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    Unter Nachbarn

    Annika Schleu (27), Spandauer Sportlerin des Jahres.

    „Sie sind ein Vorbild für den Sportbezirk Spandau“ sagte Bürgermeister Helmut Kleebank bei der Enthüllung der Gehwegplakette für Annika Schleu im Spandauer „Walk of Fame“ des Sports. Gerade hat die in Gatow aufgewachsene Sportsoldatin, die für den TSV Spandau 1860 startet, wieder einmal die Deutsche Meisterschaft im Modernen Fünfkampf gewonnen, ist (zum dritten Mal) amtierende Weltmeisterin, zweifache Europameisterin und belegte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janairo (ihre zweiten Olympischen Spiele) den fünften Platz. Um fit zu bleiben, trainiert Annika Schleu täglich außer sonntags in mindestens drei Disziplinen. Sechsmal Laufen, fünfmal Schwimmen, viermal Fechten, zweimal Schießen und zweimal Reiten stehen auf ihrem wöchentlichen Trainingsplan. Und dazwischen bleibt mittags noch Zeit für ein bis zwei Vorlesungen an der Universität, wo sie Sportwissenschaften und Biologie auf Lehramt studiert. Anfang Mai geht es voraussichtlich zum nächsten Weltcup nach Ungarn. Den wollte sie eigentlich auslassen, soll jetzt aber ihre verletzte Kameradin Lena Schöneborn ersetzen.

    Wer soll hier nächste Woche vorgestellt werden? Vorschläge an spandau@tagesspiegel.de

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Rainer W During Mitarbeiter des Verlags Der Tagesspiegel vor der Berlin Landkarte vor dem Bereich Berlin Spandau. von Rainer W. During tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Spandau,

exakt ein Jahr hat es gebraucht, bis sich Spandaus Bezirksverordnete entscheiden konnten, ob sie mehr Müllbehälter in der Altstadt wollen oder nicht. Natascha Böllersen hatte den Antrag, von dem sie sich eine saubere Fußgängerzone verspricht, am 20. April 2016 in der alljährlichen Generationen-BVV eingebracht.  Dort wollen die Parteien ihre Bürgernähe demonstrieren und geben Jugendlichen sowie Senioren die Möglichkeit, ihre Belange einzubringen. Der Antrag der jungen Spandauerin wurde an den damaligen Bau- und Verkehrsausschuss überwiesen, der sich am 21. Juni für nicht zuständig erklärte, was die Bezirksverordnetenversammlung am 13. Juli zur Kenntnis nahm. Dann dauerte es exakt 218 Tage, bis der nunmehr an den Ausschuss für Bürgerdienste und Ordnungsamtsangelegenheiten überwiesene Antrag am 16. Februar dieses Jahres erstmals auf dessen Tagesordnung erschien, nur um gleich wieder vertagt zu werden. Auch einen Monat später mochte man sich des Themas nicht annehmen, um im dritten Anlauf am 20. April, ein Jahr nach der Antragstellung, festzustellen, dass eigentlich doch der Bauausschuss zuständig ist. Doch weil vor dessen nächster Sitzung bereits am 3. Mai die nächste Generationen-BVV stattfindet, wollte man der Peinlichkeit ein Ende bereiten und beschloss dennoch einstimmig, das Bezirksamt zu beauftragen, sich bei den „zuständigen Stellen“ (hinter denen sich die BSR verbirgt) für mehr Müllbehälter in der Altstadt einzusetzen. Natascha Böllersen, die ihren Antrag in der Sitzung noch einmal begründen durfte, gab sich hinsichtlich der langen Bearbeitungszeit schon verwundert – aber dennoch zufrieden.

Rainer W. During ist gebürtiger Spandauer und lebt in seinem Heimatbezirk. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche oder Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine Mail an leute-r.during@tagesspiegel.de

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Rainer W. Durings Tipp für Sie

Oper einmal anders: Unter dem Motto „Auf der Suche nach der Treue“ bittet Richard Vardigans am Donnerstag, den 27. April, um 18 Uhr zu einer musikalischen Opernreise in die Galerie des Kulturhauses an der Mauerstraße. Allein am Flügel erzählt und spielt der Künstler die Geschichte des Fliegenden Holländers. Zur Irrfahrt verdammt, ist dieser bereit, seinen Reichtum gegen eine treue Frau einzutauschen. Doch die Liebe zu Senta nimmt eine dramatische Wendung. Eine ebenso fundierte wie unterhaltsame Einführung in das Werk von Richard Wagner. Kartentelefon 333 40 22.

Spandauer Gezwitscher