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    Nachbarschaft

    Detlef Radach, Bernd Butkereit, Ingo Contenius und Andreas Rieger (obere Reihe von links), Ursula Lange, Ursula Schenk und Evelin Wiesike (untere Reihe von links), Ehrenamtliche.

    Von dem früheren Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde stammt der Satz: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Der Jurist und Rechtsphilosoph meinte damit all jene Menschen, die sich freiwillig und oft ehrenamtlich in der Gesellschaft engagieren. Das sind die Ehrenamtlichen, die so etwas wie das soziale und humanitäre Schmiermittel einer Gesellschaft sind, die ohne diese Menschen vermutlich sehr – unmenschlich wäre. Im Bezirk Reinickendorf gibt es ein Ehrenamtsbüro, die Frauen und Männer, die sich dort engagieren und in unserem Bild zu sehen sind, laden am 15. Februar, das ist ein Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr in den BVV-Saal im Rathaus Reinickendorf ein, zu einer Veranstaltung, die sich dem bürgerschaftlichen Engagement widmet. Mehrere Vertreter von Einrichtungen, die auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen angewiesen sind, werden sich dann vorstellen. Sie alle hoffen darauf, neue Mitmacherinnen und Mitmacher zu finden, vom Gratulationsdienst des Bezirks, über die Lesepaten von „Lesewelt eV“ bis zu „Albatros“ und „Integra“. Noch nie davon gehört? Dann kommen Sie einfach hin, dann begegnen Ihnen auch die Mitarbeiter des Ehrenamtsbüros.

    Wenn  Sie Fragen dazu haben, schicken Sie entweder eine Mail an ehrenamtsbuero@web.de oder rufen Sie an, unter 90294 5108 (Montag, Dienstag, Donnerstag von 10 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr) oder schreiben Sie einen Brief an: Ehrenamtsbüro, Bezirksamt Reinickendorf, Eichborndamm 215, 13437 Berlin.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

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Gerd Appenzeller, Tagesspiegel. von Gerd Appenzeller tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Reinickendorf,

dieses Gutachten ist ein Schlag für die Befürworter einer Offenhaltung des Flughafens Tegel und eine Bestätigung all jener,  die von der Gültigkeit und Verlässlichkeit staatlicher Planungen ausgehen: Der Flughafen TXL muss sechs Monate nach der vollen Inbetriebnahme des BER schließen; zu einer Aufhebung des bisherigen Schließungsbeschlusses bedarf es eines einstimmigen Votums der drei Flughafengesellschafter Berlin, Brandenburg und des Bundes; auch dann wäre ein Offenhalten Tegels nur möglich, wenn am BER gravierende und dauerhafte Kapazitätsengpässe vorlägen. Das komplette Gutachten, das nicht von senatshörigen, sondern von unabhängigen Experten erstellt wurde, können Sie hier lesen. Lesen Sie dazu auch aus der Mittwochausgabe des Tagesspiegels den Leitartikel von Chefredakteur Lorenz Maroldt.

Wenn Tegel also doch geschlossen werden kann, gewinnt der Bezirk Reinickendorf wieder erhebliche Planungsräume, zum Beispiel für den Neubau einer vierzügigen Grundschule auf dem TXL-Gelände nahe des Kurt-Schumacher-Platzes. In der Investitionsplanung des Senats bis 2022 sind dafür insgesamt 32 Millionen Euro vorgesehen, mit dem Baubeginn wird 2021 gerechnet. Aus dieser Planung kann man auch ablesen, dass im laufenden Jahr die Ringelnatzgrundschule abschließend für 855.000 Euro neue Fenster und eine Fassadensanierung erhalten wird, dann wurden dort insgesamt 2,55 Millionen Euro investiert. Geld gibt es 2018 auch für die Sanierung und den Neubau von Spielplätzen, zum Beispiel an der Techowpromenade in Wittenau und am Lesserpark. Die Hermsdorfer können sich darüber freuen, dass die Steganlage am Fließ in der Brandstraße für 250.000 Euro endlich auf Vordermann gebracht wird. Dies alles und noch viel mehr findet sich ab der Seite 183 in der Investitionsplanung des Landes Berlin, und die können Sie hier auf der Internetseite berlin.de entdecken.

Gerd Appenzeller, geborener Berliner, ist seit 22 Jahren Mitglied der Tagesspiegel-Redaktion, war Chefredakteur und Herausgeber. Als er 1994 mit seiner Familie in die alte Heimat zurückkam, zog er nach Hermsdorf, denn dort hat er auch seine Kindheit verbracht und dort leben auch sein Bruder und dessen Frau. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-g.appenzeller@tagesspiegel.de

Gerd Appenzellers Tipp für Sie

Winterferien in der Tietzia. In der zweiten Februarwoche sind in Berlin Winterferien, aber nicht alle Familien haben Geld für einen Skiurlaub, und manche Eltern können aus beruflichen Gründen nicht Urlaub machen. Da sind Winterferien in der „Tietzia“ in der Tietzstraße 12 in Borsigwalde ein guter Tipp. Vom  Montag, 5. Februar, bis Freitag, 9. Februar, lädt das Jugend- und Freizeitzentrum jeweils von 9:30 bis 16 Uhr zu einer Mischung aus  Lagerfeuer, Schlittschuhlaufen, Filme schauen, gemeinsam Kochen und Faschingsdisco ein. Mädchen und Jungen zwischen acht und 13 Jahren können sich unter der Telefonnummer 432 3002 anmelden, die Kosten betragen für die ganze Woche inklusive Frühstück und Eintritt 25 Euro. BVG-Karten und etwas zum Essen und Trinken tagsüber sollte mitgebracht werden.

Der Bezirk darf sich übrigens genauso wie alle Nutzer der Tietzia freuen: Für das laufende Jahr stehen 180.000 Euro für die Umgestaltung und Ergänzung des Spielplatzes aus Senatsmitteln bereit. Auch das „Haus am See“ nahe der Residenzstraße kann mit 145.000 Euro für einen Umbau rechnen, der „Fuchsbau“ bekommt für 165.000 Euro eine behindertengerechte Aufzugsanlage.