• Benefizkonzert

    Unter Nachbarn

    Patrick Eichenberger, Wittenau.

    Das gefällt ihm: Patrick Eichenberger und seine Frau Ingrid sind Schweizer und deutsche Staatsbürger, leben in Wittenau. Sie lieben Klaviermusik so sehr, dass sie ihren schönen Seiler- Konzertflügel (aus einer 1849 im schlesischen Liegnitz gegründeten Pianoforte-Fabrik) kostenlos für Hauskonzerte zur Verfügung stellen, mitsamt den Räumlichkeiten. Darum machen sie das: Es hat etwas mit bürgerschaftlichem Engagement zu tun. Wo haben junge Künstler sonst schon die Gelegenheit, sich vor einem kleinen Publikum ohne große Kosten auszuprobieren? Und wenn die Zuhörer für einen guten Zweck spenden, öffnen die Eichenbergers ihr Haus umso lieber. Terre des Hommes und Médecins sans Frontières und andere NGOs profitierten schon davon. Wem jetzt geholfen werden konnte: Zusammen mit dem Wittenauer CDU-Bezirksverordneten Björn Wohlert lud die Familien zu einem Konzert zugunsten des Familientreffs Wittenau. Der israelische Pianist Michal Cohen-Weissert spielte für uns, Sandra Haase, die Leiterin des Familientreffs konnte 600 Euro an Spenden entgegennehmen. Unser Bild zeigt alle zusammen, von links: Björn Wohlert, Sandra Haase, Michal Cohen-Weissert, Gastgeber Patrick Eichenberger.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge. Bitte mailen Sie Antworten auf die drei Fragen und ein Foto an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

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von Gerd Appenzeller tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Reinickendorf,

unübersehbar hat die Diskussion über eine Ausweitung der Tarifzone B der S-Bahn auf den Linien S 25 und S 1 die breite Öffentlichkeit mobilisiert. Seit der Tagesspiegel und der Reinickendorf-Newsletter über entsprechende Initiativen der Abgeordneten Zeelen und Schmidt berichteten, melden sich immer mehr Leserinnen und Leser zu diesem Thema. Ein Artikel, den mein Kollege Thomas Loy und ich dazu schrieben, wurde auf Tagesspiegel.de mehere tausend Mal gelesen und fast 200 mal kommentiert. Die CDU geht nun mit einem entsprechenden Antrag in das Abgeordnetenhaus. Konkret geht es auf der S 25 um die Ausweitung bis nach Hennigsdorf und auf der S 1 um die Einbeziehung von Hohen Neuendorf. Klug wäre es, wenn die Reinickendorfer CDU Verbündete auch in anderen Parteien suchen würde. Der Wunsch nach einem engeren Takt auf diesen beiden S-Bahnlinien ist nicht neu, die Debatte über die Ausdehnung der B-Zone auch nicht. Wenn das Thema in der Vergangenheit nicht oder nicht mit dem genügenden nachdruck behandelt und vorangetrieben wurde, sind alle Parteien daran schuld. Das gilt übrigens auch für ein anderes Reinickendorfer Lieblingsthema, die Sicherung des Strandbades Tegel – dazu der Bericht weiter unten.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 22 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

Gerd Appenzellers Tipp für Sie

Reinickendorfs Dorfkirchen: In Heiligensee, Hermsdorf, Lübars, Reinickendorf, Tegel und Wittenau markieren sie die alte Ortsmitte, die sechs Dorfkirchen, allesamt seit der Reformation protestantisch. Jede von ihnen verkörpert Jahrhunderte der örtlichen Geschichte, kein Berliner Bezirk ist durch eine solche Vielfalt geprägt. Das Museum Reinickendorf widmet ihnen anlässlich des Lutherjahres daher eine Ausstellung, die am Donnerstag, 23. März um 18:30 durch Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt eröffnet wird. In der Ausstellung werden alte Fotos, Gemälde, Stadtpläne und sakrale Gegenstände gezeigt. Das Bild der Dorfkirche Wittenau wurde 1954 von Max Grunwald gemalt. Das Museum Reinickendorf in Alt-Hermsdorf 35 ist von Montag bis FReitag und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.