Das Kaiserliche Postamt wurde umgebaut : Neue Heimat für die VHS Spandau

Das frühere Hauptpostamt und spätere Haus der Gesundheit an der Carl-Schurz-Straße ist zum neuen Sitz der Spandauer Volkshochschule umgebaut worden.

von
Bürgermeister Kleebank (links) mit den Architekten Georg Hagemann und Anja Wiedemann in der künftigen Eingangshalle.
Bürgermeister Kleebank (links) mit den Architekten Georg Hagemann und Anja Wiedemann in der künftigen Eingangshalle.Foto: Bezirksamt

Der Umbau des historischen Gebäudes an der Carl-Schurz-Straße 17 in der Altstadt, das 1890 im Stil der Neo-Renaissance als Kaiserliches Post- und Telegrafenamt Spandau errichtet wurde, ist weitgehend abgeschlossen. Davon konnten sich Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und die stellvertretende Leiterin der Serviceeinheit Facility Management des Bezirksamtes, Martina Häusler, bei einem gemeinsamen Rundgang mit den Architekten Georg Hagemann und Anja Wiedemann überzeugen. Anfang Mai soll das Gebäude von der Bauaufsicht abgenommen und an die Volkshochschule übergeben werden. Im Gegensatz zum späteren Hauptpostamt an der Klosterstraße hat es damit eine neue Nutzung gefunden.

3,4 Millionen Euro kostete der Umbau

„Neben dem Schuldenabbau zähle ich die neue Volkshochschule zum meinen wichtigsten Erfolgen“, so Kleebank. Sanierung und Umbau kosteten rund 3,4 Millionen Euro und konnten komplett aus Bezirksmitteln finanziert werden. Durch günstige Ausschreibungsergebnisse konnte auch die Trockenlegung und Abdichtung der feuchten Kellerräume realisiert werden, die jetzt als Lagerräume dienen. In Fluren und Seminarräumen sind zusätzliche Galerieleisten entstanden. Zusätzlich zur Kostensenkung hat die Einbeziehung des Oberstufenzentrums Bau I beigetragen, von dem im Rahmen eines Lehrprojektes Zimmer- und Holzbauarbeiten sowie Umbauten im Gebäudeinnern vorgenommen wurden

Historische Stützen freigelegt

Auch der Denkmalschutz fand umfangreiche Berücksichtigung. So wurden due schmiedeeisernen Treppengeländer, natursteinsichtige Treppenläufe und Bodenfliesen wurden restauriert. Im Erdgeschoss wurde ein vermauerter Korbboden auf zwei historischen gusseisernen Stützen freigelegt. Im Haupttreppenhaus wurden an einer Stelle alle Anstriche vergangener Jahrzehnte nebeneinander freigelegt, sie werden hinter Glas in einem „historischen Fenster“ gezeigt.

Gebäude jetzt komplett barrierefrei

Die Innenräume wurden modern und funktional für die künftige Nutzung durch die Volkshochschule umgestaltet. Dabei hat jedes der drei Geschosse eine charakteristische Leitfarbe erhalten. Der zentrale Anmelde- und Verwaltungsbereich ist sowohl von den beiden Haupteingängen an der Carl-Schurz-Straße sowie vom öffentlichen Hof aus erreichbar. Als besonderes Highlight ist das Gebäude nach dem Umbau komplett barrierefrei und verfügt auf jeder Etage über ein für Rollstuhlfahrer geeignetes WC sowie einen Wickeltisch. „Damit ist es auch für Kundinnen und Kunden weit über Spandaus Grenzen hinaus attraktiv“, so Kleebank. „Die neue Volkshochschule ist ein tolles Schmuckstück in Spandau.“

Mehr Spandau im Tagesspiegel? Aber gerne doch! Sie finden uns bei Facebook unter www.facebook.com/tagesspiegelspandau, bei Twitter unter @Tsp_Spandau und natürlich unter www.tagesspiegel.de/spandau

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben