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Kältehilfe für obdachlose Frauen : Mehr Wärmeplätze in Spandau

Das Angebot beim Deutschen Roten Kreuz wurde erweitert. Jetzt gibt es außerdem auch eine sozialpädagogische Betreuung.

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Carola Bräunlein und Alexander Liebig vom DRK präsentieren mit Stadtrat Bewig das neue Angebot.
Carola Bräunlein und Alexander Liebig vom DRK präsentieren mit Stadtrat Bewig das neue Angebot.Foto: Bezirksamt

Die Notunterkunft für Frauen beim DRK-Kreisverband Spandau in der Galenstraße 29 soll voraussichtlich im Verlauf der kommenden Woche ihre Pforten öffnen. Die vom Bezirksamt angekündigte Eröffnung hat sich aus Personalmangel verzögert, teilte Sozial- und Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (CDU) am Donnerstag mit. Man rechne damit, in vier bis fünf Tagen die benötigten Hilfskräfte verfügbar zu haben, hieß es dazu zum Deutschen Roten Kreuz.

Abendessen und Frühstück

Bis Ende März soll die Unterkunft dann täglich von 19.30 bis 8 Uhr geöffnet sein. Das Angebot im Rahmen der Kältehilfe für Obdachlose umfasst neben Abendessen und Frühstück auch eine Duschmöglichkeit. Gegenüber dem vergangenen Winter konnte die Zahl der Plätze um drei auf 18 erhöht werden. Die finanzielle Unterstützung durch den Bezirk ist entsprechend aufgestockt worden, so Bewig.

Auch Begleitung bei Behördengängen

Erstmals ist in diesem Winter das Angebot um eine sozialpädagogische Betreuung erweitert worden. Dafür steht bei Bedarf an zwei Tagen in der Woche geschultes Fachpersonal bereit. Geboten werden beispielsweise Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen, Informationen bei materiellen Notlagen wie Mietschulden und die Begleitung bei Behördengängen. Im vergangenen Jahr habe man festgestellt, „dass bei den Frauen für ein solches niederschwelliges und begleitendes Angebot ein großer Bedarf besteht“, sagte Bewig.

„Dieses Angebot wird in Spandau dringend benötigt, da nicht alle hilfesuchenden Frauen die Einrichtungen im Zentrum aufsuchen können“, betonte Projektleiterin Doreen Kuschka. „Wir freuen uns, dass wie durch gemeinsame Arbeit mit dem Sozialamt Spandau wieder für die Frauen Anlaufstelle und zugleich Zufluchtsort in den Wintermonaten sein dürfen.“

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