Gastbeitrag der Vorsitzenden des Wirtschaftshofs Spandau : Startup-Szene: Spandau ist ein Traum für Gründer

Spandau hat jungen Gründern viel zu bieten: Aus dem Kreativnetz Spandau ist der Collaboration-Tower entstanden, der die Startups in den Bezirk holt.

Gabriele Fliegel
Gabriele Fliegel leitet den Spandauer Wirtschaftshof.
Gabriele Fliegel leitet den Spandauer Wirtschaftshof.Foto: During

Die Lichtpfeile vor den Toren der Station Berlin, dem ehemaligen Dresdner Bahnhof, leiteten mich zu einem großartigen Event. 32 Stationen mit Unternehmen, bunt-wuselig, die Menschen festlich gekleidet, die Auszeichnungen per Film und Wort durch die Staatssekretärin Brigitte Zypries. Erleben können Sie das online unter dem Stichwort „Kultur-und Kreativpiloten“. Die Präsentation der Ideenvielfalt finde ich sensationell!
Diese Auszeichnung der Kultur- und Kreativpiloten Deutschland im Namen der Bundesregierung wird seit 2010 jährlich an 32 Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft verliehen. Egal, ob es sich um eine gerade erst geborene Geschäftsidee oder um eine laufende Tätigkeit handelt: Sie suchen außergewöhnliche Ideen und Menschen, die mit ihrem Handeln der Kultur- und Kreativwirtschaft Gesicht und Gewicht geben.
Die Definition der Wirtschaftsministerkonferenz von 2009 lautet: "Unter Kultur und-Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur-und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Das wesentliche Kriterium der Definition ist der erwerbswirtschaftliche Charakter der Unternehmen."

Spandau ist ein Traum für Gründer

Was hat das mit Spandau zu tun? Aus dem Kreativnetz Spandau, ein WDM-Projekt des Wirtschaftsstadtrates Carsten Röding, durchgeführt von der Firma coopolis, ist ein Collaboration–Tower entstanden. Seinen Sitz hat er auf dem Gelände der Siemens Kabelwerke im alten „Waschhaus“ von Bosch, in der Gartenfelder Straße 28. Waschhaus wird es deshalb genannt, weil dort die Waschmaschinen auf ihre Funktion hin getestet wurden. Das historische Instrumentarium ist noch vorhanden und macht diesen Ort besonders spannend. Der Spandauer Jungunternehmer Mateusz Jelinski, der die Startup-Szene mit nach Spandau holt, sagt: „Startups benötigen mehr als ein überteuertes Büro in Mitte. Sie brauchen Fotos für ihre Website, Videos um einen viralen Trend auf YouTube loszutreten, Prototypen für ihre neuen Ideen, Steuerberater, etc. Deshalb möchten wir einen bezahlbaren Ort der Synergien und wirklicher Zusammenarbeit schaffen, ein lebendiges Netzwerk von Fotografen, Bloggern, Designern, Kulissenbauern, Beratern, Webentwickler und kreativen Startups. Das kann sich dann wirklich Co-Working nennen. Mit guter technischer Ausstattung und Freizeitangeboten. Spandau ist ein Traum für Gründer, denn es ist ruhig, hat super Anbindungen und jede Menge Möglichkeiten.“ (Kontakt: info@collaborationtower.com)

Beratung für Jungunternehmer

Wir als Wirtschaftsverein unterstützen diese Entwicklung mit „creative business lounges“ und Beratungen durch unsere Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen. Mein Traum ist es, dass irgendwann auch eine Idee aus Berlin-Spandau bei den Kultur und Kreativpiloten ausgezeichnet wird. Und ich glaube fest an diesen Traum.

Gabriele Fliegel stammt aus den holsteinischen Rellingen und kam 1976 nach Spandau, wo sie als Lehrerin an der Wilhelm-Leuschner-Schule unterrichtete und enge Beziehungen zwischen Schule und Wirtschaft knüpfe. Seit 2003 engagiert sie sich als Vorsitzende des Spandauer Wirtschaftshof e.V., einem Gewerbeverband mit mehr als 320 Mitgliedern.

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