Umfrage : Was fehlt in Pankow?

Spaßbad, Restaurants und Ostbäcker: Schüler der Evangelischen Schule Pankow haben im Rahmen eines Projekttages für die Pankow-Redaktion eine Umfrage gemacht, um herauszufinden, was die Pankower vermissen. Und sie haben selbst aufgeschrieben, welche Ergebnisse herausgekommen sind.

Die Klasse 5a der Evangelischen Schule Pankow hat den Tagesspiegel besucht und eine Umfrage in Pankow gemacht.
Die Klasse 5a der Evangelischen Schule Pankow hat den Tagesspiegel besucht und eine Umfrage in Pankow gemacht.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Schüler der Evangelischen Schule in Pankow wollten wissen, was Pankower Bürger in ihrem Stadtteil vermissen. Den meisten Befragten fehlt ein Hallenbad. „Ich finde, ein Hallenbad fehlt sehr, weil hier viele Familien mit Kindern wohnen“, sagt Karsten Krüger (44). Er lebt seit 12 Jahren in Pankow und ärgert sich, dass er weit fahren muss, wenn er mit seiner Familie in ein Spaßbad gehen möchte.

Karsten Krüger dürfte sich darüber freuen dass der Berliner Senat gerade beschlossen hat, etwa 2020 in Pankow ein Hallenbad zu eröffnen. Die Umfrage zeigte auch, dass sich viele Pankower eine Sauna für das neue Hallenbad wünschen.

Mechthild Lanfermann
Mechthild LanfermannFoto: Privat

Vielen der befragten Leute aus Pankow fehlen außerdem gute Restaurants und schöne Cafés in ihrem Bezirk. Das findet beispielsweise auch Horst Hussel (81): „Ich frage mich, ob der Ratskeller jemals wieder aufmacht. Dann fehlen mir auch kleine Geschäfte wie Tante-Emma-Läden. Warum wird neben dem Gemeindehaus in der Breiten Straße nichts gemacht?“ Manche wünschen sich vor allem Kindercafés, zum Beispiel Christine (33).

Seit Ende 2009 wohnt Tatjana Berg in Pankow. Sie wünscht sich, dass der Flughafen BER endlich fertig wird, damit keine Flugzeuge mehr über ihr Haus fliegen. Ihrem Sohn Tom (8) fehlt ein Fußballstadion. Oscar (10) wünscht sich außerdem mehr Spielplätze. Mechthild Lanfermann (45) sagte dagegen: "Mir fehlt ein großes Kino mit vielfältigem Programm und mehr kleine Cafés."

Horst Hussel.
Horst Hussel.Foto: Privat

Der U-Bahnhof Vinetastraße bereitet so manchen Sorgen wegen des undichten Daches. Herr Hussel beklagt sich, dass die Bauarbeiten nach mehreren Jahren noch immer nicht fertig sind. Jana ist 44 Jahre alt. Sie hat einen besonderen Wunsch: "Mir fehlt ein Ostbäcker!"

Karsten Krüger
Karsten KrügerFoto: Privat

Es gibt aber auch Dinge die den Pankowern gefallen: Ariane (38) freut sich zum Beispiel darüber, dass Pankow "so schön grün ist". Und Maxcedes (36) sagt: "In Pankow finde ich toll, dass hier viele Menschen mit verschiedenen Nationalitäten und internationalen Kulturzugehörigkeiten zusammen leben." André Schmalwasser (43) ist sogar rundum zufrieden. Er sagt: "Mir fehlt eigentlich nichts!"

Ulrike Scheffer schreibt für Pankow


Ulrike Scheffer lebt mit ihrer Familie in einer sogenannten Intelligenzsiedlung in Pankow-Niederschönhausen. Einst lebten hier Wissenschaftler und Künstler, die schaffende Intelligenz der DDR. Einige ihrer Nachbarn wohnen schon seit den 1950er Jahren in der kleinen Straße und können kaum fassen, wie sich ihre Umgebung verändert hat: exklusive Townhäuser, Privatschulen und Müttercafés. Die meisten nehmen es gelassen, denn bei all dem hat sich Pankow seinen eigenen Charme bewahrt. Und deshalb fühlen sich wohl auch die Neubürger hier wohl.

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