Spenden im Kiez : Gut angelegt

In Pankow gibt es viele Organisationen und Initiativen, die wichtige Sozialarbeit leisten. Sie sind auf Spenden angewiesen und freuen sich über jede Unterstützung. Einige Anregungen.

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Auf dem Kinderbauernhof Pinke Panke können Kinder heimische Tiere hautnah erleben.
Auf dem Kinderbauernhof Pinke Panke können Kinder heimische Tiere hautnah erleben.Foto: Thilo Rückeis

Sie möchten zum Jahreswechsel Menschen oder Initiativen unterstützen, die sich sozial engagieren? Dann helfen Sie doch in der Nachbarschaft, denn auch in Pankow gibt es viele Projekte, bei denen Ihre Spenden gut angelegt sind. In der folgenden Liste sind einige Beispiele aufgeführt, sie erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Kinderbauernhof Pinke Panke benötigt Unterstützung, um Futter für seine Tiere zu kaufen. Früher reichten Lebensmittelspenden von Supermarktketten, um die Tiere zu versorgen, doch inzwischen gibt es auch viele andere Abnehmer für übrig gebliebene Lebensmittel, der Kinderbauernhof muss also zukaufen. Geplant ist außerdem die Anschaffung eines Fahrzeugs. Die Finanzierung ist inzwischen zwar gesichert, doch die Unterhaltskosten müssen ebenfalls über Spenden abgedeckt werden. Iban-Konto: DE95 100 100 1000 57715 103

Die Suppenküche des Klosters ist eine feste Anlaufstelle für viele Obdachlose.
Die Suppenküche des Klosters ist eine feste Anlaufstelle für viele Obdachlose.Foto: Imago

Das Franziskaner Kloster in der Wollankstraße betreibt unter anderem eine Suppenküche und eine Kleiderkammer für Obdachlose. Iban-Konto: DE32 1009 0000 1277 5560 02. Sachspenden und Bargeldspenden sind ebenfalls willkommen und können an der Klosterpforte (Wollankstraße 19) abgegeben werden.

Der VfB Einheit zu Pankow 1893 steht praktisch vor dem Nichts. Während das Vereinsheim in der Hermann-Hesse-Straße saniert wurde, lagerten Computer, Kioskausstattung und vieles mehr in einer Garage, die kürzlich abbrannte. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, doch das nutzt dem Verein zunächst nichts. Peter Deutschmann vom Verein würde sich über konkrete Hilfsangebote freuen. Er ist erreichbar unter: 0171-95 39 317.

Das Kinderhospiz Sonnenhof der Björn Schulz Stiftung ist längst über Pankow und auch über Berlin hinaus bekannt. Dennoch sind Spenden weiter willkommen, um die Arbeit der Stiftung auszubauen. Iban-Konto: DE78 100 400 100 100 400 100. In der Heinrich-Böll-Straße 61 betreibt der Sonnenhof außerdem einen Second-Hand-Laden, in dem man Spielzeug und gut erhaltene Kinderkleidung abgeben  - und natürlich auch käuflich erwerben kann. Öffnungszeiten: Montag 12-17 Uhr, Dienstag-Donnerstag 10 bis 17 Uhr.

Der Aushang vor dem Seniorentreff in der Stillen Straße.
Der Aushang vor dem Seniorentreff in der Stillen Straße.Foto: Ulrike Scheffer

Seniorenfreizeitstätte Stille Straße 10. Die Existenz des Seniorentreffpunkts ist wieder akut bedroht, denn ein Förderantrag bei Stiftung der Deutschen Klassenlotterie wurde im Oktober abgelehnt. Schon 2012 stand das Haus vor dem Aus. Der Bezirk wollte es schließen, weil ihm die Unterhaltungskosten zu teuer wurden. Die Senioren wehrten sich und besetzten das Gebäude in der Stillen Straße. Nach vier Monaten hatten sie Erfolg: Mit Unterstützung der Volkssolidarität ging es zunächst weiter. Da das fest eingeplante Lotto-Geld nun nicht kommt, sieht sich aber auch die Volkssolidarität nicht mehr in der Lage, das renovierungsbedürftige Haus dauerhaft zu übernehmen. Daher ist jede Hilfe willkommen. Das Spendenkonto des Fördervereins Stille Straße 10 e.V. lautet: DE73 1204 000 000 465 609 00

Der Büchertisch Pankow wartet nicht auf Geld, sondern auf Bücher. Denn der Verein hat nach der Schließung der öffentlichen Bibliothek in Französisch-Buchholz eine eigene Bibliothek  eröffnet. Er ist außerdem bei vielen Veranstaltungen mit Bücherständen vertreten und richtet sogenannte Verschenk-Boxen für Bücher ein. Bücher (außer Lexika) können gebracht werden oder werden kurzfristig abgeholt. Terminabsprachen unter 030/91 70 90 78. Adresse: Im Amtshaus Buchholz, Berliner Straße 24, 13127 Berlin.  



Autor

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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