Neues Café : Ein bisschen Skandinavien

In der Berliner Straße hat das "liebes bisschen" eröffnet. Betreiber Gregor Weinhold hat sich damit einen Traum erfüllt.

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Gregor Weinhold in seinem "liebes bisschen".
Gregor Weinhold in seinem "liebes bisschen".Foto: Ulrike Scheffer

Eine neues Gesicht auf der Berliner Straße. Vor wenigen Tagen hat Gregor Weinhold sein Café “liebes bisschen” an der Ecke zur Schulstraße eröffnet. Er sieht die Straße im Umbruch und angesichts mehrerer Privatschulen im Umfeld und des nahen Bahnhofes auch Potenzial für etwas Neues. “Ein neues Café im Stil der Kaffeehäuser im Prenzlauer Berg oder in Mitte passt sehr gut hierher”, sagt er. Seinen eigenen Stil beschreibt Weinhold als klar und reduziert, skandinavisch angehaucht. Weißes Mobiliar, aufgeppt mit bunten Kissen, dominiert im “liebes bisschen”, an der Decke hängen überdimensionierte Glühbirnen mit farbigen Kabeln. Außerdem gibt es ein paar große orangefarbene Sitzsäcke, auf denen man entspannt den Ausblick auf das große Wandbild mit nordischer Wasserlandschaft genießen kann.

Der Traum vom eigenen Café

Gregor Weinhold zog vor zwei Jahren nach Pankow, damals arbeitete er noch als Veranstaltungsmanager. “Mit Mitte 40 wurde ich langsam zu alt für dieses Geschäft, es wurde also Zeit, sich neu zu orientieren”, sagt er. Und von einem eigenen Café habe er schon lange geträumt.

Handmade aber nicht homemade

Nun serviert er Kaffee aus der Rösterei Bonanza aus der Oderberger Straße, Chai, Croissants, herzhafte Stullen und natürlich Kuchen - Mango-Käsekuchen und Karamel-Käsekuchen zum Beispiel. Selbst gebacken wird im “liebes bisschen” allerdings nicht, die Kuchen stammen aus einer Manufaktur.  “Ich will das Rad hier nicht neu erfinden, es geht mir vor allem darum, gute Produkte anzubieten”, erklärt Weinhold sein Konzept. Offenbar geht das auf. Schon in den ersten Tagen herrschte reger Betrieb im “liebes bisschen”.


Autor

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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