Nur für wenige Stunden : Wieder Flugbetrieb in Gatow

Für das traditionelle Flugplatzfest des Militärhistorischen Museums erwacht der ehemalige Flugplatz Gatow am Wochenende wieder kurzzeitig zum Leben.

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Das Flugplatzfest bietet alljährlich Attraktionen für Jung und Alt.
Das Flugplatzfest bietet alljährlich Attraktionen für Jung und Alt.Foto: MHM

Am Sonnabend zwischen elf und 13 Uhr werden auf dem verbliebenen Stummel der Landebahn einige historische Flugzeuge landen, die während der Veranstaltung bestaunt werden können, darunter auch eine der Havilland „Chipmunk“, wie sie von der britischen Royal Air Force bis zu ihrem Abzug 1994 hier als Trainingsflugzeug genutzt wurde. Am Sonntag zwischen 15 und 17 Uhr starten die Maschinen wieder zu ihren Heimatflugplätzen.

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Flughäfen der Luftbrücke - Tempelhof, Tegel und Gatow, wo dieses Bild im November 2016 entstand.Weitere Bilder anzeigen
1 von 43Foto: André Görke
14.11.2016 08:20Flughäfen der Luftbrücke - Tempelhof, Tegel und Gatow, wo dieses Bild im November 2016 entstand.

Doch nicht nur fliegerisch wird den Besuchern an beiden Tagen zwischen zehn und 17 Uhr bei freiem Eintritt eine Menge geboten. So ist das Museum wieder Ziel einer Sternfahrt mit historischen Militärfahrzeugen. Katastrophenschutz-Vorführungen stehen ebenso auf dem Programm wie eine Modellbauausstellung und in einem Sonderfeldpostamt kann man Briefe und Postkarten mit einem Feldposttagesstempel versehen lassen. Dazu kommen ein buntes Bühnenprogramm und diverse Kinderaktivitäten. Und weil gleichzeitig der Tag der Reservisten begangen wird präsentieren Reservisten der Bundeswehr nicht nur in einer Modenschau ihre Uniformen, sondern sorgen auch für deftige Verpflegung aus der Gulaschkanone. Auch sonst ist für ausreichende Verpflegung gesorgt.

Mit einer An-2 landet auch wieder der größte Doppeldecker der Welt in Gatow.
Mit einer An-2 landet auch wieder der größte Doppeldecker der Welt in Gatow.Foto: MHM

Natürlich können auch die zahlreichen Flugzeuge und diversen Ausstellungen des Museums begutachtet werden, auch Einblicke ins Depot werden ermöglicht. Das Militärhistorische Museum im Süden Spandaus entwickelt sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten. Weil die vor 80 Jahren für die dort entstandene Luftkriegsschule der der Wehrmacht und nach Kriegsende von den Briten übernommenen Hangars zunehmend marode sind und viele historische Flugzeuge aus Platzmangel im Freien abgestellt werden müssen gibt es vielversprechende Pläne für einen Um- und Ausbau zu einem Museum von Weltrang. Die ursprünglich im Frühjahr erwartete Entscheidung des Verteidigungsministeriums wurde allerdings vertagt und soll dem Vernehmen nach nunmehr im November fallen.

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