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Berlin-Spandau : DLRG-Boot wird schon wieder der Motor gestohlen

Beim Karneval der Kulturen sollte das Boot das Kreuzberger Ufer bewachen. Jetzt wurde der teure Motor gestohlen - wie schon im Herbst 2014

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Retter in der Not. Foto: DLRG Berlin
Retter in der Not.Foto: DLRG Berlin

Eigentlich hätte das Rettungsboot beim Karneval der Kulturen im Einsatz sein sollen. Geplant war, dass die Rettungskräfte über den Landwehrkanal fahren und dort die Ufer in Kreuzberg bewachen.

Doch die Pläne wurden jetzt durchkreuzt. Wie die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft, kurz: DLRG, am Mittwoch mitteilte, wurde in der Nacht das Boot der DLRG beschädigt und auch noch der gesamte Motor gestohlen. Die Tat geschah in Hakenfelde auf der Havel.

"Wir sind mit Tauchern im Einsatz"

„Wir sind mit Tauchern beim Karneval im Einsatz, insgesamt mit neun Rettern. Wir müssen jetzt ein neues Boot organisieren“, sagte DLRG-Landeschef Marcus Raasch, der die Interessen der 11.000 Mitglieder in Berlin vertritt. Am späten Nachmittag sollte ein Rettungsboot aus dem Spandauer Norden (Bürgerablage) als Ersatz gewählt werden.

Bis zu 15.000 Euro Schaden

"Bei dem Diebstahl gingen die Täter nicht zimperlich vor, so dass auch diverse Beschädigungen am gerade erst im Winter 2016 überholten Boot zu beklagen sind, deren Beseitigung eine Menge Zeit und Geld kosten werden", teilte ein DLRG-Sprecher mit. "Insgesamt rechnen wir mit einem Schaden von 13.000 bis 15.000 Euro." Die Wasserschutzpolizei barg das Boot und zog es zur Wache an der Mertensstraße.

Die "Reiher" war 2014 schon einmal Angriffsziel

Da nicht alle Kosten von der Versicherung getragen würden, bittet man die Bevölkerung um Hilfe, damit das DLRG-Motorrettungsboot „Reiher“ wieder umherfahren kann.

Das Dilemma: "Bereits im November 2014 wurde vom gleichen Boot auch schon ein neuwertiger Bootsmotor gestohlen."

Die Lebensretter von der DLRG
Stets im Einsatz: die DLRG. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
1 von 13Foto: dpa
17.10.2013 11:18Stets im Einsatz: die DLRG.

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