Kinder an Luft und Sonne in Spandau : Ferienprogramme sollen aufgestockt werden

Angesichts der Entwicklung der sozialen Struktur im Bezirk und der Flüchtlingssituation sollen die Ferienmaßnahmen des Jugendamtes für Spandauer Kinder weiter ausgebaut werden.

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Bei einem Besuch im Südpark spielte der Stadtrat mit den Kids Schach.
Bei einem Besuch im Südpark spielte der Stadtrat mit den Kids Schach.Foto: During

„Kinder an Luft und Sonne“ ist seit Jahrzehnten das Motto der bezirklichen Angebote in den Ferienzeiten. Knapp 200 Kinder im Alter zwischen sieben und 13 Jahren nutzen in diesem Jahr die Möglichkeit, während der Sommerferien in zwei Durchgängen dreiwöchige Tagesaufenthalte in der Freizeitsportanlage Südpark oder auf den Freizeitgeländen am Staakener Cosmarweg sowie am Aalemannufer in Hakenfelde zu verbringen. Dort gibt es gemeinsames Frühstück und Mittagessen, zahlreiche Aktivitäten und Exkursionen vom Zoologischen Garten bis zum Filmpark Babelsberg.

Steigende Nachfrage auch nach Ferienreisen

Darüber hinaus hat das Jugendamt 2012 wieder das Angebot zwei- bis dreiwöchiger Ferienreisen eingeführt, die – je nach Einkommenssituation der Eltern – für einen Eigenbeteiligungs-Preis ab 62 Euro angeboten werden. 125 Kids verbringen so in den Sommerferien einen Urlaub in Ahlbeck auf Usedom, auf dem Landhof Arche im Odertal, in St. Peter Ording an der Nordsee oder Weißenstadt im Fichtelgebirge. „Viele Kinder würden sonst überhaupt nicht herauskommen“, sagt Gerhard Hanke (CDU), Stadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport.

Nach der Freigabe sind die Programme oft am ersten Tag ausgebucht, so Thomas Greulich von der Jugendförderung. Für Tagesaufenthalte in Hakenfelde sowie eine zweiwöchige Weißenstadt-Reise während der Herbstferien im Oktober gibt es noch freie Plätze (Infos unter 90279 6531 oder 90279 2329. Die Tagesfreizeiten werden in diesem Jahr erstmals auch von einigen Flüchtlingskindern aus den Spandauer Aufnahmeeinrichtungen genutzt, laut Hanke ein weiterer Beitrag zur Integration.

Etat soll weiter aufgestockt werden

Seit der Wiederaufnahme der Reiseangebote ist der jährliche Etat für das Ferienprogramm im Bezirkshaushalt von 100 000 auf 160 000 Euro aufgestockt worden. Zukünftig wird auch das nicht mehr reichen, sagt der Stadtrat. Deshalb müssten im nächsten Bezirkshaushalt mindestens 200 000 Euro pro Jahr für diese Maßnahmen eingestellt werden.

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