Grundschulen in Pankow : Vielleicht klappt es doch noch mit der Wunschschule

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Kinder brauchen Platz, auch in der Schule. Doch es wird eng in diesem Jahr.
Kinder brauchen Platz, auch in der Schule. Doch es wird eng in diesem Jahr.Foto: dpa

An den Pankower Grundschulen wird es im kommenden Schuljahr richtig eng. Rund 3500 Kinder kommen im Sommer in die Schule. Um sie unterzubringen, mussten 14 Schulen einen weiteren Klassenzug einrichten. Meist müssen dafür Fach- oder Horträume geopfert werden. Viele Schulen sehen sich am absoluten Limit. Auch die Klassen werden immer voller. Die Maximalstärke von 26 Kindern ist in vielen Fällen inzwischen erreicht, zieht eine Familie später noch zu, kann sie sogar überschritten werden. "Immerhin mussten wir in diesem Jahr keine Zwangsumlenkungen vornehmen", sagt die zuständige Stadträtin, Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD). Jedes Kind sei an der vorgesehen Einzugsschule unterkommen. "Das war im vergangenen Jahr nicht so", erklärt die Stadträtin.

Nun sind sogar noch 60 Schulplätze im Bezirk frei. Familien, die ihr Kind nicht an der zugewiesenen Einzugsschule einschulen wollen, können daher hoffen, doch noch einen Platz an ihrer Wunschschule zu erhalten. Etwa hundert Kinder warten derzeit noch auf die endgültige Zuteilung eines Schulplatzes. Laut Zürn-Kasztantowicz können etwa 60 von ihnen damit rechnen, doch noch an ihrer Wunschschule unterzukommen. 40 Kinder werden demnach allerdings an der Einzugsschule bleiben müssen. Insgesamt hatten 150 Familien, deren Wunsch nicht erfüllt wurde, Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt. 50 davon hatten damit bereits Erfolg. „Hier waren inzwischen Plätze an den Wunschulen frei geworden“, so die Stadträtin. 

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Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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