Stößenseebrücke in Berlin-Spandau : Der ewige Bauzaun - gibt's im April Klarheit?

Seit rund zehn Jahren sind Teile der Gehwege der Stößenseebrücke gesperrt. Jetzt soll entschieden werden, wie es weitergeht.

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Teile des Gehwegs sind seit zehn Jahren gesperrt.
Teile des Gehwegs sind seit zehn Jahren gesperrt.Foto: During

Seit Jahren stehen auf der Stößenseebrücke nun schon Bauzäune. Links und rechts, direkt am Geländer, nebenan rauschen 50.000 Autos über die Heerstraße. Seit - mindestens - 2008 stehen die Baugerüste.

Nun heißt es: „Die zum vergangenen Jahresende erfolgte Untersuchung der Stößenseebrücke ist abgeschlossen“, erklärte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, auf Tagesspiegel-Nachfrage.

Jetzt wird "geprüft"

Inzwischen liege auch die erforderliche Nachberechnung vor, die derzeit von einem Prüfstatiker ausgewertet wird. Sie dient der Aufdeckung von Defiziten in der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit, so der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, auf eine Anfrage des Spandauer Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD). Voraussichtlich im April soll das endgültige Prüfergebnis vorliegen, sagte Derk Ehlert. Danach werden die Instandsetzung und gegebenenfalls auch die Verstärkung der Brücke vorbereitet und eingeleitet.

Teile des Brückengeländers erscheinen marode.
Teile des Brückengeländers erscheinen marode.Foto: During

Die Stößenseebrücke im Zuge der Heerstraße ist eine genietete Stahlfachwerkbrücke, die vor 108 Jahren gebaut wurde. Bereits mindestens seit 2008 sind Teile der seitlichen Gehwege in einer Breite von circa 1,80 Metern gesperrt. Bei einer Bauwerksprüfung waren an den Brückengeländern insbesondere im Bereich der auskragenden Gehwegkonstruktionen schwere Korrosionsschäden an den Walzträgern festgestellt worden.

„Eine Instandsetzung dieser Bereiche dieser Bereiche sollte im Sinne aller Verkehrsteilnehmer grundsätzlich mit den übrigen Erhaltungs- und - sofern erforderlich – mit den notwendigen Verstärkungsmaßnahmen an der Brücke erfolgen“, schrieb Staatssekretär Ferlemann an Swen Schulz. Die benachbarte Freybrücke hatte in den vergangenen Jahren komplett erneuert werden müssen, der Neubau ist erst im vergangenen Dezember in Betrieb genommen worden.

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