unsere Schule hat einen hohen Migranten-Anteil", sagt Schulleiter Veit Herrmann. "Viele Schüler sprechen die Sprachen der Flüchtlinge."

1.200 Euro spendeten Berliner für die Flüchtlingsunterkunft in der Storkower Straße. Bei einem gemeinsamen Frühstück mit Flüchtlingskindern wurde die Spende überreicht. Foto: Jessica Tomala
1.200 Euro spendeten Berliner für die Flüchtlingsunterkunft in der Storkower Straße. Bei einem gemeinsamen Frühstück mit...Foto: Jessica Tomala

Deshalb übersetzen Arein Ghazal, 19 Jahre alt, und Sara Lotfi, 21 Jahre alt, die Worte von Organisatorin Beatrix Giersch für die Flüchtlinge auch ins Afghanische und Arabische: "Wir haben an der Schule Geld und Sachspenden gesammelt und möchten Euch einen Scheck über 1.200 Euro geben." Den Scheck nimmt Kai Wegner vom Unterstützerkreis Rupert-Neudeck-Haus für die Flüchtlinge entgegen: "Davon wird dringend benötigte Medizin gekauft."

Buch: Warum packten nicht alle Gruppen mit an?

Petra Kirschner und Ina Zabel vom Bucher Bürgerhaus sind etwas enttäuscht von den Anwohnern und Nutzern des Bürgerhauses im Stadtteil Buch. „Leider haben fast nur Mitarbeiter am Aktionstag mitgemacht“, sagt Ina Zabel. „Das finden wir etwas schade. Das Bürgerhaus wird von verschiedenen Gruppen als Treffpunkt genutzt, da wäre es schön, wenn alle mitanpacken.“

Am Bucher Bürgerhaus fallen schon die Blätter. Die Helfer waren wenige, aber stark Foto: Jessica Tomala
Am Bucher Bürgerhaus fallen schon die Blätter. Die Helfer waren wenige, aber starkFoto: Jessica Tomala

Mitgemacht haben vor allem Frauen und Kinder. „Wir haben Unkraut gejätet und den Tischtennisplatz vom Müll befreit“, sagt Kirschner. „Alles musste etwas auf Vordermann gebracht werden.“ Auch die Jüngsten waren dabei: Elias (11), Sajad (9) und Anghelos (7) befreiten gemeinsam mit Sozialarbeiter Holger Greiffendorf den Garten vom bereits herabfallenden Laub.

Die drei Kinder kommen regelmäßig zur Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder in das Bürgerhaus und sahen es als selbstverständlich an, die Mitarbeiter am Aktionstag zu unterstützen.

Krankheitswelle verhindert beinahe Teilnahme am Aktionstag

Fast wäre der Aktionstag in der Kindertagesstätte Räuberbande in Pankow ins Wasser gefallen. „Wir wussten zuerst nicht, ob wir unseren Weg zwischen Kindergarten und Garteneingang säubern werden können, da wir eine kleine Krankheitswelle in der Kita hatten“, sagt Leiterin Monika Hahn. Aber selbst mit Minimal-Besetzung wurde noch etwas aufgeräumt. „Ich habe gemeinsam mit den Kindern den Garten auf Vordermann gebracht und den Buddelkasten gesäubert“, sagt Hahn. „Und die Kleinen haben richtig gut mitgemacht.“ Vor allem Zangen und Besen hätten die Kinder am liebsten mit nach Hause genommen.

 Weißenseer wollten Parkplätze entern

 Für den internationalen "Parking(day)" am Caligariplatz in Weißensee bauen Brotfabrik-Geschäftsführer Jörg Fügmann und seine Mitarbeiter am Morgen erstmal Sitzmöbel für die Straße - gemeinsam mit Heather McKee und Bas Kools vom Projekt "LocalSmarts“. Am "Park(ing)day" sollen die Parkplätze der Stadt in temporäre öffentliche Plätze umgewandelt werden.

Möbel zimmern, kleine Oasen bauen: In Weißensee wollten Aktionsteilnehmer die Parkplätze entern Foto: Jessica Tomala
Möbel zimmern, kleine Oasen bauen: In Weißensee wollten Aktionsteilnehmer die Parkplätze enternFoto: Jessica Tomala

„Die Bänke werden provisorisch auf einem grünen Auslegeteppich befestigt“, sagt McKee. Wie eine grüne Oase am Rande einer belebten Straße soll das aussehen. "Leider ist niemand dem Aufruf gefolgt und hat bei den Aufbauarbeiten geholfen“, sagt Fügmann. „Aber dafür hoffen wir, dass zumindest am Nachmittag viele Leute vorbeikommen.“

Neben zahlreichen Ständen und Mitmachaktionen auf einem rollenden Minipark wurde am Abend auch ein Kiezfilm über die "Weißenseer Spitze" ausgestrahlt: über die Grenze zwischen den Ortsteilen Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee.

Plastikrohre und Teppich beim CDU-Ortsverband

 Entlang des breiten Fuß- und Radweges auf Höhe der Paul-Linke-Grundschule im Prenzlauer Berg hat sich einiges an Müll angesammelt. Die sechs Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Greifswalder Straße fanden bei ihrer Putzaktion allerlei Kuriositäten: Ein kaputtes  Kinderfahrrad, Plastikrohre, einen Teppich und sogar Jalousien. Alles gut versteckt in den Gebüschen.

David Paul vom CDU-Ortsverband Greifswalder Straße fand in den Gebüschen so einiges an Müll. Foto: Privat
David Paul vom CDU-Ortsverband Greifswalder Straße fand in den Gebüschen so einiges an Müll.Foto: Privat

„Wir waren selbst etwas überrascht, was die Leute alles so wegschmeißen“, sagt David Paul (26), stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbands. „Zusätzlich zu den sperrigen Sachen konnten wir auch einige Müllsäcke mit Unrat füllen.“

Gemeinsame Sache 2015
Im Monbijourpark räumte der Berlin International Women’s Club auf. Foto: Katharina LudwigWeitere Bilder anzeigen
1 von 246Foto: Kai-Uwe Heinrich
30.09.2015 20:26Berlin macht sein Ding: "Saubere Sache - Gemeinsame Sache" hießen die beiden Aktionstage am 18. und 19. September, bei denen sich...

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

0 Kommentare

Neuester Kommentar