Auf dem Land- und Bauernmarkt in der Altstadt Spandau : Kunst gegen Plastikmüll

Die Vereinigung Wirtschaftshof hat mit Spandauer Künstlern eine spezielle Stoffbeutel-Edition gestartet.

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Cäsar W. Radetzky, Gabriele Fliegel und Frank Bewig übergeben Markthändler Uwe Heese aus Werder die ersten Kunstbeutel.
Cäsar W. Radetzky, Gabriele Fliegel und Frank Bewig übergeben Markthändler Uwe Heese aus Werder die ersten Kunstbeutel.Foto: During

Mit viel Einfallsreichtum will der Wirtschaftshof, die Vereinigung von Spandauer Geschäftsleuten, die Nutzung von Plastiktüten im Bezirk weiter reduzieren. Bereits seit Jahren setzt die Vereinigung bei dem von ihr veranstalteten Land- und Bauernmarkt in der Altstadt auf die Vermeidung von Kunststoffmüll und kürzlich hat man in der Neustadt eine Stoffbeutel-Aktion gestartet. Jetzt hat man eine neue Idee realisiert um für Händler und Kunden einen Anreiz zu schaffen, umweltfreundliche Tragetaschen zu nutzen. Für die Aktion stellen in Spandau ansässige Künstler Bilder zur Verfügung, die jeweils in einer auf 100 Exemplare limitierten Edition auf Stoffbeutel gedruckt werden.

"Das Malheur mit den Tomaten"

Den Auftakt machte Cäsar W. Radetzky, der 2015 von München in ein Atelier am Zitadellenweg zog, noch bis Sonntag Bilder auf der Zitadelle zeigt und am 4. September eine Ausstellung seines zeichnerischen Werkes in der Galerie Spandow (Breite Straße 23) eröffnet. Sein Beutelmotiv trägt den Titel „Das Malheur mit den Tomaten auf dem Marktplatz in Spandau“ und ist aus der leidvollen Erfahrung entstanden, mit einem kranken Fuß über das holprige Steinpflaster in der Fußgängerzone laufen zu müssen, wo dann auch noch die Tüte mit den Tomaten platzt, berichtet der Künstler.

Für einen Euro sind die Kunstbeutel bei den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Bauernmarkt erhältlich, solange der Vorrat reicht, An die nächsten Editionen ist schon gedacht. „Die Künstler stehen Schlange“, freut sich Wirtschaftshof-Chefin Gabriele Fliegel.

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