Zukunftspreis des Berliner Sports : Spandauer Vereine sind Spitze

Der TSV Spandau 1860 kam mit dem Gemeinschaftsprojekt „Bewegte Winterspielplätze“ auf den ersten Platz, gefolgt von den Wasserfreunden Spandau 04.

Das Team des TSV 1860 Spandau bei der Preisverleihung.
Das Team des TSV 1860 Spandau bei der Preisverleihung.Foto: Landessportbund

Beim Zukunftspreis des Berliner Sport, der jetzt von Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) und dem Präsidenten des Landessportbundes, Klaus Böger, verliehen wurde, hatten zwei Spandauer Vereine bei insgesamt 60 Bewerbern die Nase vorn. Der erste Preis, dotiert mit 7500 Euro, ging an den TSV Spandau 1860 für die „Bewegten Winterspielplätze“. Bei dem im Rahmen des Netzwerks Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter „KiJu Fit in Spandau“ bereits vor fünf Jahren vom Evangelischen Waldkrankenhaus initiierten Projekt gibt es in Kooperation mit dem Gesundheitsamt, dem SC Siemensstadt und dem Verein BGWT in Spandau acht Sporthallen, in denen Kinder insbesondere aus finanziell schwächer gestellten Familien jeweils sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr, begleitet von einem Erziehungsberechtigten, kostenlos spielen und turnen können.

Bewegung für ein gesundes Aufwachsen

„Wir setzen uns seit Jahren für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Bezirk ein“, so der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. med. Frank Jochum. „Die Winterspielplätze sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzeptes.“ „Bewegung ist ein wesentliches Element in unserer großen Strategie für ein chancengleiches, gesundes Aufwachsen in Spandau“, betonte Gesundheitsstadtrat Frank Bewig (CDU). Gleichzeitig dient das Projekt auch zum Abbau der Barriere zum Vereinssport, jährlich gibt es rund 60 neue Mitgliedschaften.

Die Akteure von den Wasserfreunden Spandau 04 belegten den zweiten Platz.
Die Akteure von den Wasserfreunden Spandau 04 belegten den zweiten Platz.Foto: Landessportbund

In diesem Winter gibt es die Spielplätze noch bis Ende März. Für Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren im SportCentrum Siemensstadt (Buolstraße 14) und im der Wolfgang-Borchert-Schule (Blumenstraße 13) sowie für Familien mit Kindern zwischen drei und zehn Jahren in der Schule an der Jungfernheide (Lenther Steig 1/3), der Lynar-Grundschule (Lutherstraße 19), der Astrid-Lindgren-Grundschule (Südekumzeile 5), der Christoph-Földerich-Grundschule (Földerichstraße 29), der Grundschule im Beerwinkel (Im Spektefeld 31) und der Siegerland-Grundschule (Hermann-Schmidt-Weg 4).

Früher Schwimmunterricht für jährlich 800 Kinder

Der zweite Preis, dotiert mit 5500 Euro, ging an die Wasserfreunde Spandau 04 für das Projekt „Früher Schwimmen lernen“. Bereits seit 2003 werden junge Menschen sowohl körperlich als auch sozial durch gemeinsame Schwimmausbildung gefördert. Jährlich werden 72 Kindertagesstätten Horts und Schulen unterstützt und damit rund 800 Kinder erreicht.

„Gleich zwei Spandauer Vereine ganz oben auf dem Siegerpodest sind ein Beleg für die großartige Arbeit, die in den Spandauer Vereinen zum großen Teil ehrenamtlich geleistet wird“, sagte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) der in dieser Legislaturperiode erstmals auch für den Bereich Schule und Sport verantwortlich zeichnet.

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