• Ute Baur-Timmerbrink

    Ute Baur-Timmerbrink

    , Autorin, Heiligensee.

    Unter Nachbarn

    Das gefällt mir: Wir sind 1996 von Stuttgart nach Heiligensee umgezogen, da waren unsere beiden Söhne schon hier, als Studenten, fühlen uns hier sehr wohl. Das mache ich: Ich war schon 52 Jahre alt, als ich erstmals erfuhr, dass mein Vater ein amerikanischer Soldat war. Drei Jahre brauchte ich, um seine Spur zu finden, leider war er aber kurz zuvor gestorben. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los. ich habe ein Buch “Wir Besatzungskinder – Töchter und Söhne alliierter Soldaten erzählen” geschrieben. In diesem Buch schildere ich das Schicksal von zwölf Besatzungskindern. Insgesamt rechnet man mit bis zu 250.000 Betroffenen. Das bewegt mich: Ich arbeite ehrenamtlich für die britische Hilfsorganisation GItrace, und habe bis heute mehr als 200 Familienzusammenführungen begleitet. Ich mache zu diesem Thema Lesungen in ganz Europa. Das Buch ist im Links-Verlag erschienen.

    Wollen Sie sich oder jemand anderen in dieser Rubrik vorstellen? Haben Sie etwas Besonderes im Bezirk entdeckt? Oder ärgert sie etwas, und Sie wollen darauf aufmerksam machen? Dann schreiben Sie mir unter leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
von Gerd Appenzeller tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Reinickendorf,

zum Jahreswechsel schließt die Tegeler Markthalle, das ist seit langem bekannt, weil das ganze Areal umgebaut werden soll. Aber der Investor hatte den Händlern Ersatzplätze auf der anderen Seite der Gorkistraße angeboten, im Erdgeschoss des ehemaligen Hertie-Kaufhauses. Wird das klappen? Wie werden die Bedingungen sein? Welche Mieten werden dort verlangt? Ich habe mich, als ständiger Besucher an den Samstagen, unter größeren und kleineren Händlern immer wieder umgehört. Fast alle haben mir versichert, dass sie den Umzug mitmachen werden, und dass ihnen neue Plätze mit etwa der gleichen Quadratmeterzahl wie bislang angeboten worden seien. Auch mit den Mietkonditionen sind alle zufrieden. Sie entsprächen dem, was jetzt gezahlt werden muss, wird mir immer wieder gesagt. Lediglich einige ältere Standbetreiber, die kurz vor der Rente stehen, werden den Wechsel nicht mitmachen. Wie die Mietkonditionen in zwei Jahren aussehen werden, wenn der ganze Umbau beendet ist und die Händler an ihre endgültigen Standorte zurückkehren können, weiß natürlich im Moment noch niemand zu sagen – das wird auch von den Marktbedingungen im Einzelhandel im Jahr 2018/2019 abhängen. Für den Moment aber kann man wohl, entgegen sehr pessimistischen Gerüchten, Entwarnung geben: Auch 2017 wird es eine Markthalle an der Gorkistraße geben.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 22 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de.

Gerd Appenzellers Tipp für Sie

Axel Prahl im Ernst-Reuter-Saal. Auf seinem ersten Album „Blick aufs Mehr“ singt der Tatort-Kommissar, was aus der eigenen Feder und dem eigenen Erleben entsprungen ist. Seine Band ist ein kleines handverlesenes Orchester von neun Musikern, die in der deutschen Rock-, Jazz- und Klassikszene einen klangvollen Namen und eine Menge Erfahrung einzubringen haben. Montag, 12. Dezember, 20 Uhr, Ernst-Reuter-Saal. Eintrittskarten ab 15 Euro gibt es telefonisch unter der Rufnummer 030 – 479 974 23, an den Theaterkassen oder an der Tageskasse.
berlin.de