Zwischen Rohrdamm und Lenther Steig : Bezirk kaufte Siemens-Stadion

Die Schule an der Jungfernheide wird erweitert. Davor dient das Areal der Unterbringung von Flüchtlingen.

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Auf dem ehemaligen Siemenssportplatz ruht schon lange der Betrieb.
Auf dem ehemaligen Siemenssportplatz ruht schon lange der Betrieb.Foto: During

Zwischen den Fußballtoren sprießt das Unkraut meterhoch. Sport ist hier schon lange nicht mehr getrieben worden. Jetzt hat der Bezirk Spandau das Areal in Siemensstadt zwischen Rohrdamm und Lenther Steig von der Siemens AG erworben, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, sagte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) dem Tagesspiegel. Für einen auf drei Jahre befristeten Zeitraum werden hier ab Beginn des kommenden Jahres sogenannte Tempohomes für Flüchtlinge entstehen. Die Gemeinschaftsunterkunft in Form eines Containerdorfes wird über rund 250 Plätze verfügen.

Schule erhält eine zweizügige Grundstufe

2021 soll dann mit der Errichtung von Erweiterungsbauten für die benachbarte Schule an der Jungfernheide beginnen, so Kleebank. Die Integrierte Sekundarschule (7. bis 10. Klasse) soll dann weitere Züge erhalten und um eine zweizügige Grundstufe (1. bis 6. Klasse) ergänzt werden. Die Kosten dafür sind bereits in der Investitionsplanung des Senats enthalten, die Notwendigkeit von der Bildungsverwaltung bestätigt worden, sagte der Bürgermeister. Er hofft auf die Bewilligung eines beschleunigten Verfahrens, dann könnte sich die Bauzeit um ein Jahr auf zwei bis drei Jahre verkürzen.

Zum Gesamtareal, das vom Bezirk erworben wurde, gehört auch die Anlage des Siemens Tennis-Klub Blau Gold 1913 mit ihren sieben Plätzen und dem Vereinshaus am Schuckertdamm. Deren Erhalt ist aber gesichert, wie Helmut Kleebank auf Nachfrage betonte. Der Verein habe langjährige Pachtverträge, an denen nicht gerüttelt werde.

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