Spandau drohen neue Großbaustellen : Auch die Schulenburgbrücke muss abgerissen werden

Anhebung der alten Brücke wäre teurer. Zustand der Stößenseebrücke weiterhin unklar.

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Die Schulenburgbrücke wird abgerissen. Foto: During
Die Schulenburgbrücke wird abgerissen.Foto: During

Gerade ist die neue Freybrücke endlich fertiggestellt, da drohen in Spandau zwei neue Brücken-Großbaustellen. Auch die Schulenburgbrücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Man habe die Grundinstandsetzung der Brücke einschließlich deren Anhebung auf das für die Schifffahrt künftig notwendige Lichtraumprofil einem Neubau gegenüberstellt, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr dem Tagesspiegel auf Anfrage mit. „Im Ergebnis dieser Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist festzuhalten, dass ein Neubau der Brücke erforderlich wird."

Gehsteigbereiche der Stößenseebrücke sind seit Jahren gesperrt. Foto: During
Gehsteigbereiche der Stößenseebrücke sind seit Jahren gesperrt.Foto: During

Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. „Im Rahmen der Projektpriorisierung konnte bisher der Planungsbeginn für einen Ersatzneubau noch nicht terminiert werden“, heißt es dazu bei der Senatsverwaltung. Erst kürzlich hatte die Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt beauftragt, sich bei den zuständigen Stellen für eine Verbesserung an der unübersichtlichen Kreuzung zwischen Götel-, Weißenburger- und Krowelstraße sowie der Schulenburgbrücke einzusetzen. Baustadtrat Frank Bewig (CDU) hatte zuvor allerdings im entsprechenden Fachausschuss betont, dass es keinen Sinn mache, viel Geld für einen Umbau auszugeben, der eventuell schon nach kurzer Zeit wieder den Arbeiten an der Brücke weichen muss.

Auch an der Stößenseebrücke, wo Teile des Gehsteigs seit Jahren gesperrt sind, scheinen die Schäden größer als erwartet zu sein. Die Prüfung der Nachrechnung ist entgegen der ursprünglichen Ankündigungen noch immer nicht abgeschlossen. „Einige Detailnachweise benötigen eine genaue Klärung, insbesondere hinsichtlich des Verstärkungsumfangs in den 1930er Jahren“, heißt es bei der Senatsverwaltung. „Zu dieser historischen Problematik sind Rücksprachen und Abstimmungen seitens der extern beauftragten Ingenieurbüros erforderlich.“ Mit einem Ergebnis wird nach gegenwärtigem Stand im 3. Quartal des Jahres gerechnet. Aussagen zu Erhaltungs- und - sofern erforderlich -Verstärkungsmaßnahmen können deshalb noch nicht getroffen werden, hieß es auf Anfrage des Tagesspiegel. Gleiches gelte für Kosten und Bauzeit sowie für zu erwartende Einschränkungen des Straßen- und/oder Schiffsverkehrs.

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