Auf dem Friedhof „In den Kisseln“ in Spandau : Wartehalle soll saniert werden

Trauergäste müssen bisher in einem maroden Gebäude auf den Beginn der Feier warten. Das soll sich jetzt ändern.

Im Spandauer Rathaus tagen die BVV und ihre Ausschüsse.
Im Spandauer Rathaus tagen die BVV und ihre Ausschüsse.Foto: André Görke

Die Umgebung, in der Hinterbliebene auf den Beginn der Trauerfeier in der Friedhofskapelle "In den Kisseln" warten müssen, ist bisher kein bisschen würdevoll. Die Halle ist spärlich möbliert, Decke und Wände sind marode und der Raum dient gleichzeitig als „Garage“ für die Wagen, auf denen die Särge zu den Gräbern gerollt werden. Das soll sich jetzt ändern. In der Bezirksverordnetenversammlung hatte die FDP-Fraktion die dringliche Renovierung der Wartehalle beantragt, über die jetzt im Ausschuss für Hochbau und Liegenschaften beraten wurde.

9000 Euro für neue Decke und Fototapete

Die Renovierungskosten in Höhe von rund 9000 Euro ließen sich problemlos aus den Unterhaltungsmitteln finanzieren, teilte der zuständige Stadtrat Andreas Otti (AfD) den Bezirksverordneten mit. Für 6000 Euro könnte die Halle eine neue Gipskartondecke mit direkter und indirekter Beleuchtung erhalten, für 500 Euro eine Fototapete für die Rückwand beschafft werden. Malerarbeiten und sonstige Kosten würden mit etwa 2500 Euro zu Buche schlagen.
Als Ausstattung kann sich Otto „stilechte Möbel aus Echtholz“ vorstellen. Die müsste allerdings der Betreiber der Halle finanzieren. Wer das ist, konnten während der Sitzung weder der Dezernent noch die Bezirksverordneten herausfinden.

„Ich weiß nicht, wer der Betreiber ist“, sagte Otti. „Ich war der Meinung, der Antragsteller hat den Betreiber identifiziert.“ Doch da musste auch Wolfgang Beckmann (FDP) passen. Dabei lag die Antwort auf der Hand oder, genauer gesagt, im Nachbarressort des Bezirksamtes. Wie der gesamte Friedhof untersteht auch die Wartehalle dem Fachbereich Grünflächen und Friedhöfe des Straßen- und Grünflächenamtes, wie Baustadtrat Frank Bewig (CDU) dem Tagesspiegel auf Nachfrage bestätigte. Indessen empfahlen die Ausschussmitglieder einstimmig dem federführenden Haushaltsausschuss, dem Antrag der Liberalen zuzustimmen.

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