Erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne für Tamer Mohamed in der Spandauer Neustadt : Schneiderwerkstatt gesichert

Die Crowdfunding-Kampagne zur Existenzgründung für den ägyptischen Schneider Tamer Mohamed war ein voller Erfolg. Es kam wesentlich mehr Geld zusammen als erhofft.

Rainer W. During
Tamer Mohamed vor seiner Werkstatt in der Spandauer Neustadt.
Tamer Mohamed vor seiner Werkstatt in der Spandauer Neustadt.Foto: Wirtschaftshof

Die Zukunft der Schneiderwerkstatt in der Lutherstraße ist gesichert. Wie berichtet, hatte der aus Ägypten stammende Schneider Tamer Mohamed das Geschäft einer 80jährigen Schneiderin in der Spandauer Neustadt mit seinen vielen Stammkunden übernommen. Die Abstandssumme konnte er mit finanzieller Unterstützung durch Familie und Freunde aufbringen, doch reichte das Geld nicht für die dringend notwendige Modernisierung der Werkstatt. Besonders die maroden Nähmaschinen müssen ersetzt werden, doch den Banken fehlten ausreichende Sicherheiten für einen Kredit.

„Marktplatz Neustadt“ startete Kampagne

Der „Marktplatz Neustadt“ , ein Projekt des Wirtschaftshofes - einer Vereinigung von Spandauer Geschäftsleuten – zur Wirtschaftsförderung in dem Spandauer Kiez, organisierte daraufhin auf der Internet-Plattform www.startnext.com eine Crowdfunding-Kampagne, um das notwendige Startkapital durch Unterstützer aufzubringen. Fachliche Unterstützung leistete die IHK-Dozentin Ines Zimzinski, eine Mitbegründerin des German Crowdfunding Network.

60 Unterstützer kamen zusammen

Unterstützer konnte einfach nur einen Geldbetrag zur Verfügung stellen oder – je nach Höhe des Betrages – für ein „Dankeschön“ optieren, von der genähten Postkarte für 20 Euro über eine aus Stoffresten hergestellte Tasche für 50 Euro bis zum von Tamer selbst genähten Schal für 100 Euro. Während ihrer Laufzeit fand die Kampagne 82 Fans und 60 Unterstützer. Eine Summe von 1560 Euro war das Ziel, am Ende sind 2695 Euro zusammen gekommen. In den nächsten Wochen werden die Formalitäten abgewickelt, so „Marktplatz Neustadt“-Projektleiterin Mariola Boensch. Dann wird Tamer Mohamed insgesamt drei Nähmaschinen für seine Werkstatt beschaffen können.