Gastbeitrag des CDU-Bundestagsabgeordneten : Gatow und Kladow im Dauerstau - neue Verkehrskonzepte für Spandau!

Berlin wächst - und das ist auch in Spandau zu spüren. Wer aus Gatow und Kladow in Richtung Heerstraße unterwegs ist, braucht viel Geduld.

Kai Wegner
Kai Wegner ist Mitglied des Bundestages und Kreisvorsitzender der Spandauer CDU. Foto: Yves Sucksdorff
Kai Wegner ist Mitglied des Bundestages und Kreisvorsitzender der Spandauer CDU.Foto: Yves Sucksdorff

Der erfreuliche Zuzug vieler Familien in den grünen Süden nach Gatow und Kladow hat natürlich auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zur Folge. Hinzu kommt der Pendlerverkehr aus Potsdam und dem übrigen Umland. Die Wilhelmstraße/ Potsdamer Chaussee und die Gatower Straße als einzige Verbindungsstraßen sind dauerverstopft - gerade in den Morgenstunden. Der Dauerstau ist inzwischen zeitlich kaum noch zu kalkulieren. Stress, nutzloser Zeitverlust, Lärm- und Abgasbelastung sowie ein Stau, der sich auf der Heerstraße fortsetzt, sind die Folgen. Hier muss dringend über eine spürbare Entlastung nachgedacht werden. Um die individuelle Mobilität nachhaltig sicherzustellen, den Verkehrsfluss zu verbessern und gleichzeitig die unerwünschten Folgen des Verkehrs zu begrenzen, ist ein neues Verkehrskonzept erforderlich.

Radwegenetz und ÖPNV stärken

Dazu gehört unter anderem, dass auch das Radwegenetz gestärkt wird. Denn auch den Radfahrern muss ein sicheres, schnelles und bequemes Erreichen der Spandauer und Berliner Innenstadt ermöglicht werden. Um für eine echte Entlastung auf den Straßen zu sorgen, muss aber auch das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs weiter optimiert werden. Den Bedürfnissen nach Zugänglichkeit, Taktung, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Komfort muss noch besser Rechnung getragen werden.

Bisher gibt es im Bereich des ÖPNV nur die Busanbindung, die das Aufkommen aus und nach Gatow und Kladow nicht mehr ausreichend kompensieren kann. Es sollte daher ein zusätzliches Entlastungsangebot geprüft werden. Denkbar ist beispielsweise, eine zusätzliche Fahrspur zu schaffen, die je nach Tageszeit dem ein- oder auswärtsfahrenden Bus- und Autoverkehr zur Verfügung steht.

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Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten Bilder aus dem hippen/dreckigen/juten, alten Neukölln (je nach Alter und Herkunft).Und stellen zwei knifflige Fragen: In welchem Ortsteil steht das Karstadt am Neuköllner Hermannplatz? Genau, in Kreuzberg (der Bürgersteig ist die Grenze, das überragende Dach gehört zu Neukölln). Und wer sind die beiden Figuren in der Mitte? Das "tanzende Pärchen" steht dort seit den 80ern, erschaffen wurde es von Joachim Schmettau und drehte sich früher sogar mal. Moment: Joachim Schmettau ... Schmettau? Ja, genau, das ist auch der Mann vom markanten Wasserklops am Europa-Center. Foto: Kitty Kleist-HeinrichWeitere Bilder anzeigen
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14.01.2016 08:38Neukölln, Ortsteil Neukölln. Große Güte, was sollen wir denn noch schreiben über Neukölln? Ach, zeigen wir lieber die besten...

Ebenso könnte man über die Optimierung der Ampelschaltungen nachdenken. Es bestünde unter anderem die Möglichkeit zu überprüfen, ob die Schaltungen der Ampeln besser auf den tatsächlichen Bedarf und die konkrete Verkehrssituation ausgerichtet werden können. Ein großes Potenzial liegt beispielsweise in sogenannten „Schlauampeln“. Diese ermöglichen eine an das Verkehrsaufkommen angepasste Steuerung, indem sie durch Kontrolle in der Fahrbahn erkennen, ob längere Grünphasen notwendig sind, um Verkehrsstauungen zu unterbinden.

Baustellen besser koordinieren

Aber auch die Baustellenkoordinierung muss verbessert werden. Klar ist, dass eine temporäre Einrichtung von Baustellen unumgänglich ist, um Straßen und Brücken in ihrer Substanz zu erhalten und auszubauen. Man hat jedoch häufig den Eindruck, dass Baustellen derart schlecht aufeinander abgestimmt sind, dass sich die Verkehrsbehinderung noch drastisch potenziert. Die Verkehrslenkung Berlin ist dringend gefordert, hierzu ein geeignetes Konzept zu entwickeln.

Schienenanbindung des Spandauer Südens?

Langfristig muss man auch darüber nachdenken, ein zusätzliches Angebot zu schaffen, das den weiter steigenden Beförderungsbedarf auch mit Blick in die Zukunft deckt. Eine Schienenanbindung des Spandauer Südens könnte perspektivisch eine weitere Komponente sein, die für eine Entzerrung des Verkehrs auf den Straßen sorgen kann. Es bleibt zu hoffen, dass sich an der jetzigen Verkehrssituation schnell etwas ändert.

Kai Wegner (Jahrgang 1972) gehört dem Deutschen Bundestag seit 2005 an und ist Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Er ist Beauftragter für große Städte und Vorsitzender der Landesgruppe Berlin in der Fraktion der CDU/CSU, Generalsekretär der Berliner CDU und Kreisvorsitzender der Spandauer Christdemokraten.

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