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Tourismusmesse in Berlin : BVG veralbert Spandau auf der ITB - ausgerechnet ...

Die BVG-Werber schicken humorige Spitzen nach Spandau. Dabei steht ausgerechnet Spandau bei der ITB im Mittelpunkt der Bezirke - und wirbt fleißig.

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Links die BVG-Spitze, rechts die Werber auf der ITB - im Mittelpunkt der Bezirke diesmal: Spandau.
Links die BVG-Spitze, rechts die Werber auf der ITB - im Mittelpunkt der Bezirke diesmal: Spandau.Screenshot: Tsp, Foto: During

Hätte zeitlich nicht besser passen können: Gerade als die BVG via Twitter und Facebook über die ITB und Spandau witzelt ("Liebe ITB, für nächstes Jahr wünschen wir uns mal was ganz Ausgefallenes: Gastland Spandau - Fremde Kultur. Freundliche Ureinwohner. Exotische Küche".), da lädt ausgerechnet der Bezirk Spandau auf der ITB zur großen Image-Kampagne. War wohl nicht geplant, aber die Resonanz ist groß in den sozialen Netzwerken.

10.000 Aussteller, 184 Länder, 1 Spandau

In diesem Jahren hat Spandau die Federführung beim Auftritt der Berliner Bezirke. Rund 120.000 touristische Fachbesucher aus allen Kontinenten informieren sich dieser Tage auf der ITB, der weltgrößten Tourismusmesse, die derzeit wieder in den Messehallen am Funkturm stattfindet, über die neuesten Reisetrends. Darunter eben auch über die Angebote der bei Touristen begehrten deutschen Hauptstadt.

Und unter den rund 10.000 Ausstellern aus 184 Ländern befindet sich auch - Spandau.

Hier die Botschaft der BVG-Werber

"Schönen Gruß aus dem Tarifbereich B."
"Schönen Gruß aus dem Tarifbereich B."Screenshot: Facebook Tagesspiegel Spandau

"Fremde Kultur. Freundliche Ureinwohner. Exotische Küche"

"Fremde Kultur. Freundliche Ureinwohner. Exotische Küche."? Das ist die Spitze der gewohnt launigen Werber der BVG - die Tweets haben wir hier eingebaut. Und die Reaktionen waren entsprechend humorig: "Ihr wollt ja nur eure Kreuzfahrten mit der F10 verkaufen", schreibt Simon Marquardt auf seinem Twitteraccount. Gemeint ist natürlich die BVG-Fähre zwischen Kladow und Wannsee. Was allerdings "exotische Küche" ist, blieb vorerst unklar - "Florida-Eis" aus Staaken? Oder doch der Slogan der Fans des einst so großen Spandauer SV: "Döner, Falafel, wir kommen von der Havel?"

Spandau und die ITB - prompt Thema im "Checkpoint"

Die Bezirks-Marketinggesellschaft Partner für Spandau hat in diesem Jahr die Organisation des von Visit Berlin gesponserten Gemeinschaftsstandes der Berliner Bezirke übernommen. Unter dem Motto „Going Local Berlin“ werden bei der beständig wachsenden Zahl an Berlin-Besuchern auch die Kiez-Attraktionen vermarktet.

Prompt werben Leser für das Fort Hahneberg

"Unsere Empfehlung - immer einer Reise wert: Fort Hahneberg in Spandau", war eine andere Reaktion auf den BVG-Tweet. Und siehe da: Auch dafür wurde zeitgleich in den ITB-Hallen geworben.

In Spandau gehören zu den Bezirks-Attraktionen neben der Zitadelle, der Altstadt sowie den Gutsparks Neukladow und Groß Glienicke auch das Militärhistorische Museum, der Kolk, die Tiefwerder Wiesen und das Fort Hahneberg. Dazu führen eine Karte und die eigene App http://www.visitberlin.de/de/artikel/going-local-berlin .

Sven-Uwe Dettmann am ITB-Stand der Berliner Bezirke.
Sven-Uwe Dettmann am ITB-Stand der Berliner Bezirke.Foto: During

Ein Blogger lieferte Bilder für die neue Broschüre

Rechtzeitig zur ITB ist die neue Bezirksbroschüre „Spandauer Ansichtssachen“ erschienen, in der die bezirklichen Highlights von der Westernstadt Old Texas Town in Siemensstadt bis zur Gatower Bockwindmühle vorgestellt werden. Für die beeindruckende Bebilderung zeichnet der Spandauer Blogger und Fotograf Ralf Salecker verantwortlich, der auch die Bezirksseite www.unterwegs-in-spandau betreibt.

Interessante Kontakte ergaben sich bereits am ersten Tag, unter anderem mit einer französischen Veranstalterin von Flusskreuzfahrten, die bei Stopps am Spandauer Havelanleger örtliche Partner für Landausflüge sucht, berichtet Partner-Geschäftsführer Sven-Uwe Dettmann. Wenn am Wochenende die privaten Interessenten die Fachbesucher ablösen, erhält er am Stand in Halle 12 Verstärkung durch Mitglieder der Heimatkundlichen Vereinigung.

Ob wohl die BVG auch mal vorbeikommt?

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