Rathaus Spandau : U-Bahnrampen verschwinden endlich

Seit Jahrzehnten sind die Rampen am Berliner U-Bahnhof Rathaus Spandau ein Ärgernis. Nun sollen sie weg - und endlich ein zweiter Aufzug kommen.

von
Die hässlichen Rampen sollen jetzt endlich verschwinden.
Die hässlichen Rampen sollen jetzt endlich verschwinden.Foto: During

Ein jahrzehntelanges Ärgernis soll nun endlich verschwinden. Die BVG hat dem Bezirksamt bestätigt, dass sie den Rückbau der kuriosen Rampen am U-Bahnhof Rathaus-Spandau plant.

Bei dessen Eröffnung im Jahr 1984 wollte der Verkehrsbetrieb seinen Kunden etwas ganz Besonderes bieten. Auf beiden Seiten des Altstädter Ringes verbanden schräge Rollbänder die nördliche Bahnhofsvorhalle mit dem Straßenland.

Doch nicht nur, dass sich die Bänder bereits als schlüpfrig erwiesen, schon nach wenigen Jahren stellte die Herstellerfirma die Lieferung von Ersatzteilen ein. Um die stillgelegten Rollbänder zu entschärfen, ließ die BVG Asphalt darüber gießen. Das sieht nicht nur hässlich aus, im Winter müssen die beiden Bahnhofszugänge außerdem wegen der Rutschgefahr geschlossen werden.


Nachdem nunmehr Fördermittel des städtebaulichen Denkmalschutzes für die Altstadt zur Verfügung stehen, aus denen auch die Umgestaltung des Rathausvorplatzes finanziert werden soll, will die BVG jetzt auch den Rückbau der Rampen zunächst auf der Rathausseite in die Wege leiten.

Später sollen dann auch die Rampen vor der Ellipse verschwinden. Vor dem Rathaus soll indessen ein Fahrstuhl gebaut werden und behinderten Fahrgästen endlich den direkten Zugang zur Altstadt ermöglichen. Sie müssen bisher den Aufzug vor dem Fernbahnhof nutzen und zwei stark befahrene Straßen überqueren, um zur Fußgängerzone zu gelangen. Bis circa 2020 wird es allerdings noch dauern, bis die Änderungen realisiert sind.

+++

Sie wollen mehr aus Spandau lesen? Gern. Unseren Bezirks-Newsletter "Leute Spandau" können Sie kostenlos bestellen unter www.tagesspiegel.de/leute - und eine Leseprobe finden Sie unter diesem Tagesspiegel-Link. Bei Facebook finden Sie uns unter www.facebook.com/tagesspiegelspandau

Autor

32 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben