Flughafen Berlin-Brandenburg : Linke will Ex-BER-Manager in Haftung nehmen

Nach vier Jahren und mehr als 60 Sitzungen ist es soweit: Der Bericht des BER-Untersuchungsausschusses wird am Mittwoch vorgelegt. Die Linken haben einen eigenen.

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Das Terminal Nord des neuen Hauptstadtflughafens BER sieht fertig aus, ist aber noch nicht fertig.
Das Terminal Nord des neuen Hauptstadtflughafens BER sieht fertig aus, ist aber noch nicht fertig.Foto: dpa

Nach fast vier Jahren, 64 Sitzungen und auch angeordneten Hausdurchsuchungen ist es am Mittwoch so weit: Der Bericht des BER-Untersuchungsausschusses soll am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden - vorläufig aber nur im Internet auf der Seite des Parlaments, wie Parlamentssprecherin Beate Radschikowski am Dienstag sagte.

Gedruckt sind es 1100 Seiten

Mit den drei Sondervoten der Opposition wird der Bericht wohl mehr als 1.100 Seiten umfassen – mit unterschiedlichen Bewertungen.
Die Oppositionsparteien werfen der SPD/CDU-Koalition vor, in dem mit ihren Stimmen beschlossenen offiziellen Abschlussbericht die Verantwortlichen zu sehr zu schonen. Deshalb haben die Grünen, die Linken und die Piraten eigene Voten erarbeitet. Die Grünen haben die Grundzüge bereits vorgestellt, am Dienstag folgte die Linke.

BER-Untersuchungsausschuss auf Baustellen-Besuch
02.11.2012: Mit Gummistiefeln und Bauhelm konnten die Mitglieder des BER-Untersuchungsausschusses am Freitag die Baustelle des Hauptstadt-Flughafens besichtigen. Journalisten durften nicht mit, ein paar Bilder vom Rundgang gibt es dennoch - geschossen von der Piratenpartei.Weitere Bilder anzeigen
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02.11.2012 20:5702.11.2012: Mit Gummistiefeln und Bauhelm konnten die Mitglieder des BER-Untersuchungsausschusses am Freitag die Baustelle des...

Linke schimpft über Ex-Chefs am BER

Jutta Matuschek, die Mitglied im Ausschuss war, forderte am Dienstag erneut, eine Haftung der früheren Geschäftsführer Rainer Schwarz und Manfred Körtgen sowie des Aufsichtsrats unter dem Vorsitz des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) zu prüfen. Die Unterlagen, die bisher zu einer Ablehnung von Ansprüchen geführt haben, seien unvollständig gewesen.

Haftungsansprüche verjährten erst nach fünf Jahren – beginnend von der geplatzten Eröffnung, die für den 3. Juni 2012 vorgesehen war.

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