Gastbeitrag des SPD-Bundestagsabgeordneten : Kultur in Spandau weiter fördern

Das Programm "Kultur macht stark" soll fortgesetzt werden. Davon profitieren auch diverse Projekte in Spandau.

Swen Schulz
Swen Schulz ist Mitglied des Bundestages.
Swen Schulz ist Mitglied des Bundestages.Foto: Promo

Bildung heißt nicht allein Schule. Doch Bildung wird erschwert, wenn Kinder und Jugendliche keine Anreize erhalten, weil in ihrer Familie und in ihrem Umfeld Interesse, geübte Praxis oder schlicht das Geld dafür fehlt, Anreize zu schaffen. Musik, Theater, Kunst oder eine aktive Feriengestaltung sind aber wichtig für die persönliche Entwicklung. Schon vor Jahren hatte ich mich dafür einsetzt, dass wir nicht nur Geld für die offizielle, die schulische Bildung bereitstellen sollten. Denn die individuelle Bildung, man kann auch sagen die Herzensbildung, erfolgt nicht nur durch die Stoffvermittlung, die ein Curriculum vorsieht.

Mehr als 150 Angebote in Berlin

Mit dem Bundesprogramm "Kultur macht stark" werden Möglichkeiten geschaffen, Kinder und Jugendliche am kulturellen Leben teilhaben zu lassen. Weniger durch reinen Konsum von Kunst und Kultur, als vielmehr durch selbst machen und erleben. In Berlin gibt es derzeit über 150 Angebote des Bundesprogramms. Natürlich ist "Kultur macht stark" auch in Spandau vertreten mit Projekten wie "Orchester ist klasse", dem Fotoworkshop "Image" oder dem Theaterprojekt "Überleben im Falkenhagener Feld".

Studie belegt den Erfolg

„Kultur macht stark" ist sehr erfolgreich, das hat eine aktuelle Studie ergeben. Das Ziel, Kinder zu erreichen, die sonst kaum oder gar nicht mit Kultur in Kontakt kommen, ist erreicht: In 94 Prozent aller Bündnisse für Bildung nehmen Kinder und Jugendliche dieser Zielgruppe teil. In 89 Prozent dieser Bündnisse sind es junge Menschen, die in schwierigen sozialen oder finanziellen Verhältnissen oder in bildungsfernen Elternhäusern leben. In rund 90 Prozent der lokalen Maßnahmen sind Ehrenamtliche engagiert.

Dieses Bundesprogramm läuft Ende 2017 aus. Die Befristung sollte die Chance geben über Erfolg oder Misserfolg, gute und weniger gute Aspekte nachzudenken. Im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bin ich als Hauptberichterstatter zuständig für den Etat des Bildungsministeriums. Ich bin von dem Programm überzeugt und werde mich für eine zweite Förderphase einsetzen. Damit auch in Spandau die Projekte fortgesetzt und vielleicht auch neue entstehen können.

Mehr Spandau im Tagesspiegel? Aber gerne doch! Sie finden uns bei Facebook unter www.facebook.com/tagesspiegelspandau, bei Twitter unter @Tsp_Spandau und natürlich unter www.tagesspiegel.de/spandau

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben